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Operation Normandie

6e Escadron du 1er R.E.C.

Abreise im Dezember 1946

Das 1er R.E.C. bricht am 10. Dezember 1946 von Oran aus auf der Pasteur in Richtung Indochina auf.

An Bord sind neben dem P.C. und der E.H.R. des 1er R.E.C., die 1° Escadron, die 2° Escadron, die 3° Escadron, die 4° Escadron, die 5° Escadron und die 6° Escadron.
Die Escadrons werden ohne schweres Material verschifft und sind somit zunächst Cavalerie zu Fuß.

Die Ereignisse vom Dezember 1946 machen es notwendig, dass das 1er R.E.C. nicht wie geplant in Saigon von Bord geht, sondern direkt nach Tourane in Zentral-Annam verlegt wird.

Karte von Tourane mit dem Col De Nuages im Norden (5,1 MB)

Januar bis April 1947 – Zentral-Annam

In Tourane geht die 6° Escadron mit dem Rest des 1er R.E.C. am 04. Januar 1947 an Land.
Sie steht zunächst unter der Führung von Capitaine Colas.

Während die 1° Escadron zusammen mit der , und 5° Escadron in ein Bataillon de Marche unter der Führung von Lieutenant-Colonel Dore eingegliedert wird und zusammen mit dem II/13e D.B.L.E. an den Operationen Francois, Suzanne und Josette, zur Befreiung der Stadt Hué teilnimmt, verbleibt die 6° Escadron zusammen mit der E.H.R. und der 2° Escadron in Tourane, um die Einheiten des Sektors zu verstärken.

Karte der Region Hué bis nach Quang Tri (6,4 MB)

Im März 1947 ist das 1er R.E.C. wieder komplett in Tourane und nimmt mit dem II/13e D.B.L.E. zunächst an der Operation Salade zur Befreiung des Hinterlandes von Tourane teil.
Dabei wird Sous-Lieutenant Hermitte von der 6° Escadron getötet.

Es folgt dann die Operation Henri, zur Befreiung der Region Quang Nam, des südlichen Bereiches in Zentral-Annam.
Im Rahmen dieser Operationen stößt das 1er R.E.C. ab 13. März 1947 entlang der Küste von Tourane aus in Richtung Süden vor.
Nach der Einnahme der Montagnes de Marbre geht es weiter in die Region Quang Ngai, entlang der Küste in Richtung Süden.
Nach einer schwierigen Flussüberquerung bei Phuc Trach, erreicht man Fai Fo am Morgen des 15. März 1947. Man kann kampflos in die Stadt einrücken.
Am 16. März 1947 kann Quang Nam erst nach einem heftigem Gefecht unter dem Einsatz von Spitfires eingenommen werden.
Die Bereinigung der Gegend Quang Ngai, südlich von Tourane, ist am 17. März 1947 bis zum Fai Fo-Fluss abgeschlossen.
Die Operation hat den Gegner 166 Tote gekostet, dazu zahlreiches Material.

Karte von Quang Nam und Fai Fo (heutiges Hoi An) (5,3 MB)

Ende März 1947 wird ein zweites Bataillon de Marche aus der 3° Escadron, 6° Escadron und Teilen der 1° Escadron gebildet.
Dieses Bataillon de Marche beteiligt sich im Rahmen der Operation Gaston zur Einnahme der Region Dong Hoi an den Landungsoperationen Monique und Carmen.

Kaum nach Tourane zurückgekehrt, geht es für die Operation Victor erneut in die Region zwischen Dong Hoi und Hue.

Karte der Region Dong Hoi (4,7 MB)

Mai und Juni 1947 - Tourane in Zentral-Annam

Nach den Operationen kehrt eine relative Ruhe in Zentral-Annam ein. Die Escadrons des 1er R.E.C. verstärken zunächst aber noch die Einheiten der Region Tourane.

Nachdem bereits im April 1947 die 4° Escadron und die 5° Escadron mit schwerem Material britischer Herkunft ausgerüstet wurden, folgen im Juni 1947 auch die 3° Escadron und die 6° Escadron.
Bald ist jede der genannten Escadrons mit dem neuen Material ausgestattet und unterteilt in:
- ein Peloton Hors Rang
- ein Peloton A.M. Coventry (3 bis 5 Stück)
- ein Peloton Humber Scout-Cars
- ein Peloton Bren Carriers (4 Stück)
- ein Peloton gepanzerter Jeeps (nur bei der 5° Escadron und der 6° Escadron)

Bei der 6° Escadron gibt es zudem einen gepanzerten G.M.C., welcher mit einer 40mm Kanone bestückt ist. Das Konzept stammte von den Legionären der 6° Escadron und sollte wertvolle Dienste leisten.

Nachdem die Escadrons ausgestattet sind, werden sie aus Tourane verlegt und verteilt. Nur die 3° Escadron bleibt beim P.C. des 1er R.E.C. in Tourane.
Für die 6° Escadron bedeutet dies zunächst die Verlegung nach Saigon.

Juni bis Oktober 1947 - Saigon in Cochinchina

In Saigon angekommen, wird die 6° Escadron der 13e D.B.L.E. für mehrere Operationen unterstellt.
Daneben gehört der Schutz und die Begleitung von Konvois, sowie die Öffnung von Straßen zur Aufgabe der 6° Escadron.

Im Oktober 1947 endet die Abordnung zur 13e D.B.L.E. und die 6° Escadron verlegt an ihren neuen Standort, Phan Thiet in Süd-Annam.

Karte des Großraums Saigon mit Thu Duc, Hoc Mon und dem Mekong Delta (6,2 MB)

Oktober bis Dezember 1947 - Phan Thiet

In Phan Thiet löst die 6° Escadron eine Escadron des R.M.S.E.O. heraus. Während der Sitz der 6° Escadron in Phan Thiet eingerichtet wird, verlegen Pelotons nach Phan Ri und Phan Rang und bauen dort ihre Standorte aus.

Die Pelotons der 6° Escadron unterstützen nun als einzige Escadron des 1er R.E.C. in Süd-Annam die lokalen Einheiten.
Hier insbesondere das II/2e R.E.I., welches ebenfalls im gleichen Sektor eingesetzt ist.

Neben der Beteiligung an Operationen, ist die 6° Escadron insbesondere zum Schutz der Konvois auf der R.C. 1 eingesetzt.

Karte der Region Binh Thuan mit Phan Thiet (4,9 MB)
Karte der Region Ninh Thuan mit Phan Rang und Phan Ri (6,4 MB)

1948 - Phan Thiet in Süd-Annam

Das Jahr 1948 verbringt die 6° Escadron weiter im Raum Phan Thiet und Phan Rang in Süd-Annam.
Die Führung der Escadron wurde mittlerweile von Lieutenant Delrue übernommen, welcher im Frühjahr 1948 zum Capitaine befördert wird.

Der Teil der 6° Escadron, welcher beim P.C. verblieben ist, arbeitet häufig mit einem Bataillon Tirailleurs aus Phan Thiet zusammen.
In Phan Rang sind die Pelotons der Scout-Cars und der Bren-Carriers dem Chef de Bataillon des II/2e R.E.I. unterstellt und in Phan Ri arbeitet der Peloton Auto-Mitrailleuses ebenfalls eng mit einer Compagnie des II/2e R.E.I. zusammen.

Neben den bereits beschriebenen Missionen auf der R.C. 1 und den Operationen müssen durch die 6° Escadron auch einzelne Posten versorgt und bei Gefechten unterstützt werden, Arbeiten der Pioniere geschützt werden, u.v.m.
Etwa 60 Operationen dieser Art bewältigt die 6° Escadron im Jahr 1948 in Süd-Annam.
Oft sind die Legionäre dabei nicht mit dem gesamten Peloton eingesetzt, sondern es werden einzelne Fahrzeuge aus verschiedenen Pelotons eingesetzt, z.B. für die Begleitung eines Konvois.

Bei diesen Aufgaben sind die Legionäre der 6° Escadron immer wieder Angriffen des Gegners ausgesetzt und so kommt es zu einigen Verlusten.
So wird M.D.L.-Chef Gondois am 22. Januar 1948 bei Phan Thiet bei einem Überfall getötet.

Den 25. Juni 1948 fällt Capitaine Delrue bei Phan Tiet. Die Führung der 6° Escadron übernimmt daraufhin zunächst Lieutenant Ansorbolo.
Kurz darauf verliert die 6° Escadron einen weiteren Offizier. Am 30. Juni 1948 verstirbt Lieutenant Portmann bei Unfall nahe Nha Trang

Trotzdem werden die Operationen bis zum Ende des Jahres 1948 unvermindert fortgesetzt.

1949 - Phan Thiet in Süd-Annam

Mit ähnlichen Aufgaben wie im Jahr 1948, beginnt auch das 1949 für die 6° Escadron in Süd-Annam.

Langsam wird in diesem Jahr das britische Material durch amerikanisches Material ersetzt. So weichen die Bren-Carriers für M3 Scout-Cars. Hinzu kommen Half-Tracks, sowie LKW der Marken Dodge und G.M.C.
Zudem werden in den Escadrons ab 1949, so auch in der 6° Escadron, die ersten Einheimischen eingesetzt.
Während die wichtigen Positionen nach wie vor den europäischen Legionären vorbehalten sind, werden die einfachen Besatzungen zunehmend durch vietnamesische Cavaliers gestellt.

Es werden vergleichbar viele Operationen durchgeführt wie im Vorjahr. Und es gibt dabei immer wieder Verluste.
Der letzte Offizier der 6° Escadron, welcher in Süd-Annam fällt, ist Lieutenant D´Anglejean Chatillon. Er kommt am 13. November 1949 bei Luong Huong bei einem Gefecht ums Leben.

Im November 1949 soll die 6° Escadron dann nach Cochinchina zur 1° Escadron und zur 2° Escadron des 1er G.E. du 1er R.E.C. verlegt werden.
Die 1er G.E. du 1er R.E.C. hatte große Erfolge auf ihren Crabes im Mekong-Delta und so soll nun auch die 6° Escadron ihr bisheriges Material abgeben und mit Crabes ausgestattet werden.
Es kommt jedoch zu Verzögerungen bei der Ablöse Süd-Annam durch Kräfte des 5e Régiment de Cuirassiers.
Diese Verzögerung kommt Capitaine Acker, der die 6° Escadron zwischenzeitlich übernommen hatte, nicht ungelegen. So kann sich die 6° Escadron mit den Crabes vertraut machen und ihre neue Struktur annehmen.

Struktur einer Escadron Crabes

So besteht eine Escadron Crabes aus einem Peloton Hors Rang, darunter
- eine Groupe de Commandement, mit drei Crabes für dem P.C., Funk und Sanitäter,
- einer Groupe des services,
- einer Groupe de transport, ausgestattet mit fünf LKW
- einer Groupe d´échelon, ausgestattet mit einem Jeep und drei Crabes.

Und drei Pelotons de Crabes welche jeweils aus
- einer Groupe de Commandement, mit drei Crabes,
- drei Patrouilles mit jeweils zwei Crabes,
zusammen also auf neun Crabes und einer personellen Stärke von jeweils 1/4/28 pro Peloton kommen.

Insgesamt kommt eine Escadron auf etwa 34 Crabes und eine theoretische Stärke von 4/22/135, davon etwa 0/3/73 einheimische Cavaliers.

1950 - Sadec in Cochinchina (1° G.E.)

Im Februar 1950 wird schließlich auch die 6° Escadron des 1er R.E.C. aus Süd-Annam nach Cochinchina verlegt und der 1er G.E. du 1er R.E.C., bestehend aus der 1° Escadron und der 2° Escadron, angegliedert.
In Sadec, direkt am Mekong gelegen, richtet sich die 6° Escadron unter Capitaine Acker nun mit ihren Crabes ein.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Sadec (6,2 MB)

Nachdem die 1er G.E. du 1er R.E.C. im Jahr 1949 zahlreiche Verstecke der Vietminh in der Plaine des Joncs ausgehoben hat weichen diese nun auf die Region Tra Vinh und Soc Trang aus. Dort geraten zahlreiche Posten zunehmend unter Druck und bedürfen der Unterstützung.
Für die 6° Escadron bedeutet dies im Gefüge der 1er G.E. du 1er R.E.C. monatlich etwa vier bis fünf Operation, von jeweils drei oder vier Tagen in dieser Region.

Bereits im Januar 1950 kam es bei Tra Vinh zu einem schweren Gefecht für die 2° Escadron, bei dem die 1° Escadron unterstützend eingreifen kann.
40 Gefallene und 45 Gefangene müssen die Vietminh zurücklassen.

Mit Aktionen in der Region Tra Vinh geht es im Februar und März 1950 mit Beteiligung der 6° Escadron weiter, so in den Operationen Aromate und Trimor.

Den 01. April 1950 übernimmt Capitaine Bernard Gautier die Führung der 6° Escadron in Sadec.
Im April kommt es bei Operationen in der Region Tra Vinh zu schweren Gefechten, dabei trifft es aber hauptsächlich die 1° Escadron.

Die Operationen Potager, Primevère und Normandie, deren Ziel es ist, den Gegner aufzuspüren und zu vernichten, folgen.
Es kommt erneut zu Verlusten, im Juni 1950 für die 2° Escadron und im Juli 1950 bei der 1° Escadon.

Siehe dazu auch Operation Normandie.

Es folgen im September 1950 die Operation Trois Provinces, im Oktober die Operation Python, im November die Operationen Song Be und Cai Be, wobei zwei Crabes außer Gefecht gesetzt werden, und schließlich am 18. Dezember 1950 die Operation Neptune.

Es zeigt sich um Laufe des Jahres 1950, dass der Einsatz der Crabes für sich allein bei einem immer stärker werdenden Gegner sehr riskant sein kann. Man stellt daher Überlegungen an, die Crabes wieder mit mehr Infanterie zu begleiten, ohne dass sie dabei ihre Schnelligkeit verlieren.
Großer Nachteil der Crabes ist aber ihre begrenzte Kapazität beim Transport von Infanterie und der mangelnde Schutz der Besatzung.

Man plant daher den Einsatz der L.V.T. 4 Alligators und verlegt die ersten Maschinen umgehend nach Indochina. Diese werden jedoch ab November 1950 zunächst nur bei der 2° Escadron getestet.

Ihr Einsatz zeigt sich aber schnell so erfolgreich, dass bereits im Dezember 1950 die 14° Compagnie des IV/13e D.B.L.E. unter Capitaine Couze nach Sadec verlegt wird und die Rolle der Compagnie Portée der 6° Escadron auf den Alligators einnimmt.

Den 20. Dezember 1950 kommt es für die 6° Escadron bei Long Loc zu einem Gefecht. Maréchal des Logis Kusna Kolisnikyna, sowie die Legionäre Joseph Hogl, Henryk Sczigel und Gustav Tefke kommen dabei ums Leben.

Karte der Region Tra Vinh und Soc Trang im Mekong-Delta (5,7 MB)

1951 - Sadec in Cochinchina (1° G.E.)

Ab Anfang 1951 nimmt die 6° Escadron unter Capitaine Bernard Gautier im Gefüge der 1° G.E. du 1° R.E.C. an diversen weiteren Operationen teil.
Die drei Pelotons der 6° Escadron werden zu Beginn des Jahres von Lieutenant Marie De Laffon, Lieutenant Bernard De Fombelle und Adjudant Valente geführt.

Die Alligators werden nach und nach immer optimaler bei den Operationen eingebunden und genutzt.
Den Januar 1951 bleibt man zunächst in der Region Tra Vinh eingesetzt, dann soll ein abgestürzter Pilot in der Region Cai Lay geborgen werden.
Am 02. Februar 1951 ist die Operation Arabe in der Region Cau Khe zu nennen, an der sich u.a auch das IV/13e D.B.L.E. beteiligt.

Es folgt die Operation Abricot und vom 09. bis 11. März 1951, die Operation Pamplemousse in der Region Sadec, bei denen an die hundert Vietminh getötet werden.
Vom 23. bis 25. März 1951 beteiligt sich die 6° Escadron an der Operation Sapotille in der Region Vinh Xuan - Can Tho. Der Legionnaire Fritz Dorflinger zeichnet sich dabei aus, indem er mehrere gegnerische Waffen sichern kann.

Ab April 1951 folgen Operationen in der Plaine des Joncs, so Mangoustan in der Region Can Tho, Aquarium im Osten der Plaine, Orage in der Region Cai Be, Tourbillon I bis III und Igname am Canal Chrétien, sowie Ouragan am linken Ufer des Mekong.

Es geht weiter mit den Operationen Sapotille II, Jeanne d´Arc, Typhon, usw. Die Operationen der 1er G.E. du 1er R.E.C. seit der Führungsübernahme durch Chef d´Escadrons Colonna-Renucci werden daraufhin mit einer weiteren Citation a l´ordre de l´armée belohnt.

Die Tests mit der Beteiligung der Alligators an den Operationen sind derweil bei allen Escadrons erfolgreich abgeschlossen, so dass diese fest in die Struktur der 1er G.E. du 1er R.E.C. aufgenommen werden.
Eine Reorganisation der 1er G.E. du 1er R.E.C. wird daher erforderlich und tritt ab 01. September 1951 in Kraft.

1951 - 1° Groupement Autonome du 1° R.E.C.

1° G.A. du 1° R.E.C.

Die 1° G.E. du 1° R.E.C. wird nun zum
1° Groupement Autonome du 1° R.E.C.

Die Führung des 1° G.A. du 1° R.E.C. übernimmt Chef d´Escadrons Bonnot.
Sein P.C. befindet sich in Sadec bei der 6° Escadron.

Jede der drei Escadrons des 1° G.A. du 1° R.E.C. bildet zusammen mit einer Compagnie Portée auf Alligators ein Sous-Groupement Amphibie (S.G.A.).

Die 6° Escadron bildet mit ihrer Compagnie Portée das 3° Sous-Groupement Amphibie. Das 3° S.G.A. wird ab 18. September 1951 von Capitaine Coquelet geführt.
Er hat Capitaine Gautier abgelöst, welcher nach Tonkin versetzt und mit dem Aufbau des 2° G.A. du 1° R.E.C. betraut wurde.

Neben dem Commandement des 3° Sous-Groupement Amphibie besteht dieses aus einem Peloton Hors Rang und drei Pelotons zu je 8 Crabes.
Das Peloton L.V.T. besteht aus zwei Alligators d´appui, bestückt mit 75mm Howitzers, und aus sechs Alligators de transport, auf welche sich die drei Sections der Compagnie Portée unter Capitaine Couze verteilen.

Insgesamt kommt ein S.G.A. damit auf eine theoretische personelle Stärke von 6/28/341, davon 0/8/217 einheimische Cavaliers.
Vom Material her hat ein S.G.A. insgesamt 30 Crabes und 8 Alligators.

1951 - Sadec in Cochinchina (3° S.G.A.)

In der neuen Struktur des 1er G.A. du 1er R.E.C. geht es in die letzten Operationen des Jahres 1951.

Die 6° Escadron beteiligt sich im 3e Sous-Groupement Amphibie im November 1951 an einer Operation in der Region Tra Xat, sowie an der Operation Malaga in der Region Nha Man.

Im Dezember 1951 geht es in die Plaine des Joncs. So in der Operation Bourrasque vom 05. bis zum 07. Dezember 1951, der Operation Canal II vom 13. bis zum 17. Dezember 1951 und der Operation Noel vom 28. bis zum 29. Dezember 1951.
In diesen letzten Operationen stößt man nur auf wenige Vietminh. Insgesamt zwei Vietminh werden getötet und 21 Gefangene gemacht, bei einem eigenen Toten und fünf Verletzten im 1er G.A. du 1er R.E.C.
Unter den Verletzten der 6° Escadron ist der Brigadier Fritz Dorflinger, welcher nach seiner Genesung zum Maréchal des Logis befördert wird.

1952 - Sadec in Cochinchina (3° S.G.A.)

Im 3e Sous-Groupement Amphibie des 1er G.A. du 1er R.E.C. geht es für die 6° Escadron in die ersten Operationen des Jahres 1952.

Das Jahr beginnt mit einer Operation am 07. Januar 1952 in der Region Hac Bat und Bac Trong. Es folgen am 10. und 11. Januar 1951 die Operation Marronier II nördlich des Kanals Tra Cu und die Operation Hélice bei Traon.
Am 17. Januar 1952 geht es in einer Operation in die Region Tra Vinh. Es folgt bis zum 23. Januar 1952 die Operation Tempête nahe Rach Gia. Eine letzte Operation in der Region Tra Vinh wird am 23. Januar 1952 durchgeführt.
In der monatlichen Bilanz des 1er G.A. du 1er R.E.C. stehen sechs getötete und 57 gefangene Vietminh bei keinen eigenen Verlusten.

Im Februar 1952 sind zwei Operationen bekannt. So die Operation Palmier II den 13. und Februar 1952 in der Region Kinh Bo Bo am östlichen Rand der Plaine des Joncs und vom 20. bis 28. Februar 1952 die Operation Tourbillon IV, ebenfalls in der Plaine des Joncs.
Bei den Operationen werden 12 getötete und 40 gefangene Vietminh gezählt. Die 1er G.A. du 1er R.E.C. musste drei Tote und 17 Verletzte hinnehmen.

Vom 17. bis 23. März 1952 beteiligt sich die 1er G.A. du 1er R.E.C. an der Operation Agrément, bei der die Compagnies Portées der 1° Escadron und der 6° Escadron ein Bataillon de Marche formieren. Es zeigt sich aber, dass man die Sous-Groupements Amphibies besser nicht trennt.
Vom 25. März bis 02. April 1952 in der Operation Poivre und später in der Operation Carrelet zeigt das Peleton L.V.T. der 1° Escadron in isolierten Aktionen, welche Möglichkeiten die Alligators bei Landungsmanövern bieten. Aber auch hier resumiert man, dass das Peleton L.V.T. in seinem Sous-Groupement Amphibie besser arbeitet.
Die insgesamt 34 Gefangenen der Operationen werden mit zwölf verletzten Legionären bezahlt.

Im April 1952 beteiligt sich die 1er G.A. du 1er R.E.C. wieder an großen Operationen in der Plaine des Joncs.
Es beginnt mit der Operation Printemps vom 28. März bis zum 02. April 1952 in der Region des Vaico Occidental in der mit einem großen Infanterieaufgebot einige Lager der Vietminh aufgestöbert werden können.
Es folgt vom 10. bis zum 17. April 1952 die Operation Lagrange an dem gleichnamigen Kanal, wo weitere Lager zerstört werden, welche aber vermint sind und Opfer fordern.
Und es endet mit der Operation Cai Cai, welche vom 22. bis zm 25. April 1952 in der Region nördlich von Binh Than und am Rach Cai Cai durchgeführt wird.
Der Monat endet mit drei getöteten und 55 verletzten Legionären.

Insgesamt zeigt sich aber, dass die Aktivität der Vietminh aus der Plaine des Joncs heraus deutlich zurückgegangen ist.
Sie erfordert zwar die weitere Präsenz von amphibischen Einheiten vor Ort, diese können aber deutlich ausgedünnt werden.
So wird bereits im Mai 1952 ein erste Abordnung des 1er G.A. du 1er R.E.C. zur Unterstützung nach Zentral-Annam entsandt, während sich die Einsätze in der Plaine des Joncs in der Operation Eole vom 10. bis zum 18. Mai 1952 fortsetzen. Es werden vier Vietminh getötet und 51 Vietminh gefangen genommen.

Die vorerst letzten gemeinsamen Operationen des 1er G.A. du 1er R.E.C. unter den Namen Zéphyr und Tourbillon VII finden im Juni 1952 in der Plaine des Joncs statt.
Erneut werden 17 Vietminh getötet und 25 Gefangene gemacht.

Juli bis Sept. 1952 - Zentral-Annam (3° S.G.A.)

Im Juli 1952 wird schließlich das 1er G.A. du 1er R.E.C. für einige Operationen dem Commandant der F.T.C.V. unterstellt. Das Regiment 101 der Vietminh richtet dort großen Schaden an und soll vernichtet werden.

Das 1er und das 3e Sous-Groupement Amphibie werden mit den L.V.T. des 2e Sous-Groupement Amphibie nach Zentral-Annam verschifft.
Die 2° Escadron des 2e S.G.A. bleibt als letzte Einheit des 1er G.A. du 1er R.E.C. zunächst noch allein in Cochinchina zurück.

Das 1er und das 3e S.G.A. erreichen Tourane am 08. Juli 1952 und gehen dort von Bord.
Sie werden umgehend in Operationen eingebunden, so zunächst die Operation Quadrille vom 08. bis 26. Juli 1952 in der Region Phu Vang, nordöstlich von Hue.
In der Operation werden 36 Vietminh getötet.

Es folgen die Operationen Nathalie und Vaugirard auf der Ile Solange. Dann die Operationen Nicole I und II in der Region von Tourane.

In der Operation Sauterelle, vom 25. bis zum 29. August 1952 in der Küstenregion zwischen Hue und Quang Tri, zeichnen sich das 1er und das 3e Sous-Groupement Amphibie besonders aus.
In der Großoperation, an der u.a. auch das III/5e R.E.I. und das III/13e D.B.L.E. beteiligt sind, werden insgesamt 107 Vietminh getötet und 420 Vietminh gefangen genommen.

Es folgt dann in der gleichen Besetzung vom 04. bis 06. September 1952 die Operation Caiman.
Abermals kann man in der Küstenregion zwischen Hue und Quang Tri, diesmal bei Thanh Huong, den Gegner stellen und schwere Verluste zufügen.
Am Ende der Operation Caiman ist das Regiment 101 mit 600 Toten und 1400 Gefangenen endgültig vernichtet.

Ende September 1952 geht es dann für die beiden S.G.A. des 1er G.A. du 1er R.E.C. wieder zurück nach Cochinchina.

Karte der Region Hué bis nach Quang Tri (6,4 MB)

September bis Okt. 1952 - Cochinchina (3° S.G.A.)

Im September 1952 ist das 1er G.A. du 1er R.E.C. schließlich wieder komplett in Cochinchina.
Den 25. September 1952 wird Lieutenant-Colonel Bonnot als Commandant des 1er G.A. du 1er R.E.C. von Chef d´Escadrons Debray abgelöst.

Unter seiner Führung findet am 01. Oktober 1952 eine Reorganisation innerhalb der Sous-Groupements Amphibies statt.
Zum einen werden die Pelotons L.V.T. nun nicht mehr den Escadrons angegliedert, sondern bekommen eine eigenständige Rolle im S.G.A.
Zum anderen übernehmen die Führer der Escadrons nun nicht mehr gleichzeitig die Funktion des Commandant des S.G.A., sondern dieser Posten wird separat besetzt.

Im 3e Sous-Groupement Amphibie hat dies zur Folge, dass Capitaine Coquelet die Führung des S.G.A. behält, aber an der Spitze der 6° Escadron durch Lieutenant Neumann abgelöst wird.

Alle drei S.G.A. beteiligen sich dann vom 21. bis zum 31. Oktober 1952 an der Hilfe der Bevölkerung von Ben Cat. Der Ort wurde durch einen Taifun schwer zerstört.

Es wird dann eine letzte Operation unter dem Namen Samba in der Region Tra Vinh unternommen.

Damit endet die große Zeit des 1er G.A. du 1er R.E.C. und der Crabes in Cochinchina.
Die Hauptlast des Konflikts spielt sich in Tonkin ab und so wird auch das 1er G.A. du 1er R.E.C. im November 1952 nach dort verlegt und den F.T.N.V. unterstellt.

November bis Dezember 1952 - Tonkin (3° S.G.A.)

Am 26. November 1952 geht das 1er G.A. du 1er R.E.C. unter Chef d´Escadrons Debray in Haiphong von Bord.
Von dort aus geht es bis zum 08. Dezember 1952 nach Nam Dinh im Süden des Deltas.

Den Dezember 1952 beteiligt sich das 1er G.A. du 1er R.E.C. an den ersten Operationen im südlichen Delta, so an der Operation Bretagne, an der auch das I/2e R.E.I. und das II/13e D.B.L.E. teilnehmen.
Im Anschluß folgen einige einzelne Aktionen gegen die ins südliche Delta infiltrierten Bataillone der Vietminh.

Noch am 31. Dezember 1952 verlegt das 1er G.A. du 1er R.E.C. in der Region zwischen Nam Dinh, Phu Ly und Ninh Binh, um einzelne isolierte Posten zu versorgen.

Karte des südlichen Tonkin mit Nam Dinh, Thai Binh und Ninh Binh (6,1 MB)

Januar bis April 1953 - Tonkin-Delta (3° S.G.A.)

Im Januar 1953 setzen sich die massiven Anstrengungen im südlichen Delta fort.

Am 06. Januar 1953 beteiligen sich das 1er Groupement Autonome du 1er R.E.C. und das 2e Groupement Autonome du 1er R.E.C. an einer Operation auf das Dorf Don Thu.
Das 2e G.A. du 1er R.E.C. zeichnet sich den Folgetag bei der Einnahme des Dorfes Phung Thon aus.

Vom 16. bis zum 24. Januar 1953 folgt die Operation Artois in der Region östlich von Thai Binh, an der auch das II/13e D.B.L.E., das III/13e D.B.L.E. und das I/2e R.E.I. teilnehmen.

Daran schließt sich vom 26. Januar bis zum 06. Februar 1953 die Operation Normandie in der Region nordöstlich von Hung Yen über dem Canal de Bambous an, an der wieder das II/13e D.B.L.E. und das I/2e R.E.I. teilnehmen.

Es folgt für das 1er G.A. du 1er R.E.C. und das 2e G.A. du 1er R.E.C. vom 05. bis zum 07. März 1953 die Operation Nemesis.
Und dann vom 27. März bis 04. April 1953 die Operation Hautes-Alpes. An der Operation nahe der Grenze zur Provinz Than Hoa sind u.a. wieder das I/2e R.E.I. und das II/13e D.B.L.E. beteiligt.

Mit dieser Operation endet die Abordnung des 1er G.A. du 1er R.E.C. nach Tonkin.
Am 07. April 1953 besteigt man in Haiphong das L.S.T. Golo und die France, welche das 1er G.A. du 1er R.E.C. zunächst nach Tourane in Zentral-Annam bringen.

April 1953 - 1° Groupement Amphibie du 1° R.E.C.

1° G.A. du 1° R.E.C.

Grund für die Verlegung des 1er G.A. du 1er R.E.C. nach Zentral-Annam war eine massive Reorganisation des 1er R.E.C. zum 01. April 1953.

Das 1er und das 2e Groupement Autonome werden zum 1er und 2e Groupement Amphibie (G.A.) umbenannt.

Die bisherigen Sous-Groupements Amphibies werden zu Groupes d´Escadrons Amphibies (G.E.A.).

Das 3e Sous-Groupement Amphibie, dem die 6° Escadron seit 1951 angehörte, wird somit nun zur 3e Groupe d´Escadrons Amphibies.

Eine G.E.A. besteht wie bisher zum einen aus der Escadron de Crabes. Aber aus dem Peloton L.V.T. und der Compagnie Portée wird nun eine eigene Escadron d´Alligators.

Gleichzeitig wird eine Namensänderung durchgeführt. Die bisherige 6° Escadron wird nun zur 3° Escadron umbenannt.
Die Führung der neuen 3° Escadron behält Lieutenant Neumann. Das Peloton L.V.T. und die Compagnie Portée werden nun zur eigenständigen 13° Escadron, unter der Führung von Lieutenant Vonderheyden.

Die 3e G.E.A. gehört wie bisher zum 1er G.A. du 1er R.E.C. Der Sitz der 3e G.E.A., welche nun von Capitaine De Nedde übernommen wird, wird zukünftig in Tourane aufgeschlagen.

Karte von Tourane mit dem Col De Nuages im Norden (5,1 MB)

Siehe nun 3° Escadron > April bis Oktober 1953 - Zentral-Annam (3° G.E.A.) ff.

April 1953 - Hue in Zentral-Annam

Barettabzeichen

lokal gefertigt

Die ehemalige 3° Escadron von Capitaine Roquemaurel aus Hue wird nun am 01. April 1953 zur 6° Escadron umbenannt.

In der neuen 6° Escadron kommt es zu weiteren Veränderungen.
Die zwei Pelotons d´A.M. M8, bestehend aus jeweils drei A.M. M8, zwei Half-Tracks und einem Char Obusier M8 werden aufgeteilt.
Unter der Führung von Lieutenant Piaton und Adjudant-Chef Schuler werden die A.M. M8 für die neu aufzustellende 9° Escadron nach Laos verlegt.

Der Rest der zwei Pelotons und die zwei Pelotons de chars légers, bestehend aus jeweils drei M5 Stuart Panzern, zwei Half-Tracks und einem Char Obusier M8. verlegen ihr Quartier nun von Hue nach Dong Ha.

Lediglich der Peloton de vedettes blindées verbleibt in Hue und setzt dort seine Arbeit auf den Wasserwegen der Region fort.
Zudem verbleibt die Besetzung des Train Blindé 1 zunächst weiter bei der 6° Escadron.

Karte der Region Hué mit Quang Tri und Dong Ha (6,4 MB)

Mai bis Dezember 1953 - Dong Ha in Zentral-Annam

In Dong Ha schlägt die 6° Escadron ihr neues Quartier auf. Dong Ha liegt 15km nördlich von Quang Tri am Bo Dien-Fluss, und strategisch wichtig, direkt an der Einmündung der R.C. 9 auf die R.C. 1.

In Dong Ha bildet sich durch den Verlust der A.M. M8 eine neue Struktur in der 6° Escadron.
Es werden vier Pelotons gebildet, bestehend aus jeweils drei M5 Chars légers, zwei Chars obusiers M8 und zwei Half-Tracks.

Von Dong Ha aus beteiligt sich 6° Escadron nun an diversen Operationen, oft in Zusammenarbeit mit der 4° Escadron aus Quang Tri.

Panzer der 6° Escadron im Einsatz

Foto von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.


Dazu gehörigen die regelmäßigen Straßenöffnungen und der Schutz der Konvois, sowie die Unterstützung einzelner Posten, aber auch größere Operationen, welche auch zusammen mit den amphibischen Escadrons des 1er G.A. durchgeführt werden

So im Juni 1953 die Operation Tamatave in der Region Dong Ha und die Operation Lille in der Region Quang Tri.

Weiterhin ist insbesondere vom 27. Juli bis zum 10. August 1953 die Operation Camargue zu nennen, eine Großoperation gegen das Regiment 95 in den Dünen zwischen Quang Tri und Hue.

Karte der Region Hué mit Quang Tri und Dong Ha (6,4 MB)

Januar 1954 - Nha Trang

Bereits im Januar 1954 verlässt die 6° Escadron ihr Quartier in Dong Ha und verlegt per Zug zunächst nach Tourane.

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Fotos von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.

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Von dort geht es auf dem Seeweg weiter nach Nha Trang in Süd-Annam. Man bereitet sich dort auf die Teilnahme an der Operation Atlante vor.
Eine Großoperation, welche in mehreren Phasen das Ziel hat, die etwa 300km lange Küstenzone zwischen Zentral-Annam und Süd-Annam zu besetzen und unter französische Kontrolle zu bringen.

Karte der Region Nha Trang (6,6 MB)

Januar bis Juli 1954 - Operation Atlante

Die 6° Escadron wird der G.M. 10 unterstellt und stößt mit den Kräften der G.M. 10 ab 20. Januar 1954 über den Col de Babonneau am Cap Varella, den nördlichsten Punkt Süd-Annams, in Richtung der Ebene von Tuy Hoa vor.

Über Phu Khe wird der Brückenkopf von Tuy Hoa, welcher am 20. Januar 1954 in einer Landungsoperation (u.a. durch das 2e B.E.P.) eingenommen worden war, am 27. Januar 1954 ohne nennenswerten Widerstand erreicht.

Im Februar 1954 unterstützt die 6° Escadron zunächst noch die Kräfte in und um Tuy Hoa.

Operation Atlante

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Fotos von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.

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Ab 21. Februar 1954 beteiligt sich die 6° Escadron als Teil der G.M. 10 am weiteren Vorstoß entlang der R.C. 1 in Richtung Norden.
Während die Infanterie am 24. Februar 1954 bis in das Delta des Song Cai vorstoßen kann, kommt die 6° Escadron auf der R.C. 1 nur langsam vorwärts, da die Straße massiv sabotiert wurde.

Es werden neue Brückenköpfe in My Phu und Phu My gebildet. Von dort aus geht es ab 02. März 1954 für die 6° Escadron in der G.M. 10 auf der R.C. 1 weiter in Richtung Qui Nhon.
Nur ein Peloton der 6° Escadron wird zur G.M. 41 abgeordnet und unterstützt diese in der Region La Hai.

Planmäßig wird bis zum 12. März 1954 der Col du Cu Mong, südlich von Qui Nhon erreicht.
Als das 1er G.A. du 1er R.E.C. am Morgen des 13. März 1954 vor Qui Nhon landet, stößt auch die G.M. 10 auf Qui Nhon vor.
Gegen geringen Widerstand wird in den nächsten Tagen die Gegend um Qui Nhon gesäubert und dort eine Basis ausgebaut.

Qui Nhon

Ein Peloton der 6° Escadron

Foto von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.


Bis in den April 1954 setzen sich die Aktionen des 1er G.A. du 1er R.E.C. um Qui Nhon und in die Ebene von Binh Dinh fort. Die 6° Escadron unterstützt dabei sporadisch, z.B. am 13. April 1954.

Unterdessen werden die südlichen Küstenregionen Süd-Annams immer verstärkter zum Ziel des Gegners.
Im April wird daher der 3e Peloton der 6° Escadron nach Phan Thiet verlegt.

Qui Nhon

Ein Peloton der 6° Escadron

Foto von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.


Während die G.M. 10 nach dem Fall von Diên Biên Phú im Mai 1954 Qui Nhon verlässt, bleibt der Rest der 6° Escadron vor Ort und beteiligt sich weiter an den Operationen.
Hervorzuheben ist dabei ein erfolgreiches Gefecht am 26. Mai 1954 in der Gegend zwischen dem Song Tac und dem Nui Hon Cha.

Im Juni bleibt es zunächst ruhig, doch am 15. Juni 1954 fällt eine Einheit Alligators in das Feuer von zwei gegenerischen Kompanien.
Die 6° Escadron kann erfolgreich unterstützen und die Gegner in die Flucht schlagen. 20 Vietminh werden dabei getötet.
Am 18. Juni 1954 gerät eine Infanteriekompanie am Nui Tray Ba Ly in Bedrängnis. Auch hier kann die 6° Escadron erfolgreich eingreifen. Doch ein Panzer des 1er Peloton wird stark beschädigt und die Besatzung verletzt.

Zu einer letzten größeren Operation mit Beteiligung der 6° Escadron kommt es am 01. Juli 1954. Zwei Sections der Vietminh werden dabei stark dezimiert.

Pause nach einem Einsatz

Foto von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.


Zwar gibt es im Juli 1954 noch kleinere Gefecht um Qui Nhon, doch langsam bereitet man sich nun schon auf den bevorstehenden Eintritt des Waffenstillstands und die damit verbundene Räumung von Qui Nhon vor, welche ab 20. Juli 1954 beginnt.

Karte der Region Tuy Hoa bis Qui Nhon (6,3 MB)

Januar bis Juli 1954 - Hue

In der Zwischenzeit blieb der Peloton de vedettes blindées der 6° Escadron auch im Jahr 1954 unter der Führung von Lieutenant Apouey weiter im Fort Japonais Tai Dong Ha bei Hue stationiert.

Peloton de vedettes blindées

Foto von Ludwig H., 6° Escadron/1er R.E.C.


Vom Rest der 6° Escadron seit 1953 getrennt, hat der Peloton de vedettes blindées seine unablässigen Patrouillenfahrten zu Tag- und Nachtzeiten in der Region Hue fortgesetzt.
Zum Patrouillenbereich zählten neben dem Song Hue und seiner Nebenarme auch die weitläufigen Lagunen, sowie die Küstenbereich des offenen Meeres.

Lt. Apouey beim Test einer 57mm sans recul

Foto von Ludwig H., 6° Escadron/1er R.E.C. (rechts)


Am 28. Juli 1954 kommt es zu einem großen Drama beim Peloton de vedettes blindées.
Durch den Verrat von vier Einheimischen dringt ein Rebellenkommando in die Unterkunft ein und ermordet Lieutenant Apouey und sämtliche europäischen Legionäre.
Die Waffen werden entwendet, die Boote werden sabotiert und auch die Unterkunft wird stark zerstört.

Der Peloton de vedettes blindées der 6° Escadron ist damit vernichtet.

Die Gräber von Ludwig H. und seinen Kameraden

Foto von Ludwig H., 6° Escadron/1er R.E.C.


Die gefallenen Legionäre werden auf dem Friedhof Nam Giao in Hue bestattet. Unter ihnen ist auch der deutsche Brigadier-Chef Ludwig H., von dem die hier gezeigten Fotos stammen.
Ihr Leben fand ein tragisches Ende, nur drei Tage vor dem Eintritt des Waffenstillstands.

Karte der Region Hué mit Quang Tri und Dong Ha (6,4 MB)

August 1954 bis Februar 1955 - Saigon

Nach dem Eintritt des Waffenstillstands in Annam am 01. August 1954 verlegt die 6° Escadron von Qui Nhon direkt nach Saigon, wo der zukünftige Sitz des 1er R.E.C. gebildet werden soll.

Ein Char Obusier wird verladen

Foto von Karl-Heinz N., 6° Escadron/1° R.E.C.


In Saigon ist die 6° Escadron unter der Führung von Capitaine Georges De Geyer D´Orth zunächst mit dem Ausbau des Camp Chanson beschäftigt, welches bald auch den Rest des 1er R.E.C. aufnehmen soll.
Auch der 3e Peloton stößt aus Phan Thiet über Nha Trang wieder zum Rest der 6° Escadron.

Zum Schutz der Bevölkerung ist die 6° Escadron zudem in ständiger Alarmbereitschaft, wird aber nie wirklich eingesetzt
Mit Manövern vergeht die Zeit bis zum Ende des Jahres 1954 und darüber hinaus bis in das Jahr 1955 hinein.

Nachdem bereits die 7° Escadron aufgelöst wurde, dünnen auch die anderen Escadrons des 1er R.E.C., so auch die 6° Escadron, ihr Personal aus.
Die Einheimischen werden vor die Wahl gestellt, ihre Einheiten zu verlassen und in die vietnamesische Armee zu gehen oder als Legionäre zu engagieren.

Zum 01. März 1955 wird die 6° Escadron schließlich wieder zur 3° Escadron umbenannt.

Siehe nun 3° Escadron > März bis Dezember 1955 - Saigon ff.

März bis Dezember 1955 - Saigon

Zum 01. März 1955 wird gleichzeitig die ehemalige 9° Escadron von Capitaine Masson-Regnault zur neuen 6° Escadron umbenannt.

Die 6° Escadron wird als Eingreifreserve in Saigon bereitgehalten. Sie ist unterteilt in drei Pelotons aus jeweils fünf A.M. M8, zwei Scout Cars und M8 Chars Obusiers.

Doch diese Einteilung bleibt nicht lange bestehen. Nachdem die 6° Escadron im Laufe des Jahre von Capitaine Marceau übernommen wurde, gibt sie im September 1955 ihr Material und einen Teil seines Personals an die 5° Escadron ab. Capitaine Marceau wechselt zur 7° Escadron.

Die 6° Escadron wird zum 01. Oktober 1955 unter der Führung von Lieutenant Beloin zu einer Escadron Porté und mit LKW der Marken Dodge und GMC ausgestattet.

Aber auch diese Umstrukturierung ist kurzlebig, denn zum 15. Dezember 1955 wird die 6° Escadron endgültig aufgelöst.