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9e Escadron du 1er R.E.C.

April 1953 - Aufstellung in Tourane

Im April 1953 stoßen die Vietminh auf den Norden von Laos vor. Man beschließt, beim 1er R.E.C. in Tourane eine Escadron de marche du Laos aufzustellen, um die dortigen Kräfte zu unterstützen.

Mit der Aufstellung und Führung der Escadron de marche du Laos wird Capitaine Arthuis betraut.
Die Escadron setzt sich zunächst neben dem Peloton de commandement aus vier Pelotons d´A.M. M8 zusammen, bestehend aus jeweils drei A.M. M8, zwei Half-Tracks und einem Char Obusier M8.
Zwei komplette Pelotons unter der Führung von Lieutenant Dufour und Adjudant-Calderon kommen von der 4° Escadron aus Quang Tri.
Zwei Pelotons unter der Führung von Lieutenant Piaton und Adjudant-Chef Schuler kommen von der 6° Escadron aus Hue.

April bis Mai 1953 - Von Saigon nach Laos

Die Pelotons Dufour und Piaton verlegen bereits Anfang April 1953 auf dem Landweg über die R.C. 9 in Richtung Westen nach Laos und über die R.C. 13 den Mekong in Richtung Norden entlang bis nach Paksane.
Sie verbleiben zunächst in Paksane zum Schutz der Straßenarbeiten in Richtung der Plaine des Jarres, wo sich ein Verteidigungszentrum bildet.

Da die R.C. 9 als einzige Straßenverbindung aus Zentral Annam nach Laos jedoch bald darauf unterbrochen wird, müssen die übrigen Pelotons der Escadron de marche du Laos ihr Material in Tourane zurücklassen und werden per Flugzeug zunächst nach Saigon verfrachtet.
In Saigon werden die beiden Pelotons mit neuem Material ausgestattet.

Zudem wird dort ein Peloton de jeeps blindées unter der Führung von Lieutenant Tourret aufgestellt. Der P.J.B. besteht aus zwölf leicht gepanzerten Jeeps, die mit jeweils zwei MG´s ausgestattet sind und mit drei Mann besetzt sind. Hinzu kommen drei LKW, darunter ein Abschlepper.
Die Legionäre des P.J.B. kommen aus den verschiedensten Einheiten in Saigon.

Von Saigon aus machen sich die Pelotons ab 03. Mai 1953 auf den Weg. Es geht über hunderte von Kilometern über die R.C. 13, immer parallel zum Mekong, in Richtung Norden.
Am 07. Mai 1953 erreicht man zwar bereits Thakhek, aber schwere Monsunregen machen die Straße ab Thakhek unpassierbar. So muss man umkehren und per Schiff auf dem Mekong von Thakhek über Paksane nach Vientiane verlegen.

Karte der Region Paksane am Mekong (6,0 MB)

Juni bis August 1953 - Laos

Zum 01. Juni 1953 wird die Escadron de marche du Laos schließlich zur 9° Escadron umbenannt.

Das 2e und 3e Peloton der 9° Escadron sind weiter in Paksane verblieben.
Die restlichen Pelotons haben mit dem P.C. inzwischen den Mekong etwas weiter in westliche Richtung nach Vientiane verlegt.

In ihren Einsatzräumen sorgen die Pelotons für die Sicherheit auf den Straßen, indem sie Konvois begleiten und Aufklärungspatrouillen übernehmen.
Die Vietminh stoßen bislang nicht in diese Region vor und so kommt es nur zu vereinzelten Schusswechseln mit hauptsächlichen lokalen Rebellen.

Karte der Region Paksane am Mekong (6,0 MB)
Karte der Region Vientiane am Mekong (6,6 MB)

September bis Dezember 1953 - Seno in Laos

Die anfängliche Aufteilung in Laos währt jedoch nicht lange. Bereits im September 1953 haben der P.C., der 1er, 3e und 4e Peloton der 9° Escadron ihre bisherigen Standorte aufgegeben und den Mekong hinab nach Seno verlegt.
Seno (sud-est, nord-ouest) ist die Bezeichnung für den strategisch wichtigen Flugplatz, ca. 30km östlich von Savannakhet, nahe der Kreuzung der R.C. 13 und der R.C. 9.

Nur der P.J.B. von Lieutenant Tourret ist zunächst in Vientiane verblieben, sowie der 2e Peloton von Lieutenant Piaton in Paksane.
Im Oktober 1953 jedoch wird der P.J.B. aufgelöst. Die Jeeps bekommt die laotische Armee, die Legionäre werden größtenteils in das II/2e R.E.I. integriert.
Auch der 2e Peloton verlässt Paksane und schließt sich dem Rest der 9° Escadron in Seno an.

In Seno beteiligt sich die 9° Escadron am Ausbau und am Schutz der dort errichteten Basis. Zudem sind die Pelotons auf der R.C. 9 in Richtung Osten eingesetzt.
Im Dezember 1953 verstärken der 2e und 4e Peloton die Besatzung des 140 Kilometer entfernten Tchepone und beteiligen sich an der Rettung von versprengten Soldaten des II/4e R.T.M., welches östlich von Tahken aufgerieben wurde.

Am 26. Dezember 1953 fällt die Stadt Thakhek, etwa 100 Kilometer nördlich von Seno in die Hände der Vietminh. Es werden daraufhin weitere Kräfte, darunter das 2e B.E.P. und kurz darauf auch das I/5e R.E.I. nach Seno verlegt.

Karte der Region Seno an der R.C. 9 (6,2 MB)

Januar 1954 - Seno in Laos

Anfang Januar 1954 beteiligt sich die 9° Escadron an den Operationen in Richtung Norden zur Rückeroberung von Thakhek.
Dabei kommt es am 02. Januar 1954 für den 2e Peloton von Lieutenant Piaton zu einem schweren Gefecht.
Der 2e Peloton verliert dabei zwei Tote, drei Verletzte und eine A.M. M8.
Thakhek kann am 08. Januar 1954 kampflos wieder eingenommen werden, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Am 15. Januar 1954 kommt es für den Peloton Calderon auf der R.C. 13 nördlich von Seno zu einem weiteren schweren Gefecht.

Februar bis Juli 1954 - Pakse in Süd-Laos

Im Februar 1954 verlegt die 9° Escadron von Seno aus über die R.C. 13 nach Süden, bis nach Pakse im Süden von Laos.

Von Pakse beteiligt sich die 9° Escadron in Zusammenarbeit mit Kräften der G.M. 13 an der Öffnung der R.C. 13 zwischen Pakse und Kambodscha, sowie nach Norden.
Dazu müssen immer wieder Konvois auf der R.C. 13 eskortiert werden.

Am 09. April 1954 unterstützt die 9° Escadron zwei Batterien Artillerie, welche in einen Hinterhalt geraten waren.
Den 12. April 1954 kann Lieutenant Apouey mit Hilfe des Peloton Piaton einen gegnerischen Hinterhalt ausnehmen und die Gegner in die Flucht schlagen. Er selbst wird dabei verletzt.

Auch in den Monaten Mai bis Juli 1954 setzen sich die Gefechte an der R.C. 13 fort.
So trifft es am 01. und 02. Mai 1954 den Peloton De Mordvine, am 03. Juli 1954 den Peloton Lauzeral und am 12. Juli 1954 erneut den Peloton De Mordvine.

Nach dem Eintritt des Waffenstillstands in Laos am 28. Juli 1954 wird die 9° Escadron zunächst in Pakse zusammengezogen.

Karte der Region Pakse in Süd-Laos (6,4 MB)

August bis September 1954 - Seno in Laos

Im August 1954 verlegt die 9° Escadron erneut nach Seno, wo sie noch einige Zeit verweilt und ihr Material an das 5e Régiment de cuirassiers abgibt.

Zwecks Ausstattung mit neuem Material in Form von Scout Cars muss die 9° Escadron dann aber nach Saigon.

Viele der Einheimischen Cavaliers verlassen in dieser Zeit die Escadrons des 1er R.E.C. Die Einheimischen werden vor die Wahl gestellt, ihre Einheiten zu verlassen und in die vietnamesische Armee zu gehen oder als Legionäre zu engagieren.
Da die Legionäre, welche am Ende ihrer Sejour angelangt sind auch nicht mehr ersetzt werden, dünnen sich die Escadrons weiter stark aus.

Oktober bis Dezember 1954 - Zentrales Hochland

Ende Oktober 1954 wird die 9° Escadron ins Zentrale Hochland Vietnams entsandt. Es geht in die Region Pleiku und Ban Me Thuot, wo die französischen Besitzungen geschützt werden sollen. Es geht dabei hauptsächlich um die dortigen Teeplantagen.

Bei ihrer Aufgabe wird die 9° Escadron bis zum Ende des Jahres 1954 durch die 5° Escadron unterstützt, welche ebenfalls in diese Region verlegt wird.

Karte der Region Ban Me Thuot (6,6 MB)
Karte der Region Pleiku (6,3 MB)

Januar bis Februar 1955 - Zentrales Hochland

Im Januar und Februar 1955 setzt die 9° Escadron ihre Arbeit im Zentralen Hochland zunächst noch allein fort.

Dann wird auch die 9° Escadron zum Sitz des 1er R.E.C. in Saigon beordert, wo sie zum 01. März 1955 zur 6° Escadron umbenannt wird.
Zu diesem letzten Zeitpunkt ihrer Existenz steht die 9° Escadron unter der Führung von Capitaine Masson-Regnault.

Siehe nun 6° Escadron > März bis Dezember 1955 - Saigon