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Poste 41 Ouest

Toum Nao

Dong Khe

Einleitung

Dong Khe

Dong Khe etwa 20 Kilometer nördlich von That Khe liegt in einer Ebene und ist von hohen Kalkfelsen umgeben.
Das Zentrum der Verteidigung stellt die Zitadelle auf einem Hügel im Osten.
Im darunter liegenden Dorf befindet sich das Quartier Dubouchet, durch mehrere Bunker geschützt.
Fünf Posten, auf umliegenden Höhen, kontrollieren den Zugang von der Ebene.

Vom 25. auf den 26. Mai 1950 wurde Dong Khe, seinerzeit besetzt von der und der 4° Compagnie des 8° R.T.M., von den Vietminh schwer beschossen und schließlich eingenommen.
Nur durch einen überraschenden Einsatz der Fallschirmjäger des 3° B.C.C.P. konnte Dong Khe am 27. Mai 1950 wieder eingenommen werden.
Nachdem die Vietminh Dong Khe in Stücke geschossen hatten, besetzt das 8° Tabor vorübergehend die Posten und baut diese wieder auf. Die Bewohner haben Dong Khe nach den Kämpfen verlassen und so ist es eine reine Garnison.

Am 07. September 1950 löst Capitaine Allioux mit Teilen der C.C.B. 2, sowie der und der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. das 8° Tabor in Dong Khe heraus.

Capitaine Allioux besetzt mit seinem Adjoint Lieutenant Monnet den P.C. in der Zitadelle, geschützt von der 6° Compagnie unter Capitaine Jaugeon. Die 1° Section wird geführt von Lieutenant Tensorer, die 2° Section von Lieutenant Grué und die 3° Section von Adjudant-Chef Oelschlagel.
Die 5° Compagnie unter Capitaine Vollaire besetzt das Quartier Dubouchet und übernimmt die fünf Außenposten. Die 2° Section führt Lieutenant Héry und die 3° Section Sergent-Chef Benoit-Lizon.
Insgesamt sind es 257 Legionäre, 39 Partisanen und fünf Artilleristen.

Dong Khe ist damit nun deutlich schwächer besetzt. Doch vor dem Hintergrund der in den Stäben bereits geplanten und unmittelbar bevorstehenden Evakuierung der Route Coloniale 4 war man offenbar bereit, dieses Risiko einzugehen.
Doch die Vietminh ergreifen schneller die Initiative. General Giap hat zwei Regimenter und seine komplette Division 308 um Dong Khe antreten lassen.
Insgesamt 16 Bataillone, etwa 10.000 Vietminh. Dazu schwere Waffen. Ein ungleicher Kampf steht den Verteidigern bevor.

Die Legionäre haben kaum Zeit sich einzurichten. Am 14. September 1950 wird die Brücke in Richtung That Khe durch die Vietminh gesprengt und die Straße sabotiert. Die Verbindung nach Süden ist für die Legionäre damit abgeschnitten.

Die Vietminh bereiten damit den bevorstehenden Angriff vor. Diesen wird das T.D. 174 von Colonel Dang Van Viet aus Richtung Norden und Nordosten führen, unterstützt vom unabhängigen 426. Bataillon, dem 11. Bataillon der Division 308, sowie sechs 75er Geschützen.
Im Westen und Südwesten macht sich das T.D. 209 von Le Trong Tan bereit, unterstützt vom 178. Artillerie-Bataillon. Zusätzlich werden im Osten vier Geschütze stationiert.
Die komplette Division 308 hält sich zudem im Nahbereich auf, um gegebenenfalls einzugreifen und Unterstützungskräfte vor Dong Khe aufzuhalten.

Karte der Region Cao Bang bis That Khe (6,1 MB)

16. September 1950 - Dong Khe

In der Nacht auf Samstag, den 16. September 1950, werden von einem Außenposten im Süden Feindbewegungen in der westlichen Ebene gemeldet.

Man schickt daher am frühen Morgen Patrouillen zur Aufklärung raus. Gegen 06:00 Uhr trifft eine Aufklärungspatrouille unter Sergent-Chef Schurt aus der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. in nordöstlicher Richtung auf den Gegner, kann sich noch einem kurzen Schusswechsel aber zurückziehen.

Unmittelbar nach dem Kontakt bricht gegen 06:30 Uhr der gegnerische Angriff los. Die Zitadelle von Dong Khe und ihre Außenposten werden heftig durch Mörser und 75er Granaten beschossen.
Der Beschuss konzentriert sich zunächst hauptsächlich auf die Zitadelle und deren 105er Geschütz, trifft aber auch das Quartier Dubouchet und die Außenposten, insbesondere den Poste Nguyen, auf einem Felsen östlich von Dong Khe.

Schnell wird klar, dass sich ein großer Angriff anbahnt. That Khe wird durch Lieutenant Monnet per Funk verständigt und man fordert in Hanoi Luftunterstützung an.
Selbst in Cao Bang beim III/3° R.E.I. hat man den Gefechtslärm vernommen und entsendet eine Morane für die Aufklärung aus der Luft.

In der Zitadelle nehmen die Legionäre der 6° Compagnie von Capitaine Jaugeon ihre Posten ein.
Die 3° Section von Adjudant-Chef Oelschlagel übernimmt die nördliche Außenanlage, mit mehreren Bunkern und Gräben, die 1° Section von Lieutenant Tensorer die östliche Flanke und die 2° Section von Lieutenant Grué die schweren Waffen der Zitadelle, ein 12,7 mm M.G. und eine 57 mm Kanone.
Im Quartier Dubouchet besetzt die 5° Compagnie von Capitaine Vollaire ihre Bunker.

Ab 09:30 Uhr ist die Luftwaffe über Dong Khe mit sechs Hellcat im Einsatz. Zusätzlich ist das 105er Geschütz der Zitadelle unablässig mit Gegenfeuer beschäftigt.
Es gelingt sogar, zwei gegenerische Geschütze auszuschalten.

Doch der Poste Nguyen im Osten kann gegen den ab 10:00 Uhr dort losbrechenden Infanterieangriff des 249. Bataillon des T.D. 174 nicht standhalten. Eine Granate trifft den MG-Stand und gegen 10:30 Uhr fällt der Poste Nguyen.
Nur einem Legionär gelingt die Flucht zur Zitadelle. Es ist Caporal Sandor Balog, der dort am Abend eintrifft.

Zwar ist der Beschuss auf Dong Khe während des Vormittags noch nicht so schwer, doch schnell gibt es die ersten Toten und Verletzten. Insbesondere bei der Compagnie im Quartier Dubouchet, wo man die Fahrzeuge des Parc Auto in Sicherheit bringen wollte und mehrere Legionäre dabei getroffen wurden.
Gegen 11:00 Uhr meldet die Morane vier Tote und sechs Verletzte, darunter u.a. Médecin-Lieutenant Loup, welcher den Verletzten zu Hilfe eilte.

Ab Mittag steigern die Vietminh den Beschuss. Die ersten Bunker und Gräben werden schwer beschädigt, zudem wird im weiteren Verlauf auch das 105er Geschütz und dessen Mannschaft getroffen und kann nicht mehr eingesetzt werden.
Es gibt zunehmend Tote und Verletzte. Um 15:30 Uhr meldet die Morane bereits fünf Tote und zehn Verletzte. Bei der 5° Compagnie wird Capitaine Vollaire verletzt und muss die Führung an Lieutenant Héry abgeben.

Die Funkverbindung ist immer wieder unterbrochen, da die Antennen durch den Beschuss beschädigt und wieder repariert werden müssen.
Durch eine JU 52 wird Nachschub abgeworfen, der jedoch mühsam im Außenbereich der Zitadelle geborgen werden muss.

Ab 18:00 Uhr setzt der Abendnebel ein und die Kampfflugzeuge müssen ihren Einsatz abbrechen.
Fast gleichzeitig setzt nun der Infanterieangriff aus dem Südenwesten ein. Das T.D. 209 stößt auf die dortigen Außenposten vor.

Im Norden stoßen die Vietminh des 249. Bataillon des T.D. 174 auf den Poste Montmartre vor. Dieser liegt auf einem Felsen nördlich der Zitadelle.
Diese Schlüsselposition wird heftigt umkämpft. Von der Zitadelle aus versucht man die Kameraden so gut es geht zu unterstützen.
Doch der Poste Montmartre, von einer Gruppe gehalten, kann gegen die Übermacht nicht standhalten und wird gegen 20:00 Uhr von den Vietminh überrannt.

Die Vietminh können nun von dort aus die Zitadelle beschiessen, werden jedoch zunächst noch erfolgreich von der 57 mm Kanone der Zitadelle davon abgehalten.
Doch die Section von Lieutenant Grué hat bereits vier Tote und sechs Verletzte und ist seit Stunden unablässig im Einsatz.

Der Poste Pagodon im Süden hält bis 21:00 Uhr gegen die Angriffe des T.D. 209 durch und fällt dann in die Hände der Vietminh.
Diese konzentrieren sich daraufhin auf den Poste Piton Sud, zu dem man bald keinen Kontakt mehr hat.

Gegen 22:00 Uhr dringen die Vietminh auf die Nordseite der Zitadelle vor und sprengen die ersten Sperren der Section von Adjudant-Chef Oelschlagel.
Man unterstützt ihn aus dem Quartier Dubouchet mit Mörsern und einer P.I.A.T., zudem mit weiteren Mörsern aus der Zitadelle, welche schwere Verluste unter den Angreifern fordern.
Doch nach über einer Stunde Kampf ist kaum noch ein Bunker intakt und man muss sich in die Zitadelle zurückziehen. Nur die Hälfte der Section von Adjudant-Chef Oelschlagel kommt dort an, setzt den Kampf von dort aber weiter fort.

17. September 1950 - Dong Khe

Im Quartier Dubouchet sind die Vietminh mittlerweile eingedrungen. Die Legionäre der 5° Compagnie unter Lieutenant Héry haben sich in ihre Bunker zurückgezogen und liefern sich einen für die Vietminh sehr verlustreichen Häuserkampf. Die Vietminh müssen schließlich abbrechen und sich zurückziehen.

Unterdessen werden die Angriffswellen der Vietminh an der Zitadelle bis in den frühen Morgen zurückgeschlagen. Die Mörser in der Zitadelle sind gut eingerichtet und zeigen ihre Wirkung.
Der Hauptangriff der Vietminh spielt sich nun an der östlichen Flanke ab. In den Gräben und Bunkern der Section von Lieutenant Tensorer wird Mann gegen Mann gekämpft.
Erst um gegen 04:00 Uhr ziehen sich die Vietminh nach der dritten Angriffswelle und einem verzweifelten Gegenangriff zurück.

Am Morgen des 17. September 1950 ist die Zitadelle von Dong Khe nach dem Gegenangriff wieder komplett in der Hand der Legionäre. Die Anlagen sind arg mitgenommen und man meldet bereits 40 Tote und 80 Verletzte.
Der Poste Piton Sud wurde durch die gegenerische Artillerie komplett zerstört. Von den drei Überlebenden ist es nur einem Legionäre gelungen, sich bis in die Zitadelle durchzuschlagen.
Die noch etwa 60 Legionäre der 5° Compagnie unter Lieutenant Héry geben gegen 08:00 Uhr ihre Positionen im Quartier Dubouchet auf, da sie in die Zitadelle beordert werden.
In der Zitadelle machen sich die insgesamt noch etwa 150 Legionäre des II/3° R.E.I. unter der Führung von Capitaine Allioux für die nächste Runde bereit. Sie hoffen auf eintreffende Unterstützung, doch die Vietminh sind diesmal auf einen Einsatz von Fallschirmjägern vorbereitet. Und in That Khe stehen noch keine ausreichenden Kräfte zur Verfügung.

Gegen 10:00 Uhr setzt erneut heftiger Artilleriebeschuss der Vietminh auf die Zitadelle ein. Die Legionäre richten ihr Gegenfeuer insbesondere auf den nördlichen Felsen, welcher weiter eingedeckt werden kann.
Das verlassene Quartier Dubouchet wird von den Vietminh eingenommen. Doch sie können dort nicht viel ausrichten, da sie am Fuße der Zitadelle im Schussfeld der Scharfschützen sind.
Dem Scharfschützen Geisinger aus der 5° Compagnie gelingt es, drei Offiziere der Vietminh im Quartier Dobouchet auszuschalten.

Am Tage greifen französische Jagdflugzeuge ein. Sie können jedoch nicht viel ausrichten, da sich die Vietminh in ihre Gräben zurückgezogen haben. Denn auch die Vietminh haben in der Nacht schwere Verluste gehabt und benötigen Zeit, um sich neu aufzustellen.
Trotzdem haben die Vietminh ihre Luftabwehr in Stellung gebracht, eine P63 Kingcobra wird abgeschossen.
Doch immerhin setzt die Artillerie der Vietminh während der Luftangriffe aus und verschafft so den Legionären in der Zitadelle eine kurze Verschnaufpause.
Drei Ju 52 werfen Nachschub ab, die erst mühevoll westlich der Zitadelle geborgen werden muss, was aber gelingt.
Gegen 17:00 Uhr stellen die Vietminh schließlich ihren Beschuss ein. Es ist die Pause vor dem bevorstehenden Großangriff.

Nach dem einsetzenden Abendnebel, gegen 18:30 Uhr, setzt der Beschuss auf die Zitadelle wieder ein. Die Vietminh wollen nun die Entscheidung herbeiführen und dem entsprechend heftig ist der Einsatz ihrer Geschütze.
Die Bunker und Gräben der Zitadelle von Dong Khe leiden schwer. Und es gibt dadurch weitere 20 Tote und 35 Verletzte.

Als die Vietminh gegen 20:00 Uhr auf die Zitadelle anstürmen, steht noch nicht einmal mehr die Hälfte der beiden Kompanien des II/3° R.E.I. zur Verfügung.
Auf der Nordseite hat Lieutenant Héry mit der 5° Compagnie übernommen, die restlichen Legionäre sind auf den Bunkern der Zitadelle verteilt.

Als sich die Massen der Vietminh die Hänge der Zitadelle hocharbeiten, entwickelt sich ein gnadenloser Kampf. Von Norden greift das 249. Bataillon an und von Osten das 251. Bataillon des T.D. 174. Von Süden stößt des 249. Bataillon des T.D. 209 vor.
Trotz der Übermacht versuchen die Verteidiger auch diese Nacht durchzustehen, man hofft weiter auf Hilfe aus That Khe.
Zwar kann man die Angreifer zunächst auf Distanz halten, doch der Beschuss fordert ständig weitere Opfer.

Insbesondere die 5° Compagnie im Norden muss durch den Beschuss vom ehemaligen Poste Montmartre schwere Verluste hinnehmen. Irgendwann können sie sich nicht mehr halten und müssen sich in die Zitadelle zurückziehen. Unter weiteren Verlusten, darunter Sergent-Chef Benoit-Lizon.

18. September 1950 - Dong Khe

In der Zitadelle von Dong Khe sieht es nicht besser aus. Die Vietminh haben sich erneut auf das 57 mm Geschütz konzentriert und unter den Legionären von Lieutenant Grué weitere Verluste gefordert.
Die letzte Nachricht von Capitaine Allioux aus der Zitadelle vermeldet mittlerweile 80 Tote und 120 Verletzte, dann bricht der Kontakt ab.

Obwohl die Zahl der Verteidiger auf etwa 50 geschrumpft ist, wird der Kampf fortgesetzt. Die einzelnen Bunker werden hart umkämpft und wechseln im Laufe der Nacht mehrmals den Besitzer.
Die Lage wird immer aussichtsloser. Es gibt weitere Tote und Verletzte, unter den Verletzten sind bald auch die Lieutenants Héry und Grué.

Im Morgengrauen des 18. September 1950 kann Dong Khe schließlich nicht mehr gehalten werden. Gegen 04:30 Uhr dringen die Vietminh trotz des weiter anhaltenden Artilleriebeschusses bis auf den P.C. vor, sie wollen nun die Entscheidung.
In der Zitadelle ist kaum noch ein Bunker intakt und den etwa noch 30 letzten kampffähigen Legionären geht die Munition aus.

Alle Offiziere sind mittlerweile verletzt. Trotzdem wagt man vom P.C. aus im Morgengrauen gegen 06:30 Uhr den Ausbruch.
Geschützt vom starken Rauch der brennenden Benzinreserven bahnen sich die überlebenden Offiziere und Legionäre unter der Führung von Capitaine Allioux und Capitaine Jaugeon ihren Weg aus der Zitadelle.
Doch man kommt nicht weit, fast alle werden recht schnell von den Vietminh gefangen genommen. Nur kleinen vereinzelten Gruppen gelingt es, sich in den Dschungel abzusetzen. Darunter eine dreiköpfige Gruppe um Lieutenant Monnet.

Die Zitadelle von Dong Khe ist nach 50 Stunden gnadenlosem Kampf gefallen und liegt in Trümmern.
Die Überlebenden der Besatzung von Dong Khe, etwa 150 verletzte Legionäre des II/3° R.E.I. und deren Offiziere, gehen in Gefangenschaft.

Nun greifen die Vietminh auch die letzten verbleibenden Außenposten an. Den Poste Sud-Ouest und den Poste 661, welcher einen Kilometer nordwestlich von Dong Khe liegt.
Die Besatzungen der Posten befinden sich in aussichtsloser Lage und versuchen, sich in Richtung That Khe abzusetzen.

Bis gegen 10:00 Uhr am 18. September 1950 ist Ruhe über Dong Khe eingekehrt.
Die Vietminh verschaffen sich einen Überblick. In den verbrannten Trümmern in und um die Zitadelle liegen unzählige Tote.

Nachwort

Etwa 85 Legionäre des II/3° R.E.I. starben bei der Verteidigung von Dong Khe.

Darunter sind u.a. Sergent Georghe Bucsa, Caporal-Chef Hans Joachim Zabel und die Legionäre Raymond Cleerebaut, Gustave Ehrenberg, Rudolph Fixl, Roger Fontanelle, Joseph Gabele, Siegfried Hille, Waclav Kofron, Kurt Lenze, Philipp Mais, Wolfgang Menzel, Karl Munz, August Priesemann, Gustav Tusat, Janos Varga und Giulio Villis.
Der 5° Compagnie des II/3° R.E.I. lassen sich weiter zuordnen Sergent-Chef Marc Benoit-Lizon, Sergent Jacques Lefebrve, die Caporaux Sandor Balog, Ewald Martens und Stanislaw Talarski, sowie die Legionäre Mario Biglia, Maurice Boissard, Nemesio Hernandez Sanchez, Jan Kluska, Charles Mas, Helmuth Meier, Werner Nestmann, Harry Polter, Max Riemer, August Roncarati, Paul Seinsche, Helmut Toms, Hans Vogelsang, Erich Welbert und Jan Zemla.
Aus der 6° Compagnie des II/3° R.E.I. sind es u.a. Caporal-Chef Felix Smolinski und die Legionäre Stanislas Herda, Sandor Jenei, Johannes Kurvers, Alois Langenickl, Andre Laot, Gottlieb Luber, Thomas Montaivan Perez, Heinz Muller, Georges Nagli, Gunther Reimer, Manuel Santiago Lopez, Pawel Segieth und Wolfgang Zeilmann.

Aber auch der Gegner musste starke Verluste hinnehmen. Man schätzt, dass insgesamt etwa 800 Vietminh in den Kämpfen um Dong Khe fielen.
Den 20. September 1950 besucht Ho Chi Minh persönlich Dong Khe und beglückwünscht seine Soldaten zu dem Erfolg. Diese machen sich nun ihrerseits daran, sich in Dong Khe zu verschanzen. Denn in That Khe sammeln sich nun französische Truppen, darunter das 1° B.E.P., für den Gegenstoß. Dieser endet im Oktober 1950 jedoch im völligen Desaster.

Zunächst wird jedoch wird auch Lieutenant Monnet, zusammen mit zwei Legionären, am 21. September 1950 am Na Keo durch die Vietminh gefangengenommen, nachdem sie sich drei Tage durch den Dschungel geschlagen hatten.

Am 24. September 1950 trifft Capitaine Jaugeon völlig erschöpft in That Khe ein. Er ist der einzige Überlebende aus der Gruppe, welche den Ausbruch aus der Zitadelle wagte. Ihm folgt eine Gruppe der 5° Compagnie unter Sergent Matucci, Caporal-Chef D., sowie sieben Legionäre und 16 Partisanen. Es ist die Besatzung des Poste 661, welche bei den Angriff auf Dong Khe zunächst verschont blieb und sich nach dem Fall der Zitadelle absetzen konnte.
Am 25. September 1950 trifft noch ein Legionär der 5° Compagnie in That Khe ein und den 27. September 1950 nochmals zwei Caporaux, welche aus der Gefangenschaft fliehen konnten, sowie zwei Partisanen.
Zehn Tage nach dem Fall von Dong Khe, am 28. September 1950, erreicht auch noch Sergent-Chef Schurt aus der 5° Compagnie das II/3° R.E.I. in That Khe. Ihm war nach fünf Tagen Gefangenschaft die Flucht auf dem Marsch in Richtung China gelungen.

Von den übrigen Gefangenen überleben die meisten die jahrelange Gefangenschaft nicht und versterben in den Camps.
So beispielsweise die Sergents Pierre Martin und Walter Zlamal, die Caporaux Horst Lessmann und Gerhardt Koppermann, sowie die Legionäre Lars Abrahamsson, André Berger, Horst Junge, Alfred Klang, Helmut Klimesch, Hans Kronfoth, Georg Reiss, Horst Rieck und Harry Wypior aus der 5° Compagnie des II/3° R.E.I.
Nur wenige Gefangene werden aufgrund ihrer Verletzungen frühzeitig freigelassen, wie z.B. der hochdekorierte Caporal Gustave Schuvetz im Juli 1951.
Einige Legionäre haben jedoch das Glück, über China und Russland in ihre Heimatländer nach Osteuropa entlassen zu werden.

Die Offiziere werden getrennt von den Legionären im Camp 1 gefangen gehalten. Am 30. Juli 1951 verstirbt dort Médecin-Lieutenant Jean Loup.
Capitaine Jacques Vollaire wird im August 1952 frühzeitig aus der Gefangenschaft entlassen.
Capitaine Henri Allioux, Lieutenant Norbert Héry, Lieutenant Bernard Grué, Lieutenant Gustave Monnet und Lieutenant André Tensorer verbringen fast vier Jahre im Camp 1, bevor sie am 02. September 1954 in die Freiheit entlassen werden.