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1° Compagnie Mixte De Mortiers de L.E.

1953 - Compagnie de Mortiers Lourds de L.E.

Beim II/3° R.E.I. wird ab 25. März 1953 die Companie de Mortiers Lourds de Légion Étrangère aufgestellt.
Die Mörserkompanie soll das II/3° R.E.I. bei dem Vorstoß der Vietminh in der Plaine des Jarres in Laos unterstützen.

Das Personal rekruiert sich sowohl aus dem 3° R.E.I., als aus einem frischen Renfort von Legionären, unter denen sich auch die Legionäre Otto Hadamek und Werner Stich befinden.

Unterteilt ist die C.M.L.L.E. in zwei Sections, auf die sich die acht 120mm Mörser des Herstellers Brandt, Mod. 1949, verteilen.

1953 bis 1954 - Plaine des Jarres in Laos

Kaum einsatzbereit, wird die C.M.L.L.E. in der Plaine des Jarres in Laos eingesetzt.
Sie beteiligt sich dort am Ausbau der Stellungen, sowie an den Operationen.

Zum 01. Juni 1953 wird die C.M.L.L.E. zur 1° Compagnie Mixte de Mortiers Lourds de Légion Étrangère umbenannt.
Die Bezeichnung Mixte kommt aufgrund des Anteils von Einheimischen in der Compagnie hinzu.

Doch auch diese Bezeichnung wird wieder verändert, aus Mortiers Lourds wird einfach Mortiers.
Bereits am 01. September 1953 wird die 1° C.M.M.L.L.E. zur 1° Compagnie Mixte de Mortiers de Légion Étrangère umbenannt.

Die ersten drei Monate des Jahres 1954 setzt sich der Einsatz der 1° C.M.M.L.E. in Laos noch fort.
Dann folgt die 1° C.M.M.L.E. der C.C.R. des 3° R.E.I. und dem III/3° R.E.I. nach Diên Biên Phú.

Karte von Nord-Laos mit Xieng Khouang und der Paine des Jarres (6,8 MB)

März bis Mai 1954 - Dien Bien Phu

Dien Bien Phu

Am 09. März 1954 werden zwei Sections der 1° C.M.M.L.E. nach Diên Biên Phú eingeflogen.
Dort ist bereits seit Ende 1953 auch die 2° C.M.M.L.E. des 5° R.E.I. in Stellung.

Die Führung der Abordnung übernimmt Lieutenant Pierre Poirier, die zweite Section wird von Lieutenant Réne Colcy geführt.
Zunächst sind die Geschütze der 1° C.M.M.L.E. komplett auf Claudine, im Zentrum von Diên Biên Phú, stationiert, während die anderen Einheiten des 3° R.E.I. den P.A. Isabelle besetzt haben.

Karte der Region um Dien Bien Phu (6,7 MB)

Kaum sind die Geschütze einsatzbereit, leistet die 1° C.M.M.L.E. ihren Beitrag bei der Unterstützung der Abwehrkämpfe am 13. März 1954 auf Beatrice und am 14. März 1954 auf Gabrielle.

Am 15. März 1954 räumt die geschwächte Section der 1° C.E.P.M.L. ihre Position auf Dominique 2. Da aber weiter eine Mörserkompanie auf den Dominiques verbleiben soll, wird nun eine Section der 1° C.M.M.L.E. unter Lieutenant Colcy auf Dominique 1 verlegt.
Den 16. März 1954 fällt der Legionnaire Adolf Wesler aus der 1° C.M.M.L.E.

Er ist nur einer von vielen Opfern, denn der P.A. Dominique 1 wird am Abend des 30. März 1954 in Vorbereitung des Angriffs durch die Artillerie der Vietminh heftig beschossen.
Die Section der 1° C.M.M.L.E. erleidet bereits durch den Beschuss die ersten Verluste, bevor sie sich an der Verteidigung überhaupt beteiligen kann. Die algerischen Schützen auf Dominique 1, unterstützt von einer Compagnie des 5° B.P.V.N., und den Legionären der 1° C.M.M.L.E. können den Hügel aber nicht halten.
Um 21:50 Uhr besteht kein Funkkontakt mehr zu Dominique 1, der Hügel ist gefallen. Die Section der 1° C.M.M.L.E. ist komplett vernichtet. Lieutenant Colcy ist mit seinen Legionären gefallen, darunter der Legionnaire Horst Gonserowski.

Es verbleibt die Section von Lieutenant Poirier, der gleichzeitig nun die Führung der 1° C.M.M.L.E. übernimmt.
Auch diese Section wurde in der Nacht geschwächt. Sie erfährt keine Pause und wird am 31. März 1954 im Gegenfeuer der Vietminh wieder stark gefordert.
Der Legionnaire Claudio Astori kommt dabei ums Leben.

Lieutenant Poirier erhält aber ab April 1954 Unterstützung von Sous-Lieutenant Georges Pinault, ein weiterer Artillerist, welcher als Nachschub per Fallschirm frisch in Diên Biên Phú eingetroffen ist.

Die kommenden Wochen ist die 1° C.M.M.L.E. ununterbrochen gefordert und unterstützt mit ihrer Feuerkraft die Abwehrkämpfe der verschiedenen Posten.

Citation

für seine Leistungen am 15. April 1954

von Werner Stich, 1° C.M.M.L.E.


Dabei zeichnet sich u.a. am 15. April 1954 der Legionnaire Werner Stich aus, indem er mit seinem Geschütz erfolgreich die angreifenden Vietminh aufhalten kann.
Den gleichen Tag wird sein Kamerad, der Legionnaire Otto Hademek, schwer am rechten Knie verletzt.

Denn durch das heftige Gegenfeuer der Vietminh wird die 1° C.M.M.L.E. fast täglich dezimiert. Es gibt zahlreiche Verwundete und mehrere Tote.
Auch das Material wird knapp, gegen Ende ist kaum noch ein Geschütz intakt. Dazu fehlt die Munition.
Trotzdem zeichnet sich die 1° C.M.M.L.E. noch am 30. April 1954 bei der Unterstützung eines angegriffenen P.A. aus.

Am 06. Mai 1954 ist auch die Stellung der 1° C.M.M.L.E. bedroht und die Legionäre unter Lieutenant Poirier verteidigen sich nur noch mit ihren Schusswaffen.

Nach dem Fall der Festung am 07. Mai 1954 ereilt die Überlebenden der 1° C.M.M.L.E. das gleiche Schicksal, wie der Rest der Truppen in Diên Biên Phú.
Der Weg in die Gefangenschaft, welcher für viele Legionäre aus der 1° C.M.M.L.E. tödlich endet.

Mai bis Dezember 1954

Der Legionnaire Otto Hadamek wird aufgrund seiner schweren Verletzung von den Vietminh freigelassen. Er wird ins Hospital nach Hanoi evakuiert, wo ihm das rechte Bein abgenommen werden muss.*

Nachdem die 1° C.M.M.L.E. mit der Kapitulation von Diên Biên Phú aufgehört hatte zu existieren, wird sie zum 31. Mai 1954 auch offiziell aufgelöst.

Von den beiden Offizieren kehrt nur Sous-Lieutenant Pinault aus der Gefangenschaft zurück. Lieutenant Poirier verstirbt Mitte Juni 1954 in einem Camp in der Region von Tuyen Quang.
Der 20jährige Legionnaire Werner Stich überlebt die Gefangenschaft ebenfalls nicht. Er verstirbt im August 1954 im Camp 78, in der Region Hoang Kim in Thanh Hoa.

Für ihren Einsatz in Diên Biên Phú wird die 1° C.M.M.L.E. am 31. Dezember 1954 a l´ordre de l´Armée ausgezeichnet.


*Otto Hadamek wird hoch ausgezeichnet. Ihm wird am 30. April 1984 die Ehre zu Teil, im Rahmen der Festlichkeiten zu Camerone die Hand von Capitaine Danjou tragen zu dürfen. Seinen Lebensabend verbrachte er in der I.I.L.E. Pouyloubier.