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Cai Mit

2° Bataillon du 3° R.E.I.

Januar bis März 1946 - Carpiage in Südfrankreich

Ab Januar 1946 wird das 2° Bataillon du 3° R.E.I. im Camp de Carpiagne bei Marseille unter der Führung von Commandant Dubois aufgestellt.

Die C.C.B. 2 wird von Capitaine Jean Picquart geleitet, die 5° Compagnie führt Capitaine Jacques X., die 6° Compagnie Capitaine Jean Nougues, die 7° Compagnie Capitaine Jean Hallo und die 8° Compagnie Capitaine Norbert Vallat.

Am 31. März 1946 besteigt das II/3° R.E.I. schließlich im Hafen von Marseille die Johan de Witt, um nach Indochina verlegt zu werden.

April bis Mai 1946 - Saigon in Cochinchina

Das II/3° R.E.I. kommt mit dem I/3° R.E.I. am 25. April 1946 in Indochina an.

Vorübergehend verbleibt das II/3° R.E.I. im April und Mai 1946 noch in Saigon und Thu Duc.
Es werden durch die einzelnen Einheiten zunächst diverse Aufgaben übernommen. So werden japanische Kriegsgefangene und deren Lager am Cap Saint Jacques bewacht, Konvois bis nach Kambodscha begleitet, u.v.m.

Doch sukzessive verlegen die Einheiten des II/3° R.E.I. bereits im Mai 1946 in das Mekong-Delta und haben die ersten Gefechte mit den örtlichen Rebellen.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Ben Tre (6,2 MB)

Juni bis Dezember 1946 - Ben Tre im Mekong-Delta

Im Juni 1946 wird das II/3° R.E.I. komplett in den Sektor Ben Tre verlegt.

Das II/3° R.E.I. ist für das kommende Jahr für die Sicherheit im Sektor Ben Tre, südlich von Saigon im Mekong-Delta gelegen, zuständig.
Es wird auf zahlreichen größeren und kleineren Posten im Sektor verteilt, die es selbständig errichtet.

Ben Tre

Juli 1946

Foto von Caporal Francis G., 6° Cie., II/3° R.E.I.


In Be Tre selbst richtet sich der Stab des Bataillons ein, dessen Führung bald Capitaine Paul Pfirrmann übernimmt.

Die 5° Compagnie des II/3° R.E.I. wird beispielsweise in An Hoa auf der Île de Binh Dai stationiert, die 6° Compagnie in Mo Cay auf der Île de Mo Cay, während die 8° Compagnie von Capitaine Vallat ihren Sitz in Ba Tri auf der Île de Ben Tre findet.
Die 1° Section der 8° Compagnie unter Sous-Lieutenant Jean Charles-Dominé nimmt Posten in Phu Le und Dong Xuan ein, die 2° Section unter Sous-Lieutenant Jean-Louis Cyvoct Posten in Giong Trom und der Umgebung, u.s.w.

Die notwendigen Patrouillen und Operationen zum Aufspüren der Gegner gestalten sich denkbar schwierig in der sumpfigen Deltaregion, welche von unzähligen Nebenarmen des Mekong und Kanälen durchzogen ist.

Die wenigen Straßen und Brücken werden häufig das Ziel von Sabotageakten und Hinterhalten.
Und es kommt schon bald zu den ersten Überfällen der örtlichen Rebellen auf Konvois, Patrouillen und Posten des II/3° R.E.I. in dem regen Sektor.

Eine Patrouille

des II/3° R.E.I. durchquert einen Fluss


Am 07. Juni 1946 wird der Posten Giong Trom angegriffen. Ein Unteroffizier fällt, zwei Legionäre müssen verletzt evakuiert werden.
Den 23. Juni 1946 wird ein Konvoi südlich von Mo Cay angegriffen. Der Legionnaire Albert Chauvelin zeichnet sich in dem Gefecht besonders aus.

Am 26. Juni 1946 wird eine Patrouille der 8° Compagnie des II/3° R.E.I. zwischen Cai Mit und Giong Trom überfallen.
Nur vier Kilometer vom Posten Cai Mit entfernt, dauert der Überlebenskampf der Patrouille drei Stunden an. Lediglich ein Legionär entkommt.

Siehe dazu Cai Mit

Die Serie der Überfälle setzt sich derweil weiter fort. Den 09. Juli 1946 wird eine Patrouille bei Soc Gai angegriffen.

Am 18. Juli 1946 wird Lieutenant André Chauvet von der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. zusammen mit mehreren Legionären bei einem Überfall auf einen Versorgungskonvoi zwischen Mo Cay und Cho Cai Quao getötet.
Unter den Gefallenen sind Sergent-Chef Bruno Venturini, sowie die Legionäre Ludwig Feldkircher, Reinhold Garba und Roger Gautier.

Im August 1946 wird das II/3° R.E.I. ausgedünnt. Eine Compagnie wird nach Kambodscha entsandt, eine andere nach Vinh Long, um den Mekong-Sektor zu unterstützen.
Die Aktivitäten der Rebellen gehen unterdessen weiter, Ende August wird beispielsweise der Posten Dong Xuan angegriffen.

Ben Tre

Postenbau bei Soc Sai

Foto von Werner S., 8° Cie., II/3° R.E.I.


Derweil wird bekannt, dass sich Rebellen in der Gegend von Phong My in den Kokosplantagen am Rande der Île de Ben Tre versteckt halten.
Am 30. August 1946 wird eine erste kleinere Operation dort durchgeführt.

Siehe dazu Phong My

Es folgt am 11. September 1946 eine zweite Operation in der Gegend um Phong My. Diesmal beteiligen sich neben der C.A. und der 8° Compagnie des II/3° R.E.I. auch Fallschirmjäger der Demi-Brigade S.A.S., welche zeitweise im Sektor Ben Tre unterstützen.
Bei der Operation kommt es zu erbitterten Gefechten. Die Rebellen werden stark dezimiert, sie verlieren mindestens 30 Tote.
Aber aus den Reihen des II/3° R.E.I. wird auch Sous-Lieutenant Bernard Gioan getötet.

Ende Oktober 1946 wird die 8° Compagnie zur Reserveeinheit. Zwei Sections werden zur Unterstützung nach Vinh Long entsandt.
Von dort aus besetzt die Section von Sous-Lieutenant Charles-Dominé den Posten Vung Liem mit Außenposten in Nga Tu und auf Cu Lao Gia, einer Insel im Song Co Chien.

Eigentlich herrscht zu dieser Zeit eine offizielle Waffenruhe. Doch die Lage ist angespannt und weitere Überfälle folgen.
So am 28. Oktober 1946 bei Long Thuan, wobei die Legionäre Daniel Penades Pastor und Gustav Zatorski ihr Leben lassen.
Oder auch am 10. Dezember 1946, als die Legionäre Gerhart Simoneit und Rudolf Wingen aus der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. in An Ngai Trung, nordwestlich von Ba Tri, in einem Gefecht getötet werden.

Den 19. Dezember 1946 brechen die Kämpfe wieder offen aus. Die Rebellen greifen zahlreiche Posten an und unterbrechen die Verkehrsverbindungen.
Die Lage für das II/3° R.E.I. ist angespannt. Insbesondere bei der in die Region Vinh Long abgeordneten 1° Section der 8° Compagnie in Vung Liem.

Siehe dazu Vung Liem

Karte Saigon und Mekong Delta mit Ben Tre (6,2 MB)

Januar bis August 1947 - Ben Tre

Das Jahr 1947 setzt sich fort, wie das Jahr 1946 geendet hatte. Der Guerillakrieg fordert zahlreiche Opfer. Die Bekämpfung der Rebellen, die am Tag friedliche Reisbauern sind und sich nach einem Überfall schnell verflüchtigen, gestaltet sich weiterhin schwierig.

Den 13. Jaunuar 1947 wird der Legionnaire Helmuth Held in Ben Tre getötet.
Am 21. Januar 1947 kommt es für die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. bei Luong Quoi zu einem Gefecht.

Auch die in den Sektor Vinh Long abgeordneten Sections der 8° Compagnie des II/3° R.E.I. sind unablässig im Einsatz.
Den 22. Januar 1947 schützt die 2° Section der 8° Compagnie die Pioniere bei Brückenarbeiten bei Nga Tu, südlich von Vinh Long.
Es kommt zu einem Angriff bei dem Sous-Lieutenant Jean-Louis Cyvoct getötet wird.

Bei Huong Diem in der Region südlich von Ben Tre kommt es am 23. Januar 1947 für die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. erneut zu einem schweren Gefecht.
Sergent Friedrich Gernhardt kommt dabei ums Leben, die Legionäre Reinhold Hamann, Friedrich Heintz und Willy Kramer bleiben vermisst.

Ein L.C.M.

Foto von Werner S., 8° Cie., II/3° R.E.I.


Auch die Versorgung der Posten in der Region Mo Cay fordert Opfer. Am 18. Februar 1947 wird der Posten Cai Mon per L.C.M. über den Fluß versorgt.
Als die Vietminh das anlegende L.C.M. angreifen, wird Capitaine Marie Jean Picquart von der C.C.B. des II/3° R.E.I. getötet.
Zwei Offiziere, zwei Unteroffiziere und drei Legionäre werden verletzt, das L.C.M. schwer beschädigt.

Am gleichen Tag wird Caporal-Chef Krkanic auf dem Posten Hoa Loc, nördlich von Mo Cay, getötet.

Unterdessen gibt Capitaine Jean Nougues die Führung der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. im Februar 1947 ab, da er in den Stab des 3° R.E.I. versetzt wird.

Den 28. Februar 1947 kommt es erneut bei Huong Diem, südlich von Ben Tre, zu einem schweren Gefecht.

Am 09. März 1947 hat die 5° Compagnie bei Loc Thuan auf der Île de Binh Dai einen heftigen Kampf.
Die Legionäre Antoine Cantero Morales, Werner Korff, Joseph Kuznik, Siegfried Senzel, Hans Von Engler und Wilhelm Wiegand fallen dabei.

An Hoa

Der Posten im März 1947

Foto von Werner S., 8° Cie., II/3° R.E.I.


Die Île de Binh Dai ist das Reich des Lieutenant Jean Leroy, welcher dort auf unorthodoxe Art und Weise mit seinen katholischen Partisanen sehr erfolgreich die Rebellen bekämpft.
Die 1° Section der 8° Compagnie wird zunächst nach dort abgeordnet, um Leroy von seinem Kommando zu entheben. Allerdings erkennt man in Saigon bald, dass man Leroy lieber an seiner Seite haben möhte und entschließt sich, ihm freie Hand zu lassen.
Und die abgeordnete Section von Sous-Lieutenant Charles-Dominé kehrt auf ihre alten Posten in Dong-Xuan bei Ba Tri zurück.

Kurz darauf wird am 28. März 1947 ein Konvoi der 6° Compagnie bei Hoa Loc auf der Straße nach Mo Cay überfallen.
Lieutenant Bertrand D’Arras und Sous-Lieutenant Bernard Jabveneau fallen zusammen mit Adjudant Jean Pradal und mehreren Legionären, darunter Alberto Lopez Bragero und Willi Nettling.

Das II/3° R.E.I. bleibt aber nicht inaktiv, so wird beispielsweise ab 02. April 1947 eine Operation unternommen.
Daran beteiligt sich u.a. die Section Mortier der C.A. 2 unter Adjudant Riess.

Den 14. April 1947 kommt es bei Phu Tuc, nördlich von Ben Tre zu einem Gefecht.
Die Caporaux Walter Christ und Joseph Palm werden dabei getötet, die Legionnaires Wilhelm Daubert und Laslo Vari versterben am Folgetag an ihren Verletzungen im Hospital von My Tho.

Ngai Trung

zwischen Ben Tre und Ba Tri

Foto von Werner S., 8° Cie., II/3° R.EI.


Den 06. Mai 1947 wird der Posten von Huong Diem, gehalten von einer Section der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. attackiert.
Der Angriff kann abgewehrt werden, allerdings wird das benachbarte Dorf dabei schwer zerstört.

Siehe dazu Huong Diem

Am 19. Mai 1947, dem Geburtstag von Ho Chi Minh, wird ein Konvoi des II/3° R.E.I. etwa drei Kilometer nördlich von bei Phu Le auf der Straße zwischen Ba Tri und Dong Xuan überfallen.
Unter den zahlreichen Opfern befindet sich auch Capitaine Vallat, der Commandant der 8° Compagnie.

Siehe dazu Phu Le

Den 21. Mai 1947 kommt es bei Cai Mon, nördlich von Mo Cay, zu einem Gefecht, welches das Leben des Legionärs Gunther Bolick fordert.

Ab Juni 1947 werden die Posten des II/3° R.E.I. sukzessive durch Tirailleurs übernommen und das Bataillon wird allmählich wieder mobil.
Die Führung der 8° Compagnie hat inzwischen Lieutenant Hervé Le Gouaille übernommen.

Ben Tre

Hof des Bataillons

Foto von Werner S., 8° Cie., II/3° R.E.I.


Am 20. Juni 1947 übernimmt Chef de Bataillon Jean Raberin das II/3° R.E.I. in Ben Tre.
Unter sein Führung werden einige größere Operationen durchgeführt, so am 05. Juli 1947 auf das Dorf My Than Hoa, nördlich von Ba Tri.
Dort haben sich zahlreiche Rebellen verschanzt, werden jedoch in die Flucht getrieben.

Es kommt weiter noch zu vereinzelten Verlusten. So wird am 08. Juli 1947 der Legionnaire Ernest Gerber auf einer Nachtpatrouille bei Giong Trom vermisst.

Am 11. Juli 1947 kommt es für Legionäre der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. bei Bang Tra am Song Ham Luong auf der Île de Mo Cay zu einem Gefecht.
Dabei fallen u.a. die Legionäre Josef Maier und Udo Weithaas.

Eines der letzen Opfer des II/3° R.E.I. in Cochinchina ist der Legionnaire Otto Hillgert. Er verschwindet auf einer Patrouille am 15. Juli 1947 in der Region Tan Tach.

Eine weitere Operation unternimmt das II/3° R.E.I. vom 23. bis zum 25. Juli 1947 in der Region von Huong Diem und My Long.

Im August 1947 macht sich das II/3° R.E.I. aber schließlich abmarschbereit. Am 29. August 1947 verlässt das II/3° R.E.I. den Sektor Ben Tre und verlegt nach Saigon.

Karte Saigon und Mekong Delta mit Ben Tre (6,2 MB)

September bis Oktober 1947 - Operation Léa

Zunächst verbleibt das II/3° R.E.I. für einige Tage in Di An, nördlich von Saigon.
Als man im Herbst 1947 die Besetzung des Hochlandes in Tonkin plant, wird das II/3° R.E.I. schließlich aus Cochinchina nach Tonkin versetzt.

Am 10. September 1947 besteigt das II/3° R.E.I. unter Chef de Bataillon Raberin, zusammen mit dem Etat Major des 3° R.E.I., die Marechal Joffre und bricht am 11. September 1947 entlang der Küste in Richtung Norden auf.
Vorbei am Cap Varella, erreicht das II/3° R.E.I. die Baie d´Along am Abend des 15. September 1947.

Tonkin

In der Bucht von Halong

Foto von Caporal Francis G., 6° Cie., II/3° R.E.I.


Am 15. September 1947 geht das II/3° R.E.I. in Cam Pha Port an Land. In Mong Duong, wenige Kilometer nördlich von Cam Pha Port verbleibt das II/3° R.E.I. für einige Tage.

Am 23. September 1947 schließt sich das II/3° R.E.I. dem Groupement unter Colonel Beaufre in Dinh Lap an der Route Coloniale 4 an.

Karte des Operationsgebietes mit Cam Pha, Dinh Lap und Lang Son (6,4 MB)

In der Operation Léa geht es mit zahlreichen weiteren Truppen, darunter auch der Stab des 3° R.E.I., unter der Gesamtleitung von Colonel Beaufre ab dem 07. Oktober 1947 von Lang Son über die Route Coloniale 4 bis nach Na Cham, was am 08. Oktober 1948 erreicht wird.
Dabei fällt u.a. der Legionnaire Jakob Repp aus der 8° Compagnie des II/3° R.E.I., er wird bei Dong Dang durch einen Heckenschützen getötet.

Das II/3° R.E.I. wird dazu bestimmt, den Untersektor That Khe an der Route Coloniale 4 zu besetzen und übernimmt daher feste Posten entlang der Straße.
Die 6° Compagnie verbleibt zunächst in Na Cham und richtet sich dort ein, während der Rest des II/3° R.E.I. seinen Weg fortsetzt.

Am Morgen des 09. Oktober 1947 soll das II/3° R.E.I. hinter Na Cham den Song Ky Cung überqueren. Doch die Strömung im Fluss ist stärker als vermutet und das Manöver gestaltet sich chaotisch. Schließlich greifen die Vietminh noch ein und beschießen die Legionäre von den umliegenden Felsen.
Es gibt Tote, darunter die Legionäre Edmund Eisenhauer und Otto Roeder, Vermisste und Verletzte.
Man muss sich schließlich am Nachmittag wieder nach Na Cham zurückziehen.

Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Den 10. Oktober 1947 bricht man schließlich erneut zur Etappe nach That Khe auf. Diesmal gelingt es.
Die Stadt That Khe wird am 11. Oktober 1947 erreicht und ab diesem Zeitpunkt auch der neue Sitz des II/3° R.E.I.

Für die und 7° Compagnie des II/3° R.E.I. geht es noch weiter nach Norden. Am 14. Oktober 1947 erreicht die 5° Compagnie Dong Khe und lässt sich dort nieder.
Für die 7° Compagnie geht es mit dem Stab des 3° R.E.I. weiter bis nach Cao Bang, wo sie am 15. Oktober 1947 auf das I/1° R.C.P. trifft, welches dort abgesprungen war.

Das II/3° R.E.I. wird somit entlang der Route Coloniale 4 verteilt, auf zunächst sieben Posten zwischen Dong Dang und Cao Bang.
Hinzu kommen zwei Posten auf der Route Coloniale 3 bis, in Richtung Bac Kan.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)

Oktober bis Dezember 1947 - That Khe bis Cao Bang

Im Untersektor That Khe wird das II/3° R.E.I. zunächst verbleiben.

Die 5° Compagnie unter Capitaine Allard richtet sich fest in Dong Khe ein. Die 7° Compagnie unter Lieutenant Louis Ricaud bleibt beim Stab des 3° R.E.I. unter Lieutenant-Colonel Royer in Cao Bang, mit Posten u.a. in Vo Chang.
Die 6° Compagnie unter Capitaine Saint-Raymond besetzt Na Cham und diverse Aussenposten, u.a. am Pass von Lung Vai.

Der P.C. unter Chef de Bataillon Raberin und Capitaine Clemencon richtet sich mit der C.C.B. von Capitaine Lontcharitch und der C.A.B. von Lieutenant De Miribel, sowie der 8° Compagnie von Lieutenant Le Gouaille direkt in That Khe ein.
Zusätzlich werden Posten um That Khe besetzt, wie an der Pont Bascou, am Song Ky Cung und in Ben Me.

Die Stadt That Khe selbst ist stark zerstört und von der Bevölkerung größenteils verlassen. Es beginnt nun der mühsame Wiederaufbau und die Rückführung der Bewohner, welche sich vor den Vietminh in die Berge geflüchtet hatten. Und bereits nach drei Wochen zählt That Khe wieder 3.000 Einwohner.

That Khe

Propagada der Vietminh

Foto von Harry S., C.Q.G./3° R.E.I.


Es ist klar, dass der exponierte Sektor von That Khe sehr gefährlich ist. Die Antwort der Vietminh auf die Besetzung der Route Coloniale 4, in ihrem Rückzugsgebiet, lässt nicht lange auf sich warten.
Bei ersten kleineren Gefechten gibt es immer wieder Verluste. So fällt am 19. Oktober 1947 bei Bo Ket, nördlich von Dong Khe, der Legionnaire Michel Guvski.

Weiterhin werden die Versorgungskonvois auf der Route Coloniale 4, welche u.a durch das II/3° R.E.I. geschützt werden müssen, zum Ziel von Angriffen.
Den 30. Oktober 1947 kommt es zum bislang größten Angriff der Vietminh auf einen Konvoi. Dabei gibt es nördlich von That Khe, unweit der Pont Bascou, unter der Begleitmannschaft 20 Tote.
Dem Angriff fällt auch Caporal-Chef Christian Simenon vom II/3° R.E.I. zum Opfer. Der Bruder des belgischen Schriftstellers wird am Folgetag seinen Verletzungen in der Infirmerie von That Khe erliegen.

Die Verluste setzen sich fort. Den 02. November 1947 fällt der Legionnaire Gunther Kallweit nahe Dong Khe.

Am 05. November 1947 beteiligt sich das II/3° R.E.I. an einer Operation westlich der Route Coloniale 4. Es werden durch die 5° Compagnie in der Region von Dong Khe einige Vietminh aufgestöbert, die teilweise unter zurücklassen ihrer Waffen die Flucht ergreifen.

Citation

des Legionärs Karl Lis, 5° Cie., II/3° R.E.I.

für seine Leistungen am 05. November 1947


Den 06. November 1947 kommt es zu einem Angriff der Vietminh auf den Posten Vo Chang gehalten von Legionären der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. Sous-Lieutenant Gilbert Rifflet wird dabei schwer verletzt und verstirbt im Hospital von Cao Bang.
Bereits am 17. November 1947 wird der Posten erneut angegriffen. Diesmal fallen Sergent-Chef Hans-Joachim Rauschenbach, sowie die Legionäre Alexandre Salters, Mile Smolcic und Felix Synowic.

Den 20. November 1947 unternimmt man von That Khe aus in Richtung der chinesischen Grenze einen erfolgreichen Vorstoß auf Po Ma.

Am 24. November 1947 fällt der Legionnaire Jean Tantin aus der 8° Compagnie des II/3° R.E.I. beu Phuoc An.
Der Legionnaire Roger Metz erliegt seinen Verletzungen am 25. November 1947 im Hospital von Cao Bang.

Am 23. Dezember 1947 wird wieder ein Konvoi schwer angegriffen. 17 Kilometer südlich von Cao Bang gibt es elf Tote und 23 Verletzte.
Die Patrouille des II/3° R.E.I., welche von Dong Khe aus zur Sicherung der Route Coloniale 4 unterwegs war, stößt ihrerseits bei Kilometer 30 auf heftigen Widerstand.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1947 wird der Posten an der Brücke über den Song Ky Cung attackiert. Die Gruppe Legionäre der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. unter der Führung von Sergent Francis Grimault kann den Angriff jedoch abwehren.
Vom 25. bis zum 27. Dezember 1947 werden noch weitere Posten des II/3° R.E.I. in der Region von That Khe angegriffen. Es gibt jedoch nur wenige Verletzte.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Januar 1948 - That Khe, Dong Khe und Cao Bang

Im Jahr 1948 ist das II/3° R.E.I. ist weiter im Untersektor That Khe entlang der Route Coloniale 4 auf diversen Posten stationiert, deren Anzahl stetig wächst.

Auf den Posten um Na Cham, im südlichen Bereich des Untersektors That Khe, wird die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. unter Capitaine Saint-Raymond durch das I/21° R.I.C. herausgelöst und übernimmt die Posten PK 45 und PK 41 Est, an der Keuzung zur Straße nach Bi Nhi.
Es folgt entlang der Route Coloniale 4 in Richtung Norden der Posten Song Ky Cung, wenige Kilometer südlich von That Khe.
In That Khe, mit Aussenposten u.a. in Ben Me, sitzt weiterhin der Stab des II/3° R.E.I. unter Chef de Bataillon Raberin, zusammen mit der C.C.B., sowie der 8° Compagnie von Lieutenant Le Gouaille. Die C.A.B. wurde aufgelöst.
Unterstützt wird das II/3° R.E.I. in That Khe durch zwei Pelotons des R.I.C.M. und eine Batterie Artillerie des R.A.C.M.
Es folgt an der Route Coloniale 4 der sieben Kilometer nördlich von That Khe gelegene Posten Pont Bascou. Über die Posten am Loung Phai und in Na Pha erreicht man Dong Khe, weiter von der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. unter Capitaine Allard gehalten.
Weiter in Richtung Norden werden mehrere neue Posten gebaut, so der PK 49 und der PK 38, dann der Posten am Tunnel von Nam Nha, der PK 33, der PK 28 bei Nam Nang, sowie der PK 22 bei Na Vai. Der Poste Tunnel wird beispielsweise von einer Section der 5° Compagnie unter der Führung von Lieutenant Jacques Morin aufgebaut.
Die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. unter Lieutenant Louis Ricaud bleibt zunächst weiterhin in Cao Bang stationiert.

Es müssen die gefährdeten Konvois auf der Route Coloniale 4 gesichert werden und unzählige Aufklärungspatrouillen unternommen werden.
Und so kommt es bereits am 01. Januar 1948 zu einem Überfall auf einen Konvoi, der nur 22 Kilometer von Cao Bang in Richtung Dong Khe gekommen war. Etwa 300 Vietminh sind daran beteiligt.
Der Angriff kann von den eintreffenden Legionären der 5° Compagnie abgewehrt werden, aber es gibt bereits 20 Tote und 35 Verletzte.

Es kommt nun auch zu ersten größeren Angriffen auf die Posten, so in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1948 auf den Posten Ben Me.
Der Posten, von einer kleinen Truppe unter Sergent-Chef Crouail gehalten, wird über vier Stunden von etwa 150 bis 200 Vietminh attackiert, kann den Angriff aber abwehren.

Siehe dazu Ben Me

Am 28. Januar 1948 kommt es zu einem Überfall auf die 2° Section der 6° Compagnie unter Sergent Chini, welche sich südlich des Postens Song Ky Cung auf Patrouille befand.
Es gibt nur zwei verletzte Legionäre, aber vier tote Vietminh bleiben zurück.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Februar 1948 - That Khe, Dong Khe und Cao Bang

Isidore

7° Cie., II/3° R.E.I.

Im Februar 1948 kommt es zu mehrenen Personalwechsel im II/3° R.E.I.
Die C.C.B. in That Khe wird von Lieutenant Duclos übernommen, die 5° Compagnie in Dong Khe von Capitaine Labignette und die 7° Compagnie in Cao Bang wird von Capitaine Vieulès übernommen.

Am 05. Februar 1948 kommt es zwischen Cao Bang und Dong Khe zu Überfällen auf Patrouillen, welche die Route Coloniale 4 für einen Konvoi aus Lang Son frei machen sollen.
Die erste Patrouille setzt sich aus Legionären der 5° Compagnie aus dem P.K. 28 zusammen. Sie wird im Bereich des P.K. 33 angriffen, so wie auch der P.K. 33 selbst und der Posten am Tunnel von Nam Nha. Da die Posten nicht unterstützen können, zieht sich die Patrouille mit Verlusten zurück.

Unterdessen trifft es auch eine Patrouille der 8° Compagnie aus Dong Khe in Richtung Loung Phai. Eine Stunde lang müssen sich die Legionäre gegen eine Überzahl von Vietminh halten, bis die Angreifer schließlich durch Unterstützung aus Dong Khe in die Flucht getrieben werden.
Zwar kann der Konvoi daraufhin bis Cao Bang unbehelligt passieren, doch es gibt an diesem Tag 17 Tote, vier Vermisste und elf Verletzte beim II/3° R.E.I.
Unter den Gefallenen sind Sergent Joseph Weissberg, sowie die Legionäre Marcel Ardouin, Jules Barizien, Pierre Djourovitch, Walter Gerding, Jean Pierre Goxe, Gunther Hirsch, Heinrich Hornett, Diego Macia Alonso, Ulrich Scharer, Walter Schmidt, Friedhelm Schroter und Horst Tazelt. Der Legionnaire Janos Toth erliegt am 10. Feburar 1948 seinen Verletzungen.

Am 28. Februar 1948 bricht eine Marschgruppe, bestehend u.a. aus der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. und gepanzerter Begleitung des R.I.C.M., unter der Führung von Lieutenant-Colonel Simon von Cao Bang auf, um die Route Coloniale 4 in Richtung Süden zu öffnen, da der P.K. 22 seit drei Tagen vom Gegner belagert ist.
In Höhe Kilometer 26 kommt es zu einem heftigen Überfall. In dem schweren Gefecht gibt es in der Marschgruppe 25 Tote und 27 Verletzte, darunter Lieutenant Vallin, welcher später seinen Verletzungen erliegt.

Siehe dazu Nam Nang

Der Februar 1948 ist damit der bislang verlustreichste Monat für das II/3° R.E.I.
Die Überfälle der Vietminh auf die Konvois und Patrouillen bringen der Route Coloniale 4 schon bald den Beinamen "route sanglante", die "blutige Straße".
Von den deutschen Legionären wird sie auch als "Schlachtbank" bezeichnet.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

März bis April 1948 - That Khe bis Cao Bang

Im März 1948 wird die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. von Lieutenant Rambaud übernommen.
Lieutenant Jacques Morin, Chef de Section aus der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. verlässt seinen Poste Tunnel mit einigen Legionären, um in Hanoi die Cie Para/3° R.E.I. aufzustellen.

Den 7., 8. und 10. März 1948 kommt es wieder zwischen Cao Bang und That Khe zu Angriffen auf Patrouillen auf der Route Coloniale 4, welche leichte Verluste fordern.

In der Nacht vom 13. auf den 14. März 1948 greifen vier Kompanien der Vietminh That Khe an. Sie werden jedoch an den Außenposten Nord und Ost gestoppt und müssen sich zurückziehen.

Am 16. März 1948 muss erneut eine Patrouille die Route Coloniale 4 öffnen. Diesmal von That Khe aus in Richtung Süden, für einen Konvoi aus Lang Son.
Die Patrouille, an der Kräfte des II/3° R.E.I., des 69° R.A. und der 2° Escadron des R.I.C.M. teilnehmen, trifft acht Kilometer südlich von That Khe in der Ebene von Ban Nam auf heftigen Widerstand und sitzt dort fest.

Siehe dazu Ban Nam

Am Folgetag, dem 17. März 1948, muss die Route Coloniale 4 für den Konvoi in Richtung Cao Bang geöffnet werden. Es sind erneut die gleichen Kräfte wie am Vortag beteiligt. Die Patrouille überquert den Col de Loung Phai, wird aber kurz vor dem Boulevard de la 73/2 überfallen.

Siehe dazu Boulevard de la 73/2

Am 18. März 1948 erreicht der Konvoi schließlich auch Cao Bang, um am gleichen Tag wieder umzukehren und erneut am Boulevard de la 73/2 in einen Hinterhalt zu fallen. Man kann sich diesmal jedoch nach einem kurzen Gefecht nach That Khe durchschlagen.

Den 25. und 27. März 1948 werden Sabotageakte an Konvois in That Khe selbst vermeldet.

Den 04. und 05. April 1948 kommt es wieder zu Angriffen auf Patrouillen südlich von Cao Bang und den 05. und 07. April 1948 auf Konvois, nördlich von Dong Khe.
Allein am 07. April 1948 gibt es in einem vierstündigem Gefecht zwei Tote und etwa 20 Verletzte.

Dann erreicht schließlich auch das III/3° R.E.I. die Route Coloniale 4 und übernimmt ab 15. April 1948 vom II/3° R.E.I. die nördliche Hälfte des bisherigen Zuständigkeitsbereiches, den Untersektor Dong Khe, welcher sich bis Cao Bang erstreckt.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

April bis Juni 1948 - That Khe

Der Bereich des Untersektors That Khe, den das II/3° R.E.I. nun abzudecken hat, erstreckt sich nun um That Khe nur noch bis Loung Phai im Norden in Richtung Dong Khe und bis Lung Vai im Süden in Richtung Na Cham.

Daraufhin kann das II/3° R.E.I. im April 1948, zusammen u.a. mit dem 23° B.T.A., einen Vorstoß von Lung Vai aus bis Bi Nhi an der chinesischen Grenze unternehmen.
In Bi Nhi mit seiner alten Zitadelle und in Binh Dao werden nun neue Posten vom II/3° R.E.I. aufgebaut, zudem an der Nebenstraße aus Richtung Lung Vai die Posten Ben Pen und Na Man. Diese Posten werden zunächst von der , dann von der 7° Compagnie übernommen, die ihren P.C. in Na Man findet.

Da sich der durch das II/3° R.E.I. abzudeckende Bereich nun halbiert hat, können die Posten im Untersektor That Khe weiter verdichtet werden.
So wird ab 22. April 1948 in Po Ma ein neuer Posten eingerichtet und von Legionären der 5° Compagnie besetzt.
Mit der sich weiter beruhigenden Lage, wird nach einer Operation am 03. Mai 1948 in der Region des Lung Vai der Posten 41 West errichtet.

Unter der Führung von Capitaine Clemencon, dem stellvertretenden Bataillonsführer des II/3° R.E.I., ist es derweil gelungen, auch die Stadt That Khe, mit ihren nun etwa 15.000 Einwohnern, wieder langsam aufzubauen.
Es kommt dort trotzdem zu Zwischenfällen. Den 30. April 1948 kommt der Caporal Jean Zanelli bei einem Überfall südlich von That Khe ums Leben.

Während sich die Angriffe des Gegners im Sommer 1948 stark auf den Bereich des I/3° R.E.I. an der R.C. 3 konzentrieren, gibt es beim II/3° R.E.I. nur geringe Feindaktivitäten.
In der 7° Compagnie gibt es derweil einen Führungswechsel, diese wird nach dem Tod von Lieutenant Louis Ricaud am 24. Mai 1948 von Lieutenant Charles Met geführt.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Juli bis September 1948 - That Khe

Unterdessen werden die Straßenöffnungen verstärkt und auch die Patrouillen im Untersektor That Khe erfolgreich intensiviert.

So kann eine kleine Patrouille aus Po Ma, unter Lieutenant Da Silva aus der 5° Compagnie des II/3° R.E.I., am späten Abend des 11. Juli 1948 ein Dutzend Kader der Vietminh bei einem Treffen in einer Hütte bei Mau Dot überraschen.

Siehe dazu Po Ma

Po Ma

Die Besatzung im Gruppenbild

Foto von Caporal Francis G., II/3° R.E.I.


Vom 16. bis 23. Juli 1948 beteiligen sich auch Kräfte des II/3° R.E.I. an der Operation Michel in der Region Dong Khe.
Dabei zeichnet sich insbesondere die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. aus.

Am 26. Juli 1948 kommt es für Teile der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. zu einem Gefecht bei der Einnahme des Dorfes Bab Keo an Straße nach Bi Nhi. Sergent Francis Grimault wird dabei verletzt.

Im August 1948 wird Capitaine Labignette an der Spitze der 5° Compagnie durch Capitaine Celerier ersetzt.

Den 21. August 1948 kommt es bei Kilometer 3,5 auf dem Weg von That Khe nach Po Ma zu einem schweren Hinterhalt auf Teile der C.C.B. um Commandant Raberin.
Es gibt einen Toten, den Legionnaire Emil Schimmel welcher posthum die Medaille Militaire erhält, und fünf Verletzte.

Ab 26. August 1948 muss der Posten Deo Cat gegen eine drohende Einkreisung des Gegners von That Khe aus durch die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. unterstützt werden.
Den 31. August 1948 gerät der Posten abermals in Bedrängnis, aber die Vietminh können durch die Unterstützung vertrieben werden und erleiden Verluste.

That Khe selbst erhält am 04. September 1948 ungebetenen Besuch der Vietminh. Der Angriff kann jedoch abgewehrt werden.
Die Vietminh versuchen es am 26. September 1948 erneut, werden jedoch wiederum zurückgeschlagen.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Oktober bis Dezember 1948 - That Khe

Der Posten Lung Vai, von sieben Europäern und 20 Partisanen des II/3° R.E.I. besetzt, fällt im Oktober 1948 unter tragischen Umständen.
Ein vietnamesischer Partisan öffnet den Angreifern nachts heimlich das Tor, die Besatzung hat keine Chance.
Der Posten wird niedergebrannt aber bald darauf aber vom II/3° R.E.I. wieder besetzt.

Ansonsten konzentrieren sich die Aktivitäten der Vietminh im Herbst 1948 auf den Bereich Lang Son, gehalten vom I/3° R.E.I.

Am 19. November 1948 wird ein Konvoi nahe des Postens Song Ky Cung angegriffen. Die Angreifer können aber zurückgeschlagen werden.
Es gibt erneute leichte Angriffe auf Konvois, wie am 22. und am 25. November 1948.
Am 25. November 1948 Tag kommt es bei Po Ma ebenfalls zu einen Gefecht.

Den 03. und 04. Dezember 1948 werden die Posten Loung Phai und Pont Bascou leicht angegriffen.
Überfälle auf Patrouillen werden am 08. Dezember 1948 vom Poste 41 Ouest und am 12. Dezember 1948 vom Posten Bi Nhi gemeldet.
Am 14. Dezember 1948 trifft eine Patrouille östlich des Postens Lung Vai auf eine größere Einheit Vietminh und verliert dabei drei Tote, darunter den Legionnaire Armando D´Attino, und sieben Verletzte.
Den 17. Dezember 1948 wird bei einem Hinterhalt in der gleichen Region der Legionnaire Juan Cano Lopez aus der 7° Compagnie getötet.

Am 23. Dezember 1948 werden die Posten Keo Kouan und Ben Me angegriffen. Die entsandte Unterstützung gerät südlich von Keo Kouan in einen Hinterhalt, kann dem Gegner aber einige Verluste zufügen.
Der Legionnaire Michel Cascone erliegt am 24. Dezember 1948 seinen Verletzungen in That Khe.

Der letzte, eher leichte Angriff des Jahres 1948 für das II/3° R.E.I. findet auf den Posten Loung Phai statt, am 26. Dezember 1948.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Januar und Februar 1949 - That Khe

Das Jahr 1949 setzt sich mit den Angriffen auf die Posten und Patrouillen des II/3° R.E.I. unter Commandant Raberin im Untersektor That Khe fort.

Im Januar 1949 bleibt das II/3° R.E.I. noch weitestgehend verschont, es trifft zunächst nur das III/3° R.E.I. am Loung Phai.

Doch am 05. Februar 1949 werden auch Legionäre des II/3° R.E.I. am Boulevard de la 73/2 zum Ziel des Gegners.
Ein Patrouille des II/3° R.E.I. öffnet dort von Süden die Straße, eine Patrouille des III/3° R.E.I. von Norden aus, als sich ein heftiger Angriff entwickelt.
Es gibt drei Tote und zwei Vermisste, hauptsächlich beim III/3° R.E.I., darunter aber auch Lieutenant Jean Da Silva aus der 5° Compagnie, dessen Leiche man zwei Tage später findet.

Den 16. Februar 1949 fällt der Legionnaire Jean Lysczoscz bei Bang Hao.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

März und April 1949 - That Khe

Der März 1949 bringt die heftigsten Angriffe seit langer Zeit, die Vietminh starten eine Offensive in der Region That Khe.

Zunächst jedoch wird am 02. März 1949 eine Patrouille der 5° Compagnie am Loung Phai angriffen. Dabei fallen Sergent Emile Lemble und der Legionnaire Lucien Laurenti, dazu gibt es mehrere Verletzte.

Die Posten des II/3° R.E.I. südlich von That Khe werden im März 1949 von der 8° Compagnie unter Lieutenant Le Gouaille gehalten.
Am 10. März 1949 übernimmt der frisch eingetroffene Lieutenant Gustave Monnet den Posten Ban Be.

Den 14. März 1949 wird der Posten am Loung Phai attackiert.

QUO NON ASCENDAM

8° Cie., II/3° R.E.I.

In der Nacht vom 15. auf den 16. März 1949 werden gleichzeitig mehrere kleine Posten von einer enormen Übermacht Vietminh angegriffen.
Unmittelbar um That Khe, im Untersektor des II/3° R.E.I., werden die Posten Pont Bascou, Song Ky Cung und Deo Cat attackiert.

Das Bataillon kann die Posten mit seinen schweren Waffen aufgrund des gleichzeitigen Angriffs nur bedingt unterstützen.
Pont Bascou kann den Angriff abwehren, aber die Posten Song Ky Cung und Deo Cat werden in den frühen Morgenstunden des 16. März 1949 überrannt.
Jeder der beiden Posten hat sein Camerone... und unter den zahlreichen Toten ist auch Lieutenant Hervé Le Gouaille, der Führer der 8° Compagnie des II/3° R.E.I.

Siehe dazu Song Ky Cung und Deo Cat

Zur Unterstützung wird am 16. März 1949 die 2° Compagnie des 1° B.E.P. aus Lang Son ensandt, erreicht That Khe aber erst am Abend des 17. März 1949.
Mit den Verwundeten des II/3° R.E.I. brechen die Paras am 18. März 1948 wieder nach Lang Son auf.

Die Käräfte des II/3° R.E.I. treffen in der Region von Deo Cat auch die folgenden Tage auf Widerstand, dabei wird u.a. am 18. März 1949 der Legionnaire Martin Baumgartner aus der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. getötet.

Die Angriffe auf Posten um That Khe setzen sich noch im März 1949 fort. So wird in der Nacht vom 21. auf den 22. März 1949 der Posten Ben Me attackiert.
Abends um 19:15 Uhr beginnt der Beschuß mit schweren Waffen, der im Posten die ersten Ausfälle fordert. Um 21:00 Uhr starten die Vietminh ihre erste Infanterieattacke, die aber im Abwehrfeuer stecken bleibt.
Bis 01:00 Uhr morgens unternehmen sie weitere Angriffswellen, dann ziehen sie sich unter Mitnahme ihrer Toten und Verletzten geschlagen zurück. Nur neun Leichen werden am nächsten Morgen aufgefunden. Die Blutspuren lassen aber auf heftige Verluste unter den Angreifern schließen.
Der Posten Ban Me konnte gehalten werden. Aber es gibt vier Tote, darunter drei Partisanen und ein Legionär, sowie mehrere Verletzte.

Der Konflikt an der Route Coloniale 4 ist nun in eine neue Phase getreten, die sich Anfang April 1949 mit nächtlichen Beschüssen auf That Khe fortsetzt.
Zur Unterstützung wird die 2° Compagnie des 1° B.E.P. von Lang Son nach That Khe abgeordnet und führt Patrouillen in der Umgebung durch, welche kaum auf Widerstand treffen.
Unterdessen wird der Posten Song Ky Cung vom II/3° R.E.I. wieder neu aufgebaut und besetzt.

Am 25. April 1949 wird erneut einen Konvoi, begleitet u.a. vom II/3° R.E.I., am Loung Phai schwer angegriffen.
Es gibt insgesamt elf Tote, 25 Verletzte und sechs Vermisste. Darunter Caporal-Chef Gaspard Modolo, Caporal Walter Schmidt, und die Legionäre Guy Delombre, Pierre Gerbal, Karl Kniephoff, Hans Misteli und Jaroslaw Zalman vom II/3° R.E.I. und der C.C.R. des 3° R.E.I.

Während des Angriffs kommt auch der Posten Loung Phai in Bedrängnis. Dabei fällt der Legionnaire Dezeo Varga.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Mai bis August 1949 - That Khe

Im Mai 1949 ist Chef de Bataillon Raberin am Ende seiner Séjour und verlässt das II/3° R.E.I., welches nun Chef de Bataillon Frossard übernimmt.
Derweil wird die 5° Compagnie wird von Lieutenant Mazeau übernommen.

Bei der 8° Compagnie hatte es bereits im April 1949 einen Führungswechsel gegeben, diese wird nach dem Tod von Lieutenant Le Gouaille nun von Capitaine Oudry geführt.
Die 8° Compagnie wird im Mai 1949 von den Posten abgezogen und übernimmt die Aufgabe der Interventionseinheit von That Khe.

Den gleichen Monat beschließt das Oberkommando in Hanoi die Räumung der ersten entlegenen Posten.
Beim II/3° R.E.I. werden die Posten Po Ma und Keo Kouan, sowie Bi Nhi, Na Man, Binh Dao und Ben Pen in Richtung der chinesischen Grenze geräumt.
Durch die Umstrukturierung werden Kräfte frei, dazu wird That Khe mit der 4° Escadron der 6° G.S.M.P. verstärkt.

Das II/3° R.E.I. kann so wieder mehr Patrouillen unternehmen.
So am 12. Juni 1949 in der Region von Ban Chu, südlich von That Khe.

Siehe dazu Ban Chu

Doch auch nach der Umstrukturierung bleibt der gegnerische Druck auf die Route Coloniale 4 massiv.
Am 18. Juni 1949 wird abermals ein Konvoi am Loung Phai auf dem Rückweg in Richtung That Khe überfallen. Die 3° Escadron des R.I.C.M. und die 8° Compagnie des II/3° R.E.I. verlieren zusammen 15 Tote, 28 Vermisste und 43 Verletzte.

Siehe dazu Loung Phai

Den Rest des Monats Juni 1949, als auch im Juli und August 1949 bleibt es eher ruhig beim II/3° R.E.I. in und um That Khe.
In dieser Zeit kommen mehrere junge Offziere ins II/3° R.E.I., darunter die Lieutenants Jean Dupoux, Michel Tirat und auch Bernard Grué. Letzterer übernimmt die Führung einer Section der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. auf dem Poste 41 Est.

Route Coloniale 4

1949

Foto von Caporal Günter Weber, 5° Cie.,II/3° R.E.I.


Im August 1949 wechselt die Führung des II/3° R.E.I. erneut. Denn nach dem schweren Überfall vom 18. Juni 1949 ist Chef de Bataillon Frossard schwer angeschlagen und verlässt das II/3° R.E.I. bereits wieder.
Der frisch eingetroffene Capitaine Demiautte übernimmt das Bataillon.

Capitaine Di Meglio übergibt die C.C.B. an Capitaine Bernard De Montferrand und übernimmt den Posten des Adjudant-Major. Lieutenant Gustave Monnet wird Aufklärungsoffizier in der C.C.B.
Gleichzeitig übernimmt Capitaine Jaugeon die Führung der 6° Compagnie.

In der Nacht vom 28. auf den 29. August 1949 gibt es ein unerfreuliches Ereignis.
Eine komplette Gruppe Legionäre des II/3° R.E.I. desertiert vom Außenposten an der Brücke des Song Ky Cung, lediglich ein Sergent bleibt überrascht zurück.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

September bis November 1949 - That Khe

Im September 1949 werden Dong Khe und That Khe mit Kräften des I/3° R.E.I. verstärkt.

Zunächst trifft es aber am 03. September 1949 erneut einen Konvoi am Loung Phai Pass.
Es ist grausames Massaker, etwa 100 Menschen werden getötet, darunter zahlreiche Zivilisten. 51 Fahrzeuge werden vom T.D. 174 zerstört. Nur wenigen Überlebenden gelingt die Flucht.
Unter den Opfern ist auch eine Abordnung des II/3° R.E.I. unter Capitaine Di Meglio aus That Khe, welche zur Sicherung des Konvois eingesetzt war.

Siehe dazu Loung Phai

Den 04. September 1949 stoßen alle verfügbaren Kräfte des 3° R.E.I. aus Dong Khe und That Khe zur Stelle des Überfalls vor und die Vietminh ziehen sich zurück.

Doch das T.D. 174 bleibt weiter in der Region That Khe. Den 17. September 1949 kommt es in der Ebene von Ban Nam zu einem schweren Gefecht mit Kräften des I/3° R.E.I., welche die Gegner aufspüren sollten.

Am 02. Oktober 1949 attackiert das T.D. 174 einen Konvoi am Lung Vai. Diesmal trifft es die Spahis schwer, es gibt über 30 Tote, aber nicht die Legion.
Daraufhin springt am 14. Oktober 1949 das 1° B.E.P. über dem Lung Vai ab. Im Rahmen der Operation Thérèse operiert das 1° B.E.P. bis zum 23. Oktober 1949 in der Region.

Colonel Jean Constans übernimmt das 3° R.E.I. und die Führung der Grenzregion ab 22. Oktober 1949.
Er hat seinen Sitz in Lang Son, besucht aber direkt in einem der Konvois ab 28. Oktober 1949 die Posten entlang der Route Coloniale 4. Den 29. Oktober 1949 gibt es dabei am Loung Phai leichte Gefechte.
Auf dem Rückweg von Cao Bang kommt es am 04. und 05. November 1949 am Loung Phai erneut zu Schwierigkeiten. Der neu eingetroffene Lieutenant Christian Dupoux vom II/3° R.E.I. kommt dabei ums Leben.
Colonel Constans erreicht aber am darauffolgenden Tag auch That Khe und verbleibt beim II/3° R.E.I. vom 06. bis 09. November 1949.

That Khe

Oktober 1949

Foto von Caporal Günter Weber, 5° Cie.,II/3° R.E.I.


Auf Initiative von Colonel Constans kommt es im November 1949 zu weiteren Umstrukturierungen an der Route Coloniale 4.
Die 6° G.S.M.P. löst das II/3° R.E.I. nach und nach von den Posten im Untersektor aus, während sich das II/3° R.E.I. zunächst in That Khe sammelt.

Unterdessen halten die Vietminh ihrem Druck aufrecht. Am 18. November 1949 greifen sie in den Morgenstunden den Posten Ben Me, zehn Kilometer nordöstlich von That Khe, mit einer großen Übermacht an Kräften an.
Der Posten, frisch von zwei Pelotons der 6° G.S.M.P. besetzt, wird umgehend durch zwei Kompanien des II/3° R.E.I. aus That Khe unterstützt, die am Nachmittag dort eintreffen und die Vietminh vertreiben können.

Doch dies war nur ein Ablenkungsmanöver. Am späten Nachmittag des 18. November 1949 beginnen die Vietminh dann, die vier Posten des II/3° R.E.I. nördlich des Lung Vai anzugreifen.
Gegen den Poste 45 von Lieutenant De T. und den Ban Be sind die Angriffe durch Beschuß aus sicherer Entfernung nur sporadisch. Aber gegen den Poste 41 Est, gehalten von einer Section der 6° Compagnie unter Lieutenant Grué, kommt es zu zu einem Infanterieangriff, der aber abgewehrt werden kann.

Siehe dazu Poste 41 Est

Am Schlimmsten trifft es den Poste 41 Ouest, besetzt durch eine Section der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. unter Sous-Lieutenant Poupard.
Der Posten wird mit schweren Waffen in Trümmer geschossen. Mehrere Infanterieangriffe werden teils per mit der Hand geworfenen Mörsergranaten abgewehrt. Bis um 04:30 Uhr setzen die Vietminh ihre Angriffe fort, dann ziehen sie sich zurück.

Siehe dazu Poste 41 Ouest

Dies war zunächst der letzte Angriff auf das II/3° R.E.I. in diesem Bereich. Im Rahmen der Operation Archipel, welche vom 18. November bis 05. Dezember 1949 läuft, räumt das II/3° R.E.I. sämtliche Posten und übergibt diese der 6° G.S.M.P.
Nur der Posten am Loung Phai wird nicht mehr besetzt.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

Dezember 1949 - Dong Dang

Im Dezember 1949 verlegt das II/3° R.E.I. schließlich nach Dong Dang. Ab diesem Zeitpunkt führt Capitaine Labaume das II/3° R.E.I., sein Adjoint wird Capitaine Allioux.

In Dong Dang ist das II/3° R.E.I. es als Eingreifreserve stationiert und genießt eine kleine Ruhepause, während die beiden anderen Bataillone des 3° R.E.I. in der Region Loc Binh mit der Entwaffnung der an Grenze eintreffenden Nationalchinesen beschäftigt sind.

Doch Weihnachten 1949 tauchen auch vor Dong Dang, in Nam Quan, etwa 700 Chinesen auf, die entwaffnet und weitergeleitet werden.
Zudem passieren mehrere tausend noch bewaffnete Chinesen aus Richtung Dong Khe die Route Coloniale 4, an Dong Dang vorbei in Richtung Lang Son.
Das II/3° R.E.I. wird jedoch zurückgehalten und greift nicht ein, damit die Chinesen sich gegen angreifende Vietminh verteidigen können.

Karte der Region Lang Son mit Dong Dang (6,4 MB)

Januar bis April 1950 - Dong Dang

Im Jahr 1950 nimmt das II/3° R.E.I. unter Capitaine Labaume von Dong Dang aus neben Patrouillen und Straßenöffnungen auch wieder an größeren Operationen teil.

Zunächst übernimmt am 09. Januar 1950 Lieutenant Bart die 8° Compagnie des II/3° R.E.I. Ihm zur Seite stehen die Lieutenants Lombard, Ysquierdo und Dupoux.

Vom 18. bis 25. Januar 1950 beteiligt sich das II/3° R.E.I. an der Seite weiterer Bataillone an der Operation Vincent, in der Region westlich von Loc Binh.
Es geht am 19. Januar 1950 von der Route Coloniale 4 aus in ein Rückzugsgebiet der Vietminh, hinter dem Song Van Ma, nahe der chinesischen Grenze. Lediglich das 8° Tabor stößt auf Widerstand.
Während das II/3° R.E.I. mit den anderen Einheiten am 24. Januar 1950 wieder den Rückzug antritt, besetzt das 8° Tabor in der Region neue Posten.

Um Dong Dang werden durch das II/3° R.E.I. im Februar 1950 auch wieder einzelne Posten besetzt, so z.B. der Posten Khau Khe.

Vom 08. bis zum 10. März 1950 beteiligt sich das II/3° R.E.I. mit dem I/3° R.E.I. an der Operation Michel in das Tal von Diem He, 20 Kilometer westlich von Lang Son.
Man kann dort zwei gegnersiche Kompanien ausmachen, diese können jedoch grötenteils fliehen.

Es folgen den März und April 1950 Operationen in der Region von Khau Khe, Pac Luong und Na Tong.
Anfang April 1950 folgt in der Operation Serpent zusammen mit dem I/3° R.E.I. und dem 3° Tabor die Unterstützung bei der Evakuierung des Postens Ba Xam, 20 Kilometer östlich von Lang Son. Die Vietminh greifen dabei nicht ein.

Karte der Region Lang Son mit Dong Dang (6,4 MB)

April bis Mai 1950 - Operation Parpaing

Vom 14. bis 15. April 1950 verlegt das II/3° R.E.I. von Dong Dang über Lang Son und Dinh Lap nach An Chau an der Route Colonial 13 bis.
Denn ab 17. April 1950 nimmt das II/3° R.E.I. mit dem und dem 8° Tabor im Dreieck zwischen Dong Trieu, An Chau und Luc Nam an der Operation Parpaing teil.

Von An Chau stößt das II/3° R.E.I. mit dem 8° Tabor in die dicht bewaldeten Berge in Richtung Süden vor, in die Region Vi Loai, wo sich gegenerische Kräfte verschanzt haben.
Den 19. und 20. April 1950 nehmen die und 7° Compagnie des II/3° R.E.I. die Höhen südlich von An Chau ein. Dabei kommt es immer wieder zu Gefechten, doch die Vietminh ziehen sich zunächst zurück.
Den 23. April 1950 attackieren Vietminh die 6° Compagnie des II/3° R.E.I., dabei fällt der Legionnaire Gerlando Daino.
Am 24. April 1950 trifft die 5° Compagnie des II/3° R.E.I. bei Vi Loai, gut zehn Kilometer südlich von An Chau, auf Widerstand. Die Legionäre Albert Gebert und Achille Maruca werden dabei getötet, doch mit Hilfe der Luftwaffe kann man die gegnerischen Positionen einnehmen.
Um Vi Loai verlieren die Vietminh zahlreiche Einrichtungen und 75 Gefallene. Nach dem Zusammentreffen mit Kräften des 5° R.E.I. kehrt das II/3° R.E.I. wieder in Richtung An Chau zurück, wo es am 27. April 1950 eintrifft.

Ab 01. Mai 1950 stößt das II/3° R.E.I. zusammen mit den beiden anderen Bataillonen von Lam aus erneut in südlicher Richtung in die Berge vor. Ziel ist die Region um Mai Suu und Ho Lao.
Dabei geraten mehrere Sections des II/3° R.E.I. in Gefechte. Adjudant-Chef Zosche aus der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. wird dabei getötet, dazu gibt es mehrere Verletzte.
Am 07. Mai 1950 endet die Operation Parpaing und das II/3° R.E.I. kehrt den 08. Mai 1950 wieder an die Route Coloniale 4 zurück.

Doch von Lang Son aus geht es etwa zehn Kilometer in Richtung Osten, zum Posten St. Michel. In dieser Region verbleibt das II/3° R.E.I. die nächsten drei Wochen und unterstützt bei Bau des Postens Ban Gion.
In dieser Zeit verlässt Capitaine Met nach Ende seiner Séjour die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. Seine Nachfolge tritt Lieutenant Mozat an.

Als sich am 26. Mai 1950 die Lage an der Route Coloniale 4 zuspitzt und Dong Khe, gehalten von zwei Kompanien des 8° R.T.M., in die Hand des Gegners fällt, aber einen Tag später durch das 3° B.C.C.P. zurückerobert werden kann, werden die Bataillone des 3° R.E.I. neu auf der Route Coloniale 4 verteilt.
Den 30. und 31. Mai 1950 wird das II/3° R.E.I. wieder nach That Khe transportiert.

Karte der Region Lang Son mit Dong Dang (6,4 MB)

Juni bis August 1950 - That Khe

Während in den Stäben in Paris, Saigon und Hanoi seit Monaten über die Räumung der Route Coloniale 4 kontrovers diskutiert wird, haben sich die Vietminh seit Beginn des Jahres 1950 mit Hilfe der kommunistischen Truppen in China erheblich verstärkt.
Eine Offensive in der Region steht unmittelbar bevor.

Von That Khe aus ist das II/3° R.E.I. als Interventionseinheit tätig, während die umliegenden Posten von der 4° Compagnie des I/3° R.E.I. besetzt sind.
In That Khe findet im Juni 1950 noch ein Wechsel bei der Kompanieführung statt.
Die 5° Compagnie wird von Capitaine Vollaire übernommen, nachdem sie im Mai vorübergehend von Lieutenant Tirat geführt wurde.

Anfang Juni 1950 ist das II/3° R.E.I. zunächst mit der Sicherung von Konvois auf der Route Coloniale 4 beschäftigt.
Denn neue Kräfte werden temporär in die Region Dong Khe verlegt, darunter das II/5° R.E.I.

In der Operation Lumière sollen diese Kräfte die Vietminh in der Region um Dong Khe aufstöbern, doch man stößt ins Leere. Ebenso im Rahmen der Operation Aurore, welche sich anschließt.
Ab 20. Juni 1950 brechen die meisten Kräfte daher wieder ab.
Nur das 8° Tabor bleibt in der Region und besetzt nun vorübergehend Dong Khe. Allerdings ist die Zeit des 8° Tabor in Indochina am Ende, es soll im September 1950 nach Nordafrika zurückkehren.

Im Juli 1950 bleibt das II/3° R.E.I. in That Khe und unternimmt kleinere Operationen in der Region.
Derweil bemüht sich Colonel Constans vor dem Hintergrund der drohenden Offensive um eine Lösung, um Dong Khe nach dem Abzug des 8° Tabor entweder ausreichend zu besetzen oder zu räumen. Doch in Hanoi verkennt man den Ernst der Lage. Man plant sogar, Dong Khe mit nur einer Kompanie Legion weiter zu halten.

Vom 05. bis 08. August 1950 nimmt das II/3° R.E.I. in der Operation Tapis teil.
Im Bereich westlich von Ban Be und Lung Vai soll sich ein gegnerisches Bataillon aufhalten, doch man stößt erneut ins Leere.
Währen der Rest des II/3° R.E.I. nach That Khe zurückkehrt, bleibt die 8° Compagnie noch bis zum 12. August 1950 in Ban Be.

Am 24. August 1950 unternehmen mehrere Sections des II/3° R.E.I. an einer Operation in die Region Na Puc teil.
Es kommt zu leichten Gefechten, aber die dort vermuteten Vietminh konnten rechtzeitig fliehen.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

September 1950 - Dong Khe

AVEC LE SOURIRE

6° Cie., II/3° R.E.I.

Anfang September 1950 muss das 8° Tabor schließlich Dong Khe verlassen.
Das II/3° R.E.I. übernimmt neben That Khe nun auch noch Dong Khe.

In Dong Khe wird ab 06. September 1950 ein Teil der C.C.B. des II/3° R.E.I. unter Capitaine Allioux, sowie der und der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. stationiert.
In That Khe verbleiben der P.C. des II/3° R.E.I. unter Capitaine Labaume, mit der und 8° Compagnie des II/3° R.E.I., weiterhin unterstützt von der 4° Compagnie des I/3° R.E.I. welche die Posten Pont Bascou, Song Ky Cung und Ben Me hält.

That Khe und Dong Khe sind damit Mitte September 1950 nur sehr schwach besetzt. Die nächsten freien Kräfte liegen in Dong Dang, etwa 53 Kilometer südlich.
Vor dem Hintergrund der in den Stäben bereits geplanten und unmittelbar bevorstehenden Evakuierung der Route Coloniale 4 war man offenbar bereit, dieses Risiko einzugehen.

Doch die Vietminh ergreifen schneller die Initiative. Ab 16. September 1950 wird Dong Khe von zwei Regimentern der Vietminh angegriffen.
Die und die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. halten zwei Tage und zwei Nächte gegen die Übermacht des Gegner durch.
Am 18. September 1950 brechen die letzten Überlebenden aus. Doch nur wenigen Legionären gelingt es, sich bis That Khe durchzuschlagen.

Siehe dazu Dong Khe

Das II/3° R.E.I. von Capitaine Labaume in That Khe besteht somit Ende September 1950 nur noch aus der Compagnie von Lieutenant Mozat und Lieutenant Poupard, der 8° Compagnie von Lieutenant Bart, Lieutenant Leon Lombard, Lieutenant Antoine Ysquierdo und Lieutenant Dupoux, sowie Teilen der C.C.B. unter Capitaine Bernard De Montferrand und Lieutenant Tirat.

Zur Verstärkung ist das 1° B.E.P. am 17. und 18. September 1950 über That Khe abgesprungen. Hinzu kommt die Kampfgruppe von Lieutenant-Colonel Le Page, die am 19. September 1950 in That Khe eintrifft.
Um Dong Khe zu unterstützen, kommen die Kräfte jedoch zu spät. Sie verbleiben im September 1950 zunächst in That Khe und unternehmen von dort aus einige Vorstöße in die Umgebung.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)

Oktober 1950 - That Khe

Am 01. Oktober 1950 verlassen die Unterstützungskräfte der Kampfgruppe von Lieutenant-Colonel Le Page die Garnison That Khe in Richtung Norden, um die Kampfgruppe von Lieutenant-Colonel Charton um das III/3° R.E.I. aus Cao Bang in Empfang zu nehmen.
Allesamt werden sie die nächsten Tage im Dschungel von den Vietminh aufgerieben. Hunderte sterben oder gehen in Gefangenschaft.

Siehe dazu auch Route Coloniale 4

Südlich von That Khe werden den 03. und 04. Oktober 1950 drei Posten des I/3° R.E.I. aufgerieben. Die überlebenden Legionäre schlagen sich bis zum 05. Oktober 1950 nach That Khe durch.
Damit ist der Weg nach Süden über die Route Coloniale 4 abgeschnitten, die Lage in That Khe wird zunehmend bedrohlich.

Am Nachmittag des 06. Oktober 1950 brechen die in That Khe übrig gebliebenen Kompanien des II/3° R.E.I. unter der Führung von Capitaine Labaume in Richtung Norden zur Cote 703 auf, um sich mit den dort in Stellung liegenden zwei Goums des 11° Tabors zu vereinigen.
Als man am frühen Morgen des 07. Oktober 1950 am Fuß der Cote 703 eintrifft, ist eines der Goums ist bereits zur Cote 608 gezogen. Das zweite Goum folgt nach der Ablösung durch das II/3° R.E.I.

Das II/3° R.E.I. bezieht zunächst die Stellungen auf der Cote 703, als ein neuer Befehl eintrifft. Die beiden Kompanien des II/3° R.E.I. müssen noch am 07. Oktober 1950 auf die Cote 608 folgen, um dort gemeinsam als Groupement Rose die Überlebenden der Kampfgruppen Charton und Le Page zu empfangen.

In der Nacht zum 08. Oktober 1950 sind schließlich alle Kräfte des Groupement Rose auf der Cote 608.
Es sind mehrere hundert Überlebende, die im Verlauf des 08. Oktober 1950 in kleinen Gruppen eintreffen, darunter u.a. auch die 23 Überlebenden des 1° B.E.P. Sie sind allesamt in schlechtem Zustand und viele bedürfen ärztlicher Behandlung. Um 20:30 Uhr bricht das Groupement Rose von Capitaine Labaume mit den Überlebenden in Richtung That Khe auf.
Man verliert sich jedoch im Dschungel und im Verlauf des 09. Oktobers 1950 kommt es auf dem Weg nach That Khe zu mehreren Gefechten.

Es gibt glücklicherweise nur leichte Verluste und man erreicht That Khe am 10. Oktober 1950 gegen 17:00 Uhr.
Gerade noch rechtzeitig, denn um 21:00 Uhr beginnt bereits die Evakuierung von That Khe. Die und 8° Compagnie des II/3° R.E.I. unter der Führung von Capitaine Labaume verlassen That Khe völlig erschöpft mit den ersten Einheiten.

Über Nacht kommt man bis zum Posten Ban Be, wo man sich am Morgen des 11. Oktobers 1950 für wenige Stunden ausruhen kann.
Den 11. Oktober 1950 gehen die beiden Kompanien des II/3° R.E.I. um Ban Be in Stellung, um die letzten eintreffenden Truppen aus That Khe zu empfangen.
Doch diese geraten bei Deo Cat in einen Hinterhalt und werden größtenteils aufgerieben und so bricht man um 17:00 Uhr in Richtung Lung Vai auf.
Von dort geht es um 19:30 Uhr über eine Nebenpiste weiter in Richtung Na Cham.

Man hat Glück und erreicht am 12. Oktober 1950 gegen 13:00 Uhr unbeschadet Na Cham. In Na Cham, dem Hauptposten der 2° Compagnie von Capitaine Mattéi, warten auch Teile des II/5° R.E.I.
Von dort werden die beiden Kompanien des II/3° R.E.I. um 19:00 Uhr per LKW nach Dong Dang gebracht, wo sie die Nacht verbringen.
Den 13. Oktober 1950 erfolgt der Transport nach Lang Son, wo bereits Nachschubkräfte für das II/3° R.E.I. warten.

In Lang Son geht das II/3° R.E.I. zunächst in Stellung. Doch am frühen Morgen des 18. Oktober 1950 wird auch Lang Son geräumt.
Das II/3° R.E.I. verlegt über Dinh Lap nach Chu, wo es bis zum 26. Oktober 1950 verbleibt. Dann führt der Weg nach Phu Luu, etwa zehn Kilometer nördlich vor Hanoi, an der Route Coloniale 1.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)
Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

November und Dezember 1950 - Phu Luu

In Phu Luu findet das II/3° R.E.I. unter Capitaine Labaume eine zukünftige Base Arrière. Es wird dort im November 1950 mit Nachschubkräften und neuem Material wieder neu aufgestellt.
Mehrere Offiziere stoßen neu zum II/3° R.E.I., darunter die Capitaines Genet und Renneville, welche die und 6° Compagnie übernehmen, sowie einige Lieutenants.

Zudem werden erste Operationen in der Region durchgeführt.
Den 19. November 1950 erhält das II/3° R.E.I. Besuch von Général Carpentier. Zahlreiche Auszeichnungen werden verliehen.

Anfang Dezember 1950 ist das II/3° R.E.I. zusammen mit dem I/3° R.E.I. in die Groupe Mobile 5 integriert und weiter in Region eingesetzt.
So zunächst vom 05. bis 08. Dezember 1951 im Rahmen der Operation Intermède.
Den 13. und 14. Dezember 1950 folgt die Beteiligung an der Operation Gantelet in der Region Dinh Son. Beide Operationen stoßen ins Leere.

Am 19. Dezember 1950 defiliert das II/3° R.E.I. vor Général Jean De Lattre, dem neuen Oberkommandierenden, in Hanoi.
Weihnachten kann das II/3° R.E.I. in Phu Luu verbringen, doch zwischen den Jahren geht es erneut auf Operation.

Karte der Region Hanoi mit Bac Ninh, Luc Nam, Sept Pagodes und Phu Lang Thuong (6,6 MB)

Januar bis Februar 1951 - Bac Ninh und Phu Luu

Den 05. und 06. Januar 1951 beteiligt sich das II/3° R.E.I. von Capitaine Laubaume mit dem I/3° R.E.I. an der Operation Étang in der Region von Hai Duong.

Als sich im Januar 1951 eine erste Offensive der Vietminh auf das Delta ankündigt, verlegen das II/3° R.E.I. und das I/3° R.E.I. am 12. Januar 1951 nach Dap Cau.
Doch der Angriff in der Region von Luc Nam ist nur ein Ablenkungsmanöver. Die wahre Offensive trifft am 13. Januar 1951 Vinh Yên, gut 50 Kilometer weiter westlich.

Das II/3° R.E.I. und das I/3° R.E.I. verlegen nach Bac Ninh, wo sie als Eingreifreserve bereitgehalten werden.
Zwischendurch, am 22. und 24. Januar 1951 werden Tagesoperationen Sampan und Trung Sun durchgeführt.

Ab 10. Februar 1951 wird eine mehrtägige Operation in die Region der Pins Parasols unternommen, zahlreiche Dörfer werden ohne nennenswerte Ergebnisse durchsucht. Den 18. Februar 1951 kehrt das II/3° R.E.I. nach Phu Luu zurück.

Dann verlassen zahlreiche Offiziere und Legionäre das II/3° R.E.I. , um einen zehntägigen Lehrgang im Bunkerbau zu machen.
Unterdessen wird das II/3° R.E.I. mit zahlreichen Einheimischen verstärkt, welche ausgebildet werden müssen.

Den 22. Februar wird zusammen mit zwei Kompanien des I/3° R.E.I. erneut eine Operation in die Pins Parasols unternommen.

Phu Luu

Fahnenweihe am 25. Februar 1951

Foto von Hans M., 3° R.E.I.


Am 25. Februar 1950 nimmt das II/3° R.E.I. zusammen mit der Regimentsmusik in einer Zeremonie unter Lieutenant-Colonel Laimay an der Weihe der neuen Regimentsfahne des 3° R.E.I. teil. Die alte Regimentsfahne wird nach Algerien gebracht.

Den 27. Februar 1951 bricht das II/3° R.E.I. nach Luc Nam auf, denn die Groupe Mobile 5 wird nun zum Bunkerbau eingesetzt.

Karte der Region Hanoi mit Bac Ninh, Luc Nam, Sept Pagodes und Phu Lang Thuong (6,6 MB)

März bis Juni 1951 - Luc Nam

Ab März 1951 erbaut das II/3° R.E.I. zahlreiche Betonbunker in der Region von Luc Nam, in Richtung Sept Pagodes und Phu Lang Thuong.
Die monotone Bauphase wird nur unterbrochen durch Besuche von zahlreichen hohen Offizieren, darunter Général Linearès am 10. März 1951.

Gefechte gibt es für das II/3° R.E.I. in dieser Zeit praktisch nicht, da die Vietminh in anderen Regionen des Deltas aktiver sind.
Doch Verluste fordert der Krieg trotzdem. Sous-Lieutenant R. wird bei einem Unfall beim Minenlegen schwer verletzt.
Auf einer Fahrt nach Hanoi am 27. März 1951 fährt ein Fahrzeug des II/3° R.E.I. auf eine Mine. Sergent Robert Jolivet und ein Legionär sterben dabei.

Den April 1951 treffen weitere einheimische Soldaten beim II/3° R.E.I. ein und werden in die Kompanien integriert.
Die Bauphase setzt sich unterdessen fort. Derweil verlassen einige Offiziere das II/3° R.E.I., wie z.B. die Lieutenants Ysquierdo und Dupoux aus der 8° Compagnie.

Tonkin-Delta

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Fotos von Werner R., II/3° R.E.I.

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Auch im Mai und Juni 1951 setzt das II/3° R.E.I. den Bunkerbau zunächst fort.
Doch schließlich kehrt das Bataillon in der Mitte Juni 1951 zurück nach Phu Luu. Die Bunker werden von Tirailleurs besetzt.

Karte der Region Hanoi mit Bac Ninh, Luc Nam, Sept Pagodes und Phu Lang Thuong (6,6 MB)

Juli bis Oktober 1951 - Mao Khe

Bereits zwei Tage später wird das II/3° R.E.I. nach Mao Khe an die Route Coloniale 18 verlegt.
Dort übernimmt Commandant Aubert de Vincelles am 27. Juni 1951 die Führung des II/3° R.E.I. von Capitaine Labaume.

Das Bataillon ist in der Folge wieder in den Bunkerbau eingebunden und besetzt Posten um Mao Khe. Den kompletten Juli und August 1951 werden die Arbeiten nur von lokalen Operationen unterbrochen. So wird mit dem I/3° R.E.I. wird am 20. August 1951 eine Aufklärungsmission am Nui Dong Mai unternommen.

Ende August 1951 verlassen Capitaine De Montferrand und Lieutenant Tirat das II/3° R.E.I. Für Capitaine Bernard De Montferrand kommt Capitaine Francois Vieulès als stellvertretender Commandant zurück zum II/3° R.E.I.

Auch im September und Oktober 1951 bleibt das II/3° R.E.I. um Mao Khe stationiert, wo weiter Bunker und Posten ausgebaut werden. Z.B. der P.A. 26 von der 8° Compagnie des II/3° R.E.I.

Ab 06. November 1951 wird das II/3° R.E.I. wieder zusammen geführt. Zusammen mit dem I/3° R.E.I. geht es für die Groupe Mobile 5 in die Region von Cho Ben im Südwesten des Deltas, im Vorfeld der Operation Tulipe und der Schlacht von Hoa Binh.
Allein die 8° Compagnie des II/3° R.E.I., deren Führung Lieutenant Leon Lombard übernimmt, bleibt vorerst in Mao Khe zurück, um die Arbeiten fertigzustellen.

Karte der Region Dong Trieu mit Mao Khe (6,4 MB)

November bis Dezember 1951 - Cho Ben

Ab 11. November 1951 richtet sich das II/3° R.E.I. defensiv an der R.P. 21 bei Cho Ben ein. Mehrere Stellungen werden auf den dortigen Kalkfelsen besetzt.

Die Vietminh sind mit Regimentern der Divisionen 316 und 320 in der Region, welche die Einheiten in der Legion bereits ins Visier genommen haben.

So kommt es am 16. November 1951 bei der Einnahme der Höhe von Toum Nao zu einem schweren Überfall.
Commandant Aubert de Vincelles, Lieutenant Touyarot von der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. und 14 Legionäre werden getötet. Dazu gibt es sieben Verletzte und 24 Vermisste. Der Gegner hinterlässt 60 Gefallene.

Siehe dazu Toum Nao

Nur drei Tage später, am 19. November 1951, wird der P.C. des II/3° R.E.I. in Lan Duong angegriffen. Eine Compagnie des 1° B.E.P. unterstützt und es gibt dadurch glücklicherweise keine Verluste.

Am 24. November 1951 wird der P.A. Quang Mang auf der Cote 74, gehalten duch die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. von Lieutenant De Broucker schwer angegriffen. Nachdem die Vietminh den P.A. teilweise überrannt haben, können diese durch einen Gegenangriff von der und der Compagnie des II/3° R.E.I. und einer Compagnie des 1° B.E.P. wieder zurückgestoßen werden.
Es gibt zahlreiche Verletzte und mindestens einen Toten, den Legionär Jean Blandzinski.

Derweil stößt auch die 8° Comagnie des II/3° R.E.I. von Lieutenant Lombard wieder zum Bataillon. Sie verlegt am 25. November 1951 nach Que Quai und bezieht dort Stellung.

Unterdessen versuchen es die Vietminh am 29. November 1951 erneut und greifen die Cote 74 abermals an. Es gibt jedoch keine Verluste.
Aufgrund der Bedrohung für den P.A. Cote 74 wird auch die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. von Capitaine Renneville nach dort verlegt.

Cho Ben

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Fotos von Werner R., II/3° R.E.I.

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Am 02. Dezember 1951 verlegt auch die 5° Compagnie des II/3° R.E.I. zur 8° Comagnie auf den P.A. Que Quai, da man von einem bevorstehenden Angriff ausgeht.

Den 05. Dezember 1951 tritt Lieutenant Bramaud Du Boucheron vor dem P.A. Que Quai auf eine Mine und verstirbt.
Er war nach dem Tod von Lieutenant Touyarot der Führer der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. Die 5° Compagnie wird nun von Capitaine Morlant übernommen.

Den 16. Dezember 1951 wird eine Patrouille der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. überfallen. Dabei gibt es zwei Tote, darunter den Legionnaire Guy Rosiek.

Unterdessen ist auch der neue Commandant des II/3° R.E.I. eingetroffen. Chef de Bataillon Robert Deruelle wird das II/3° R.E.I. nun mit Capitaine Vieulès führen.

Den 21. und 28. Dezember 1951 werden kleine Operationen durchgeführt.

Dann greifen die Vietminh in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1951 die Cote 74 erneut an.
Es ist das komplette Regiment 57, welches die und 7° Compagnie des II/3° R.E.I. unter der Führung von Capitaine Renneville angreift.
Die Lage gegen die anstürmenden Massen von Infanterie wird in dem mehrere Stunden andauernden Gefecht kritisch, da die Munition im Laufe der Nacht rar wird. Aber am frühen Morgen ist der Angriff durch zwei Gegenangriffe abgewehrt und der Gegener zieht sich zurück.
158 tote Vietminh und zahlreiche Waffen werden um den P.A. aufgefunden. Aber auch zehn Legionäre wurden getötet und 28 Legionäre verletzt. Unter den Verletzten ist auch Capitaine Renneville, Commandant der 6° Compagnie des II/3° R.E.I.

Siehe dazu Cote 74

Karte des südl. Deltas mit Cho Ben (6,4 MB)

Januar bis Mai 1952 - Cho Ben

Nach dem Jahreswechsel kommt es kaum noch zu Gefechten im Bereich von Cho Ben, die Vietminh richten ihr Augenmerk zu Beginn des Jahres 1952 auf Hoa Binh.

Am 06. Januar 1952 übergibt Lieutenant Lombard die 8° Compagnie des II/3° R.E.I. an Lieutenant Schmit.

Cho Ben

P.A. Cote 74

Foto von Hans Georg K., II/3° R.E.I.


Den 28. Januar 1952 fährt Lieutenant Biard mit einem Jeep von der Cote 74 zum P.C. des II/3° R.E.I. Doch eine Gruppe Vietminh hat einen Hinterhalt gelegt und der Jeep fährt auf eine Mine. Sowohl der Lieutenant, als auch sein Chauffeur werden verletzt. Im Feuer der Vietminh kommt Lieutenant Joseph Biard aus der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. ums Leben.

Für die folgenden Monate Februar, März, April und Mai 1952 sind keine Details bekannt.
Das II/3° R.E.I. verbleibt noch bis zum 27. Mai 1952 mit der G.M. 5 in der Region von Cho Ben.

Karte des südl. Deltas mit Cho Ben (6,4 MB)

Juni 1952 bis Dezember 1952 - Phu Ly am Day

Mit der Operation Kangourou, vom 28. bis 31. Mai 1952, beginnt für das II/3° R.E.I. eine kurze Periode als Marschbataillon in der G.M. 5.
Die G.M. 5 zieht Anfang Juni 1952 mit dem II/3° R.E.I. und dem I/3° R.E.I. zunächst in den südlichen Bereich der Region Van Dinh.

Bis zum Juli 1952 ist das Bataillon u.a. in die Operationen Antilope und Sarigue eingebunden, welche in den Regionen Van Dinh, Phu Ly und Hung Yen stattfinden.
Es kommt dabei am 07. Juni 1952 in den Dörfern Thon Noi und Nhi Khe zu einem schweren Gefecht. Es gibt etwa ein Dutzend Gefallene, viele aus der 7° Compagnie des II/3° R.E.I.

Siehe dazu Van Dinh

Ab dem 08. Juli 1952 übernimmt das II/3° R.E.I. vom IV/3° R.E.I. den Sektor Thanh Liem, südlich von Phu Ly an der Route Coloniale 1, östlich des Day-Fluss.
Das Bataillon wird aufgeteilt auf den Posten des Sektors, von Phu Ly über Mao Chu, Yen Phu und Mai Cau bis Kenh Tanh.

Große Angriffe der Vietminh bleiben die folgenden Monate aus, es kommt für das II/3° R.E.I. nur zu kleineren Gefechten, meist während der Patrouillen.
So kommt es am 27. Juli 1952 bei Cha Chai zu einem Gefecht. Dabei fallen u.a. Lieutenant Pierre Schmit und Sergent Adolf Rupp aus der 8° Compagnie des II/3° R.E.I.

Tonkin-Delta

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Fotos von Werner R., II/3° R.E.I.

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Den 01. Oktober 1952 fällt der Legionnaire Kurt Glesmer bei Yen Phu, den 11. November 1952 der Legionnaire Mathias Beckers bei Bang Khe.

Am 13. November 1952 kommt es bei Mao Chu zu einem Gefecht. Dabei werden u.a. Lieutenant Albert Maylin, sowie die Legionäre Baptisto Stachetti und Hans Weller getötet.

Den 05. Dezember 1952 fällt der Legionnaire Theo Koslicki. Den 27. Dezember 1952 Caporal Laszlo Matuska und die Legionäre Jean Generet und Rudolf Volker aus der C.C.B. des II/3° R.E.I. bei der Cote 38.

Karte des südl. Deltas mit Phu Yen und Van Dinh (6,4 MB)

Januar bis Februar 1953 - Phu Ly am Day

Auch Anfang des Jahres 1953 verbleibt das II/3° R.E.I. in der Region von Phu Ly am Day.

Im Januar 1953 kommen zwei Unteroffiziere des II/3° R.E.I. ums Leben. Es bleiben jedoch die einzigen Verluste während der ersten Monate des Jahres 1953.
Den 09. Januar 1953 fällt Sergent Domingo Milar aus der C.C.B. bei Yen Lai, den 12. Januar 1953 Sergent Hermann Rupp aus der 7° Compagnie bei Phuong Khe.

Am 01. Februar 1953 übernimmt Chef de Bataillon Jacques Wisdorff das II/3° R.E.I.
Sein Adjoint ist Capitaine Robert Lecuru. Im Stab sind zudem die Lieutenants Jacques Bevalot und Albert Heim. Die C.C.B. führen Capitaine Paul Rozan und Lieutenant Vilbert.

Den 12. Februar 1953 wird eine Patrouille des II/3° R.E.I. überfallen, man kann sich jedoch durchsetzen, es gibt keine Verluste.
Am 20. Februar 1953 wird das II/3° R.E.I. schließlich auf seinen Posten durch das III/6° R.I.C. abgelöst und verlässt die Region Phu Ly in Richtung Hai Phong.

In Hai Phong tritt das II/3° R.E.I. am 21. Februar 1953 vor Lieutenant-Colonel Marguet an und übernimmt dann den Sektor Trinh Xa bei Haiphong.
Es kommt dort am 28. Februar 1953 zu einem Hinterhalt, der aber durch die 5° Compagnie von Capitaine Morlant und Lieutenant Labat enttarnt werden kann.

Doch auch die Region Hai Phong verlässt das II/3° R.E.I. bald wieder. Es geht in eine völlig andere Region Indochinas.

Karte des südl. Deltas mit Phu Yen und Van Dinh (6,4 MB)

März bis April 1953 - Plaine des Jarres in Laos

Am 16. März 1953 wird das II/3° R.E.I. von Hanoi aus in die Plaine des Jarres nach Laos eingeflogen. Die Vietminh sind im Norden von Laos mit ihrer Division 304 aus Richtung Westen vorgestoßen und bedrohen nun die Posten bis in der Plaine des Jarres und die Division 308 aus dem Norden sogar die laotische Hauptstadt Luang Prabang.

In der Plaine des Jarres wird eine große Stellung ausgebaut, welche den Gegner aufhalten soll, das Centre de Résistance de la Plaine des Jarres (C.R.P.J.).
Die Stellung nach dem Vorbild von Na San mit mehreren P.A. und einer Flugpiste befindet sich an der Route Coloniale 7, ca. 20 Kilometer nordwestlich von Xieng Khouang.
Weitere Bataillone der Legion folgen ebenfalls, zunächst das III/3° R.E.I. am 26. März 1953.

Das II/3° R.E.I. richtet sich auf dem Hochplateau von Tran Ninh, südöstlich des Flugfeldes, ein. Bis in den April 1953 bleibt es zunächst noch ruhig, doch am 12. April 1953 steht die Division 304 vor Sam Neua, etwa 160 Kilometer nordwestlich an der R.C. 7.
Die Garnison von Sam Neua zieht sich in Richtung der Plaine des Jarres zurück, doch die drei Bataillone werden die folgenden Tage fast komplett aufgerieben.
Infolge dessen lässt man auch die Posten Ban Ban und Xieng Khouang räumen, dessen Besatzungen sich am 20. April 1953 in das C.R.P.J. zurückziehen.
Die Division 304 kann somit kampflos bis nach dort vordringen.

Unterdessen stößt die Division 308 von Norden aus in Richtung Luang Prabang vor. Das II/3° R.E.I. wird nach dort entsandt und stößt am 24. April 1953 auf dem Weg nach Luang Prabang auf leichten Widerstand.

Am 30. April 1953 stehen die Vietminh nur noch zwei Tagesmärsche nördlich der Hauptstadt.
Um die Vietminh aufzuhalten wird das 6° B.P.C. über Luang Prapang abgesetzt und nach Pak Hou geschickt. Das II/3° R.E.I. geht in Ban Thine am Nam Suong, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Luang Prabang, in Stellung.
Doch der Kampf bleibt aus, denn die Vietminh sind durch ihren schnellen Vorstoß vom Nachschub abgeschnitten und müssen sich vorerst zurückziehen.

Karte von Nord-Laos mit Xieng Khouang und der Paine des Jarres (6,8 MB)

Mai bis Juli 1953 - Plaine des Jarres in Laos

Das II/3° R.E.I. kehrt daraufhin zu Beginn des Mai 1953 in das C.R.P.J. zurück. Die Division 304 ist derweil nicht weiter in Richtung des C.R.P.J. vorgedrungen, sondern zieht größtenteils aus Ban Ban und Xieng Khouang in Richtung Süden ab.

Am 04. Mai 1953 wird mit Teilen des II/3° R.E.I. und Kräften aus vier weiteren Bataillonen, darunter das III/3° R.E.I. und das ebenfalls eingetroffene 2° B.E.P., eine größere Aufklärungsoperation bis zum alten Flugfeld von Phong Savan und darüber hinaus bis nach Khang Khay durchgeführt.

Den 07. Mai 1953 beteiligt sich das II/3° R.E.I. an der Operation Dépannage, um noch versprengte Kräfte aus Sam Neua zu retten.

Am 11. Mai 1953 beteiligen sich zwei Kompanien des II/3° R.E.I., zusammen mit dem 2° B.E.P., einer Kompanie des III/3° R.E.I. und des II/2° R.E.I. sowie weiteren Kräften an der Operation Muguet. in Richtung Xieng Khouang.
Die R.P. 41 entlang, über Dong Danh und Ban Nhoun soll die Marschgruppe in das Tal des Nam Ky bis Ban Kosi vorstoßen, um sich dort mit motorisierten Einheiten zu vereinigen. Doch das 2° B.E.P. trifft als Vorhut bei Dong Danh auf heftigen Widerstand.

Auch für den Rest des Monats Mai 1953 beteiligt sich das II/3° R.E.I. weiter an offensiven Operationen in Richtung Xieng Khouang.
So am 16. Mai 1953, in ähnlicher Besetzung wie am 11. Mai 1953, an der Operation Paquerette.

Nachdem schließlich aufgeklärt wird, dass die Vietminh Xieng Khouang verlassen haben, richtet sich das II/3° R.E.I. im Juni 1953 dort ein.
In Xieng Khouang verbleibt das Bataillon bis in den Juli 1953. Es wird dann am 23. und 24. Juli 1953 in die laotische Hauptstadt Luang Prabang eingeflogen.

Karte von Nord-Laos mit Xieng Khouang und der Paine des Jarres (6,8 MB)

August bis November 1953 - Pak Seng in Laos

Für den August 1953 sind keine Details bekannt, doch vermutlich bricht das II/3° R.E.I. im Verlauf des Monats bereits von Luang Prabang aus am Nam Suong entlang in Richtung Nordosten auf.
Denn ab 31. August 1953 beginnt die Operation Dampierre, in der Region von Pak Seng am Nam Suong, etwa 50 Kilometer nördlich von Luang Prabang, an der neben dem II/3° R.E.I. noch fünf weitere Bataillone beteiligt sind.

Ab 03. September 1953 stößt das II/3° R.E.I. im Rahmen der Operation Dampierre auf Ban Sop Tiek am Nam Suong vor.
In der unwirtlichen Bergregion am Nam Suong verbleibt das II/3° R.E.I. auch die kommenden Wochen. Den 11. September 1953 fällt der Legionnaire Opalka bei Nam Sang.

Am 27. September 1953 kommt es für die 8° Compagnie des II/3° R.E.I. bei Ban Phou Sinam zu einem schweren Gefecht. Dabi sterben Caporal-Chef Erwin Grabert, sowie die Legionäre Arno Müller, Georg Putz und Miguel Suarez.

Vom 03. bis zum 06. Oktober 1953 unternimmt das II/3° R.E.I. eine Oparation in die Region östlich von Pak Seng.
Den 20. Oktober 1953 fällt der Legionär Erwin Beitel bei Ban Pho, den 22. Oktober 1953 der Legionär Walter Mitiska bei Pak Seng.

Am 08. November 1953 kommen die Legionäre Karl Jais und Friedrich Brunner aus 8° Compagnie des II/3° R.E.I. in einem Gefecht bei Ben That Thone, südlich von Pak Seng, ums Leben.
Erst am 24. November 1953 verlässt das II/3° R.E.I. die Region Pak Seng am Nam Suong wieder.

Karte der Region Muong Ngoi mit Pak Seng in Nord-Laos (6,0 MB)

November bis Dezember 1953 - Muong Khoua in Laos

Während die 5° Compagnie des II/3° R.E.I. zum Flugfeld von Muong Sai verlegt wird, geht es für den Rest des II/3° R.E.I. ab dem 24. November 1953 im Rahmen der Operation Ardéche nach Muong Ngoi am Nam Ou und weiter den Fluss hinauf bis nach Muong Khoua, an der Mündung des Nam Pak.

In Muong Koua, nur etwa 50 Kilometer süwestlich von Diên Biên Phú, wo der Ausbau der Festung am 20. November 1953 begonnen hat, bezieht das II/3° R.E.I. unter Chef de Bataillon Raymond Cabaribère noch Ende November 1953 seine Stellung.

Im Dezember 1953 werden einzelne Auflärungsoperationen in der Region um Muong Khoua unternommen.
Den 01. Dezember 1953 kommen Caporal Francesco Bertolino und die Legionäre Dieter Bohrmann, Rudolf Klaasen, Victor Richard und Heinz Sprote in einem Gefecht bei Muong Lap ums Leben.
Am 20. Dezember 1953 fallen die Legionäre Josef Harz und Karl-Heinz Oswald zwischen Moung Khoua und Tao Soc.

Den 23. Dezember 1953 kommt es zum Kontakt mit Kräften aus Diên Biên Phú, das 1° B.E.P. und das 8° B.P.C. sind bis Sop Nao am Nam Noua vorgestoßen.

Karte der Region Muong Ngoi mit Pak Seng in Nord-Laos (6,0 MB)
Karte der Region von Muong Khoua am Nam Ou (6,7 MB)

Januar bis Februar 1954 - Muong Khoua in Laos

Die Operationen des II/3° R.E.I. von Chef de Bataillon Raymond Cabaribère im Norden von Laos setzen sich auch im Jahre 1954 fort.

So unternimmt die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. von Lieutenant Riou am 03. Januar 1954 die Operation Achille zur Bereinigung der Region östlich von Moung Khoua.
Am 20. Januar 1954 operiert die 7° Compagnie des II/3° R.E.I. von Capitaine Antoine Fonlupt nordöstlich von Muong Khoua.

Als die Vietminh Ende Januar 1954 mit ihrer kompletten 308. Division in die Region vorrücken, wird die Evakuierung von Muong Khoua befohlen.

Vom 30. Januar bis zum 04. Februar 1954 kommt es für die drei Kompanien des II/3° R.E.I. als Nachhut im Verlauf des Rückzugs aus Muong Khoua nach Südenwesten in Richtung Muong Sai zu schwersten Gefechten.
Das II/3° R.E.I. verliert insgesamt 228 von seinen 385 Mann und ist damit praktisch aufgelöst.

Siehe dazu Muong Khoua

Unter den Vermissten und Toten sind auch einige Legionäre der 5° Compagnie des II/3° R.E.I., welche von Muong Sai aus nach Muong La entsandt wurde und dort beim Rückzug des 5° Tabor nach Muong Sai den Rücken gedeckt hat.

Die Überlebenden des II/3° R.E.I. um Chef de Bataillon Cabaribère und Lieutenant Riou werden aus Laos zurück nach Tonkin geflogen.

Karte der Region von Muong Khoua am Nam Ou (6,7 MB)
Karte der Region Muong Ngoi mit Muong Sai (6,0 MB)

März 1954 - Neuaufstellung bei Hanoi

Ab 12. März 1954 wird das II/3° R.E.I. unter Chef de Bataillon Raymond Cabaribère mit frischem Personal in Tong wieder neu aufgestellt.
Es wird dann am 15. März 1954 nach Phu Luu, nordöstlich von Hanoi, verlegt.

In den ersten Einsätzen geht zunächst um die Freihaltung der Route Coloniale 5 zwischen Hanoi und Hai Duong und es folgen einige Tage in Vat Cach Thuong.

Karte des mittleren Deltas mit Hai Duong und Ban Yen Nhan (6,1 MB)

April 1954 - Ban Yen Nhan an der R.C. 5

Am 09. April 1954 wird das II/3° R.E.I. der Groupe Mobile 3 unterstellt und in Ban Yen Nhan an der Route Coloniale 5 stationiert.
Ab 10. April 1954 ist das Bataillon täglich in der Öffnung der R.C. 5 von Ban Yen Nhan nach Trai Truc eingesetzt.
Dabei fallen den 16. April 1954 Sergent Günter Weber und der Legionnaire Walter Veitl aus der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. bei einer Minenexplosion an der Brücke von Thanh Son.

Zwischendurch werden am 19. April 1954 vier Unteroffiziere und 43 Legionäre des Bataillons ausgewählt, nachdem sich das komplette II/3° R.E.I. freiwillig zum Sprung auf Diên Biên Phú gemeldet hatte.
Die ausgewählten Legionäre werden tatsächlich am 21. April 1954 über Diên Biên Phú abgesetzt. Ihr Opfer ändert nichts am Schicksal von Diên Biên Phú.

Unterdessen kommt es am Morgen des 21. April 1954 an der R.C. 5, nordwestlich von Ban Yen Nhan, zu einem schweren Angriff auf das II/3° R.E.I.
Zwei Bataillone des Regiment 42, sowie ein schweres Bataillon, greifen die Legionäre gegen 08:45 Uhr an. Es trifft zunächst die Vorhut, die 6° Compagnie des II/3° R.E.I. Aber bald sind auch die und 8° Compagnie des II/3° R.E.I. das Ziel der Angreifer.
Erst als die 5° Compagnie des II/3° R.E.I. aus Ban Yen Nhan mit der Unterstützung von Panzern den Ort des Geschehens erreicht, fliehen die Vietminh. Bis 12:00 Uhr gelingt schließlich die Öffnung der Straße.
Zu einem hohen Preis, das II/3° R.E.I. hat Commandant Cabaribère verloren, dazu Capitaine Pernet und Lieutenant Rigneault, sowie 30 Unteroffiziere und Legionäre. Zudem gibt es 68 Verletzte und 40 Vermisste.

Siehe dazu Ban Yen Nhan

Karte des mittleren Deltas mit Hai Duong und Ban Yen Nhan (6,1 MB)

Mai 1954 - Gia Lam bei Hanoi

Nach dem Tod von Chef de Bataillon Raymond Cabaribère übernimmt zunächst Capitaine Belloli provisorisch die Führung des II/3° R.E.I.

Den 02. Mai 1954 kommt Caporal Fritz Mayewski bei einem letzten Gefecht bei Ban Yen Nhan ums Leben.
Dann geht es am 03. Mai 1954 für das II/3° R.E.I. nach Hanoi zum Flugplatz Gia Lam, den das Bataillon die nächsten Wochen schützt. Hier erfährt das Bataillon vom Fall der Festung Diên Biên Phú.

Doch im Delta geht der Krieg weiter. Am 12. Mai 1954 geht es für die und 7° Compagnie des II/3° R.E.I. wieder auf Operation. Zusammen mit zwei Kompanien des 1° B.P.V.N. soll das Dorf Binh Tru, nur wenige Kilometer westlich von Gia Lam, eingenommen werden.
Doch trotz mehrerer Angriffe kann das gut verteidigte Dorf nicht genommen werden und man muss sich mit Verletzten wieder zurückziehen.

Siehe dazu Binh Tru

Nach der Operation wird der Wachdienst in Gia Lam für die kommenden Tage wieder fortgesetzt.

Am 27. Mai 1954 wird das II/3° R.E.I. wieder von der G.M. 3 angefordert. Es geht daraufhin am 28. Mai 1954 für das Bataillon nach Cap Thuong.
Nach einer Operation am 29. Mai 1954 auf Dong Phan und Binh An, verlegt das II/3° R.E.I. am 30. Mai 1954 nach Ke Sat.

Karte des mittleren Deltas mit Ban Yen Nhan und Ke Sat (6.1 MB)

Juni bis Juli 1954 - Luc Dien an der R.P. 39

Ke Sat an der Route Coloniale 5 wird die neue Basis des II/3° R.E.I. Es geht jedoch schon am 01. Juni 1954 über die R.P. 39 nach Luc Dien, wo sich das Bataillon nahe der Kirche einrichtet.

Im Juni 1954 ist das II/3° R.E.I. in Operationen um Luc Dien eingebunden. Während Pioniereinheiten die seit langem zerstörte R.P. 39 in Richtung Hung Yen herrichten, schützt das II/3° R.E.I. die Arbeiten.
Die Operation, von den Legionären Samba getauft, verläuft relativ ruhig. Trotzdem gibt es ständige Verluste, hauptsächlich durch Mörserbeschuss und Minen.
Den 10. Juni 1954 fällt der Legionär Gerhard Kahn bei Dao Xien, den 14. Juni 1954 die Legionäre Heinrich Königs bei Lien Thuong und Gustave Pudimaitis bei Yen Vien.
Am 17. Juni 1954 kommen Caporal Hans Baensch und der Legionär Josef Dries bei De Cau ums Leben.
Den 18. Juni 1954 wird Lieutenant Michel Tirat, Commandant der 5° Compagnie des II/3° R.E.I., bei An Binh Ap durch eine Mine schwer verletzt und erliegt noch am gleichen Tag in Hanoi seinen Verletzungen.
Am 23. Juni 1954 fällt der Legionär Siegfried Wunsch bei Dao Vien und am 03. Juli 1954 der Legionär Walter Munch bei Yen Khe.

Am 08. Juli 1954 erreicht man Dong Ly, wo man sich mit dem 1° Muong und Kräften des R.I.C.M. einrichtet.
Bei Dong Ly kommt es am 11. Juli 1954 zu einem letzten schweren Gefecht mit den Vietminh. Caporal Horst Wiezorrek, sowie die Legionäre Hugo Budde, Kurt Hochlander, Hans Hollmann und Horst Jager kommen dabei ums Leben.

Am 17. Juli 1954 verlegt das II/3° R.E.I. zurück zum Flugplatz nach Gia Lam. Dort erlebt das Bataillon am 27. Juli 1954 den Waffenstillstand in Tonkin.

Nach dem Waffenstillstand geht es für das II/3° R.E.I. am 28. Juli 1954 wieder nach Dong Ly, wo man bei der Evakuierung von Hung Yen unterstützt.

Karte des Deltas mit Ke Sat, Luc Dien, Dong Ly und Hung Yen (6.1 MB)

August bis Oktober 1954 - Ke Sat an der R.C. 5

Während das II/3° R.E.I. am 07. August 1954 nach My Trach verlegt, verbleibt die 5° Compagnie zunächst in Ke Sat, im Quartier Lieutenant Tirat.

Die 6° Compagnie verlegt nach Chy Khe, wo sie bald durch die 7° Compagnie herausgelöst wird, während der Rest des Bataillons wieder nach Ke Sat verlegt.
Nur die 8° Compagnie übernimmt einen Vorposten in Ba Dong.

In Ke Sat übernimmt Capitaine Bernard De Montferrand die Führung des II/3° R.E.I.
Nach den nun folgenden ruhigen Wochen im August und September 1954 verlässt das II/3° R.E.I. am 29. Oktober 1954 die Stadt Ke Sat an der Route Coloniale 5 für immer.

Karte des Deltas mit Ke Sat, Luc Dien, Dong Ly und Hung Yen (6.1 MB)

November 1954 - Abreise aus Indochina

Es geht zunächst nach Cuu Vien, zwischen Kien An und Haiphong, wo das 3° R.E.I. zusammen geführt wird.
Hier verlassen am 01. November 1954 insgesamt 2/2/70 Mann das II/3° R.E.I. und werden in das 5° R.E.I. eingegliedert, welches weiter in Indochina verbleibt.

Der Aufenthalt in Cuu Vien währt nur kurz, bis das II/3° R.E.I. schließlich am 13. November 1954 in Haiphong die Saint Michel in Richtung Saigon besteigt.

Von Saigon aus verlässt das II/3° R.E.I. unter Capitaine De Montferrand schließlich am 23. November 1954 Indochina.
Auf der Athos II geht es in Richtung Bone in Algerien...