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Poste 41 Est

Dong Khe

Poste 41 Ouest

Einleitung

Der Poste 41 Ouest liegt keine zwei Kilometer südöstlich vom Poste 41 Est, auf der westlichen Seite der Route Coloniale 4.
Er wird gehalten von einer Section der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. unter Sous-Lieutenant Poupard.

Am 18. November 1949, gegen 17:30 Uhr, kann der Wachposten vom Poste 41 Ouest wenige Kilometer östlich die Gefechte der Patrouillen von Ban Be und Lung Vai ausmachen.
Sous-Lieutenant Poupard kann die Manöver der Vietminh mit dem Fernglas beobachten. Per Funk erfährt der von der Lage der Kameraden und will diese gerade mit dem 12,7 mm M.G. des Postens unterstützen, als die ersten Mörsergranaten auf den eigenen Posten fallen.

Karte der Region Na Cham mit Lung Vai (6,5 MB)

18./19. November 1949 - Poste 41 Ouest

Aus Richtung Ban Be schießen die Vietminh mit einem 60er Mörser auf den Poste 41 Ouest. Aus Süwesten kommen auch ein paar Geschützeinschläge dazu, die glücklicherweise zu kurz sind und den Posten verfehlen.
Der Legionnaire L. kann vom Wachturm aus einige Vietminh südwestlich des Postens ausmachen. Diese werden umgehend unter Beschuss genommen.

Unterdessen greift in den Beschuss nun auch ein Geschütz aus Richtung Nordwesten und ein weiteres Geschütz aus Richtung Süden ein.
Der Beschuss ist so schwer, dass gegen 18:00 Uhr der südliche Wachturm zusammenbricht. Der Legionnaire L. wird dabei schwer verletzt.
Neben den Geschützen richten auch mit selbst gefertigte Bomben im Poste 41 Ouest schweres Chaos an, insbesondere an der südlichen Flanke des Postens.
Der eigene 60er Mörser kann wegen des heftigen Beschusses nicht mehr bedient werden, einer der bedienenden Legionäre ist bereits schwer verletzt, zum anderen wurde die Munition unter den Trümmern des Wachturms begraben.
Auch der südliche Bunker kann bald nicht mehr gehalten werden und Sous-Lieutenant Poupard muss seine Legionäre komplett von der südlichen Flanke abziehen.

Bis 18:45 Uhr gibt es etwa 75 Einschläge im und um den Posten, dann leiten die Trompeten der Vietminh den Sturm ein.
Doch es bleibt still, die Vietminh greifen nicht an, sondern fordern die Legionäre zur Aufgabe auf.

Man besetzt schnell wieder den südlichen Bunker, was den Vietminh offenbar nicht verborgen bleibt. Statt dem Infanterieangriff setzen die Geschütze erneut ein und treffen den Bunker schwer. Die Besatzung kann sich gerade noch zurückziehen, bevor der Bunker völlig zusammenbricht.
Eines der F.M. ist getroffen, ebenso wurde die Munition des 12,7 mm M.G. vernichtet.
Die Lage sieht nicht gut aus, als sich aus Richtung Süden bereits eine erste kleine Gruppe von drei Vietminh heimlich annähert, aber von den Legionären bemerkt und niedergestreckt werden.

Dann ist es kurze Zeit still. Es ist mittlerweile 19:00 Uhr. Die Vietminh sind in großer Anzahl bis auf 30 Meter an den Posten herangerückt.
Mit einem Stoß lassen sie einen Haufen Handgranaten auf den Posten regnen, dann stürmen sie los.
Auf der östlichen Flanke kommt der Angriff im Feuer der Legionäre zum erliegen. Die Vietminh ziehen sich zurück oder konzertrieren sich auf den südlichen Bunker.
Doch auch dort kann man die Angreifer in Schach halten und mit Granaten zurückdrängen.

Dann setzt wieder der Mörserbeschuss ein, begleitet von automatischen Waffen. Dabei wird ein bereits verletzter Partisan aus dem Posten getötet.
Während die Nacht über den Poste 41 Ouest hereinbricht, wird die Verteidigung wieder neu geordnet.
Man bereitet sich auf einen zweiten Angriff der Vietminh vor, die noch um den Posten liegen.

Doch zunächst setzt ab 23:00 Uhr wieder schweres Feuer der Geschütze der Vietminh ein. Es dauert eine Stunde, bis die Trompeten erneut blasen und der Beschuss eingestellt wird.
Dann setzt der zweite Angriff ein, erneut mit Hangranaten vorbereitet. Doch auch dieser Versuch scheitert an der Gegenwehr der Legionäre.
Während die Vietminh ihre Verletzten bergen, sammeln die Legionäre die zurückgelassenen Granaten ein.
Um 04:30 Uhr kommt der Poste 41 Ouest ein weiteres Mal unter Beschuss von Mörsern und Granaten. Die Vietminh treten ein drittes Mal zum Sturm an, brechen den Angriff aber alsbald ab, als sie merken, dass die Legionäre immer noch starke Gegenwehr leisten.

Bilanz

Als am Morgen des 19. November 1949 gegen 06:00 Uhr die Dämmerung anbricht, ist der Poste 41 Ouest immer noch in den Händen der Legion.
Aber der Posten ist in einem schlimmen Zustand, über 40 Einschläge des 75er Geschützes werden gezählt. Einige Blindgänger werden geborgen, sowie nicht explodierte Handgranaten.
Die Anlagen des Postens werden notdürftig repariert, der südliche Bunker ist jedoch völlig zerstört.

Um den Poste 41 Ouest werden noch 18 gefallene Vietminh aufgefunden, sowie ein P.M. und ein Gewehr. Die Rest wurde von den Vietminh mitgenommen.

Die Section der 7° Compagnie des II/3° R.E.I. von Sous-Lieutenant Poupard hat zwei Gefallene.
Neben dem Partisanen ist der Legionnaire L. seinen Verletzungen erlegen. Ansonsten gibt es nur einen Verletzten.