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26° Bataillon du Génie

1952 - Saigon in Cochinchina

Abzeichen

26° Bataillon du Génie

Am 01. Oktober 1952 wird das 26e Bataillon du Génie unter Chef de Bataillon Bourgeois in Saigon aufgestellt.

Es setzt sich hauptsächlich aus der aufgelösten 16° C.E.G. zusammen und wird auch als 26e Bataillon d´Entretien du Génie bezeichnet.

Das 26° B.G. besteht aus drei Kompanien. Einer
Compagnie de Commandement et des Services (26/1),
einer Compagnie de Travaux (26/2) unter Capitaine Baumann in welcher zahlreiche Legionäre vertreten sind und der Compagnie Parc et Ateliers (26/3).

Nachdem das 26° B.G. zunächst seine eigenen Unterkünfte ausbauen muss, setzt es die Arbeiten und Aufgaben der 16° C.E.G. fort.

Einer der ersten Einsätze erfolgt 1952 im Rahmen der Operation Clairière.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Bien Hoa und Ba Ria (6,2 MB)

1953 - Cochinchina und Kambodscha

Die Abordnungen des 26° B.G. sind bald auf diverse Baustellen anzutreffen. So über Hanh Thong Thay, Bien Hoa und Dau Tieng bis Ban Me Thuot im Hochland und Phnom Penh in Kambodscha.

Karte der Region Tay Ninh mit Dau Tieng (5,5 MB)

Sie unterstützen mit ihren schweren Maschinen vorwiegend bei den Erdarbeiten, sei es beim Bau von Flugpisten, Straßen oder Kasernen und Depots.
Das 26° B.G. ist 1953 zudem bei der Reparatur der Bahnstrecke von Saigon nach Loc Ninh und am Ausbau einer Straße in der Region Damber in Kambodscha eingesetzt.

Karte des südlichen Hochland mit Loc Ninh (6,2 MB)

Abordnungen des 26° B.G. sind 1953 auch an zahlreichen Operationen beteiligt. So zunächst an der Operation Armagnac und an der Operation Jura, die von Februar bis April 1953 stattfindet.

Operation Jura



In der Operation Jura gilt es für das 26° B.G., die Straßenverbindung zwischen Long Thanh und Ba Ria wieder herzustellen.
Nach dem Einsatz der Kampftruppen, kümmern sich die Pioniere um den Ausbau des 40 km langen Teilstücks der Route Coloniale 15.
Auch im weiteren Verlauf des Jahres 1953 ist das 26° B.G. mit dem Ausbau der Route Coloniale 15 von Saigon nach Cap Saint-Jacques beschäftigt.

Es folgen im Sommer 1953 die Beteiligungen an der Operation Béarn und der Operation Drôme.

Transporte werden u.a. im Dezember 1953 bis nach Savannakhet in Laos zum Ausbau der Flugpiste von Seno unternommen.

Am Ende des Jahres 1953 stehen auf der Bilanz des 26° B.G. über 4.600.000 qm gerodete und 400.000 qm nivellierte Flächen.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Bien Hoa und Ba Ria (6,2 MB)

1954 - Cochinchina, Kambodscha und Annam

Ab Februar 1954 bestimmt die Beteiligung an der Operation Atlante die Arbeit des 26° B.G., inbesondere der 26/2.
In der Operation soll die Region Qui Nhon, zwischen Süd- und Zentral-Annam wieder unter französische Kontrolle gebracht werden.

Im Rahmen der Operation Atlante sind drei Abordnungen des 26° B.G. in Richtung Qui Nhon eingesetzt. Eine von Nha Trang aus unter der Führung von Sergent-Chef Zandonai, eine von Ban Me Thuot aus unter Lieutenant Michelix und eine über Pleiku und An Khe unter Lieutenant André.
Letztere Abordnung fällt in einem Konvoi auf der Route Coloniale 19 bei PK14 in einen Hinterhalt, kann sich aber mit Hilfe der Luftwaffe erfolgreich aus der Affäre ziehen und sogar Gefangene machen.

Während der Operation Atlante ist das 26° B.G. im Jahre 1954 mit zahlreichen Arbeiten an Straßen und zu erstellenden Flugplätzen beschäftigt.
Die Abordnungen des 26° B.G. findet man an der R.P. 7, der R.P. 21, der R.C. 1, der R.L. 7 und direkt in Qui Nhon.
Ganze 413.500 qbm Erde müssen bei den Arbeiten bewegt werden, 2.724.00 qm müssen nivelliert werden und 740.000 qm gerodet werden.

Nach dem Fall von Diên Biên Phú wird die Region Qui Nhon aber wieder aufgegeben. Das 26° B.G. beteiligt sich an der Zerstörung der frisch errichteten Stellungen usw. und verlässt dann die Region.

Karte der Region Qui Nhon mit Pleiku und An Khe (6,3 MB)

Neben der Operation Atlante werden 1954 aber auch die üblichen Aufgaben wahrgenommen.
So übernimmt die 26/1 ab März 1954 die Ausbildung vietnamesischer Pioniere in einem eigens dafür eingerichteten Zentrum in Saigon.
Transporte werden unternommen, wie im April 1954 bis nach Battambang in Kambodscha.
Und im Juni 1954 hilft das 26° B.G. in Nha Trang bei der Errichtung der die vietnamesischen Ecole de l´Air.

Nach dem Waffenstillstand im Juli 1954 wird das 26° B.G. zunächst wieder in Saigon zusammen geführt.

Doch bald darauf wird eine Abordnung des Transit des 26° B.G. nach Tourane in Zentral-Annam verlegt.
Dort trifft das komplette Material aus dem evakuierten Tonkin ein. Über 150.000 t Material werden empfangen und weiter geleitet.

Weihnachtskarte des 26° Bataillon du Génie

aus der Sammlung von L.G.


Das 26° B.G. kümmert sich auch um die zahlreichen Flüchtlinge aus Tonkin.
Es werden Unterkünfte errichtet, wie das Nung Camp in Song Mao und die Flüchtlingslager in Tanh Tuy Ha und Phu To.

Karte von Tourane mit dem Col De Nuages im Norden (5,1 MB)

1955 bis 1956 - Saigon

Auch im Jahr 1955 setzt das 26° B.G. seine Arbeiten noch fort. Es steht zu diesem Zeitpunkt unter der Führung von Chef de Bataillon Laffon und Capitaine Valent.

Den 15. Januar 1955 wird die 26/2 für ihre gezeigten Leistungen a l´ordre de l´armée ausgezeichnet.
Die 26/2, mit dem größten Anteil an Legionären, wird zu diesem Zeitpunkt von Capitaine Métayer geleitet.

Camerone 1955

Einladung zur Feier am 30. April 1955


Am 30. April 1955 feiert das 26° B.G. unter Chef de Bataillon Perdu im Quartier Virgile in Saigon das Camerone-Fest.

Erst ab 1956 löst sich das 26° B.G. in Saigon langsam auf. Am 15. März 1956 wird das 26° B.G. schließlich offiziell aufgelöst.
Den gleichen Tag besteigen zahlreiche Legionäre des 26° B.G. die Pasteur und treten zusammen mit dem II/5° R.E.I. die Heimreise an.