News Danke/Bitte Kontakt/Impressum Disclaimer Sitemap

Lang Mo

I/5e R.E.I.

1949 - Tunesien - I/6° R.E.I.

Zum 01. April 1949 wird das 6e Régiment Étranger d´Infanterie unter Lieutenant-Colonel Babonneau in Tunesien aufgestellt.

Das I/1er R.E.I., was bereits als 1er Bataillon Formant Corps Du 1er R.E.I. in der Region von Kef in Tunesien stationiert war, wird zum I/6e R.E.I. umbenannt.

Doch das I/6e R.E.I. ist nicht für den Verbleib in Tunesien vorgesehen, sondern als Nachschub für den Krieg in Indochina.
So wird das Bataillon in den nächsten zwei Monaten mit frischen Kräften, mit 272 junge Legionären, verstärkt und für den Kampf in Fernost ausgebildet.

Man erreicht schließlich eine Stärke von 23 Offizieren, 68 Unteroffizieren und 749 Legionären.
Diese sind in vier Kampfkompanien und eine Compagnie de Commandement du Bataillon unterteilt.

In Bizerte besteigen die Legionäre des Bataillons am 07. Juni 1949 unter den Augen von Général Monclar die Marechal Joffre.
Mit dem Tag seiner Abfahrt nach Indochina, wird das ehemalige I/6e R.E.I. zum III/6e R.E.I. umbenannt.

1949 - Indochina - III/6° R.E.I.

Unter der Führung von Chef de Bataillon Thomas und dessen Adjudant-Major Capitaine Dares, ist das III/6e R.E.I. aufgegliedert in die
- C.C.B. unter Capitaine Maurer,
- 9e Compagnie unter Lieutenant Jollain,
- 10e Compagnie unter Capitaine Minard,
- 11e Compagnie unter Lieutenant Gerriert,
- 12e Compagnie unter Lieutenant Girves.

Am 02. Juli 1949 erreicht das III/6e R.E.I. den hafen von Haiphong und wird von dort aus per Bahn nach Hanoi verlegt, wo es am 06. Juli 1949 eintrifft.

Als Reserve für Tonkin, nimmt das Bataillon zur Eingewöhnung zunächst an keineren Operation in der Region um Hanoi teil.

Am 16. August 1949 verlässt das III/6e R.E.I. Hanoi und nimmt an der Operation Canigou teil.
Mit dem II/13e D.B.L.E. zusammen, soll die Gegend von Phuc Yen und Vinh Yen, zwischen dem Roten Fluss und der Route Coloniale 2 in Richtung Vietri, verstärkt werden.
Das III/6e R.E.I. besetzt dort zahlreiche Posten und es kommt zunächst nur zu kleineren Gefechten mit den Vietminh bei den durchgeführten Vorstößen.
Lediglich die 10e Compagnie wird in der Nacht vom 19. auf den 20. August 1949 stärker geprüft, als man einen größeren Angriff der Vietminh auf das Dorf Tien Qui zurückschlagen kann. Es gibt einen Toten und mehrere Verletzte in der Compagnie.

Phuc Yen

nach der Attacke

Foto von Karl Fridolin H., 10e Cie des III/6e R.E.I.


Schon bei der Einnahme des Dorfes gab es einen Toten und auch die Folgetage bringen Verluste durch Überfälle, teilweise auf einzelne Legionäre.
Der Chef der 10e Compagnie, Capitaine Minard, fällt am 17. Oktober 1949 in Nam Thu Thuong während eines solchen Hinterhalts.
Unterbrochen wird die Zeit in der Region Phuc Yen für die 10e Compagnie nur durch einen kurzen Zwischenaufenthalt in Sontay.
Erst am 28. Oktober 1949 verlegt man nach My Khe am Fuß des Mont Bavi.

Am 31. Oktober 1949 wird das III/6e R.E.I. auf dem Papier aufgelöst.
Bis zu diesem Zeitpunkt hat das Bataillon in Indochina 10 Tote und 12 Verletzte verloren.

Karte der Region nördl. von Hanoi mit Phuc Yen, Sontay und My Khe (6,6 MB)

1949 - Hoa Binh

Am 01. November 1949 wird das 5e R.E.I. neu aufgestellt. Das III/6e R.E.I. wird zum I/5e R.E.I. umbenannt.
Der P.C. des Bataillons unter der Führung von Commandant Thomas befindet sich zu dieser Zeit in Sontay.

Ab 21. November 1949 werden die Kompanien des I/5e R.E.I. im Untersektor Hoa Binh am Schwarzen Fluss eingesetzt. Starke Kräfte der Vietminh gehen dort zum Angriff auf die Posten und Wehrdörfer der Muong vor.
So meldet sich der weit westlich am Schwarzen Fluss gelegenen Posten von Suyut seit Tagen nicht mehr.
Die nun zur Unterstützung nach Suyut entsandten Einheiten des I/5e R.E.I. fallen ihrerseits in Hinterhalte. So zunächst eine Abordnung der 2e Compagnie am 25. November 1949, zwischen Cho Bo und Suyut.
Die Legionäre müssen sich nach Cho Bo zurückziehen, wo sie von den Vietminh eingeschlossen und unter Feuer gehalten werden.

Grab von Ferdinand Albel

gefallen am 25.11.1949 zwischen Cho Bo und Suyut

Foto von Karl Fridolin H., 2e Cie. des I/5e R.E.I.


Nur einige Kilometer südlich-östlich des Postens Cho Bo, wird am 26. November 1949 ein zur Unterstützung nach Cho Bo entsandter Teil der 3° Compagnie, die Section von Adjudant-Chef Kurt Becker, von den Vietminh beim Überqueren des Schwarzen Flusses angegriffen.
Die Männer müssen, von einer Übermacht Vietminh eingekreist, zunächst vor Ort ausharren und werden stark deziminiert, bis die 2e Compagnie aus Cho Bo eingreifen kann.
Nur vier Legionäre können sich mit einer Fähre absetzen und gelten zunächst als vermisst. Zwei von ihnen können Tage später lebend aufgefunden werden, die beiden anderen sind an ihren Verwundungen verstorben.
Insgesamt verlor die 3e Compagnie an diesem Tag einen Offizier, zwei Unteroffiziere und 23 Legionäre.

Die 2e Compagnie des 1er B.E.P. springt daraufhin mit einer Section Muong am 27. November 1949 über Hoa Binh zur Unterstützung ab.
Die 4e Compagnie aus Tong kann Cho Bo am 28. November 1949 erreichen. Als die Compagnie jedoch am 29. November 1949 mit der 2e Compagnie des 1er B.E.P. versucht, auf Suyut vorzustoßen, wird sie durch einen groß angelegten Hinterhalt gestoppt.
Erst am 30. November 1949 kann Suyut erreicht werden. Man findet den Posten fast völlig zerstört.

Suyut wird noch wenige Tage von einer Abordnung des I/5e R.E.I. gehalten. Doch auf dem Rückweg nach Cho Bo gerät auch diese Kolonne in einen Hinterhalt. Erst nach einem 90 minütigem Gefecht kann man den Weg fortsetzen.
Beim Überqueren des Schwarzen Flusses kommt man am 06. Dezember 1949 erneut unter heftiges Feuer und die Kolonne löst sich auf.
Nur 11 Mann erreichen Cho Bo zunächst, aber in den nächsten Tagen schlagen sich noch weitere 40 Mann nach dort durch.

Bis zum 09. Dezember 1949 räumt man schließlich die Region von Suyut. Die Kämpfe forderten einen schweren Tribut.
Mittlerweile sind praktisch alle Wehrdörfer und Posten der Muong in der Region in die Hände der Vietminh gefallen.

Auch um Hoa Binh wird nun gekämpft. Obwohl das I/5e R.E.I. die Stadt mit den Muong hält, greifen die Vietminh am 22. Dezember 1949 an und dringen in die Stadt ein.
Zwar können die Vietminh im Morgengrauen zurückgedrängt werden, aber Hoa Binh und die Region der Muong wird daraufhin aufgegeben.
Zu Weihnachten kehren die Kompanien des I/5e R.E.I. nach Hanoi zurück.

Karte der Region Hoa Binh mit Cho Bo und Suyut (6,1 MB)

1950 - Delta von Tonkin

Anfang Januar 1950 übernimmt das I/5e R.E.I. den Sektor von Haiphong. Es werden Posten besetzt und Patrouillen durchgeführt.
Am 19. Januar 1950 fällt eine Patrouille der 3e Compagnie bei Bi Cho in einen Hinterhalt. Ein Sergent, ein Caporal und drei Legionäre werden dabei getötet.

Ab 22. Februar 1950 nimmt das I/5 R.E.I. mit der C.C.R. an der Operation Tonneau teil. Die Operation hat das Ziel, die Vietminh aus der Gegend östlich von Ninh Giang zu vertreiben.
Es kommt zu zahlreichen Gefechten, bei der Einnahme der Dörfer der Region, u.a. bei der Einnahme von Dien Diem.
Am 06. März 1950 kann der Feind schließlich zwischen zwei Dörfern gestellt werden.
250 tote Vietminh und 37 Gefangene, dazu zahlreiche Waffen und Material stehen am Ende der Operation auf der Bilanz.

Karte der Region Haiphong mit Dien Diem (5,9 MB)

1950 - Küstenregion

Im April 1950 wird das gesamte 5e R.E.I. an die Küste des chinesischen Meers verlegt, auf einer Breite von 150 Kilometern zwischen Haiphong und Mon Cay an der chinesischen Grenze.

Als die Bataillone und Compagnien des 5e R.E.I. am 12. April 1950 in Haiphong in einer feierlichen Parade ihre Flaggen erhalten, wird die Führung des I/5e R.E.I. von Commandant Thomas an Capitaine Darès übergeben.

Haiphong am 12. April 1950

(v.l.n.r.) Cpt. Darès, LCL. Binoche, Cdt. Thomas

Foto von Fridolin H., 2e Cie. I/5e R.E.I.


Die einkehrende Monotonie des Lebens auf Posten mit kleineren Patrouillen wird am 16. April 1950 wieder unterbrochen.
Alle drei Bataillone des 5e R.E.I. nehmen in den kommenden Tagen an der Operation Parpaing teil. In Zusammenarbeit mit Kräften des 3e R.E.I., welche von Norden vorstoßen, setzen sich die Bataillone des 5e R.E.I., von Süden her, in das Dong Trieu Massiv in Bewegung.
Nachdem der Zusammenschluss am 24. April 1950 gelingt, stößt man darauf nach Westen vor.
Die Vietminh gehen größeren Gefechten aus dem Weg, aber im Verlauf der Operation können große Mengen an Kriegsmaterial gesichert werden, welche die enorme chinesische Unterstützung belegen.

April 1950

Foto von Karl Fridolin H., 2e Cie. I/5e R.E.I.


Am 30. Mai 1950 verlässt das I/5e R.E.I. erneut die Küstenregion und verlegt an den Day-Fluss.
Hier operiert das Bataillon im Juni 1950 in der Region nordwestlich von Phu Ly.

Am 24. Juni 1950 ist das Bataillon wieder in Hanoi. Der Koreakrieg ist ausgebrochen und man befürchtet eine Verlegung nach dort. Doch es kommt nicht soweit.

Wenige Tage später, am 07. Juli 1950, ist das I/5e R.E.I. wieder auf Operation. Der Commandant des Bataillons, Capitaine Darès, will die Truppe besuchen. Aber sein L.C.T. kommt ohne ihn an.
Seine Leiche findet man später im Song Kinh Tay. Die Todesumstände werden nie geklärt.

Karte des südlichen Deltas mit Phu Ly und Ninh Giang (6,1 MB)

Zurück

Fotos von Karl Fridolin H.

Weiter

1950 - Annam

Anfang Juli 1950 verlegt das I/5e R.E.I. schließlich wieder etappenweise an die Küste.
Von Haiphong wird das Bataillon am 12. Juli 1950 auf der Sontay nach Tourane in Zentral-Annam verschifft.
Von dort aus führen die Kompanien des Bataillons Operationen in Quang Nam und in Richtung Norden durch, teilweise bis über Quang Tri und Dong Hoi hinaus, um die dortigen Posten zu unterstützen.

Auch der Train Blindé (1) des 2e R.E.I. wird eine Woche lang durch die 2e Compagnie des I/5e R.E.I. besetzt und bei seiner Fahrt über den Col de Nuages geschützt.

Foto von Karl Fridolin H.., 2e Cie. I/5e R.E.I.


Der Aufenthalt in Annam währt jedoch nicht lange. Als sich die Schlacht an der Route Coloniale 4 anbahnt, wird das I/5e R.E.I. am 03. September 1950 auf der St. Michel eiligst wieder nach Tonkin verlegt und übernimmt die Region Mon Cay vom II/5e R.E.I.

1950 bis 1951 - Mon Cay

Während die 1ère und 4e Compagnie direkt in Mon Cay stationiert sind, übernimmt die 3e Compagnie Ha Coi und die 2e Compagnie Tien Yen.

Die Vietminh attackieren ab 19. Oktober 1950 die Posten und Einheiten des I/5e R.E.I., um die Verbindung zwischen Mon Cay und Tien Yen zu unterbrechen. Der angegriffene Posten Tan Mai kann durch die 3e Compagnie gehalten werden.
In Gegenangriffen ab 20. Oktober 1950 können die Vietminh zurückgedrängt und u.a. der seit Tagen bedrängte Posten Mao Ky, befreit werden.

Unterdessen stößt die 2e Compagnie das I/5e R.E.I. über die Route Coloniale 4 in Richtung Langson, bis nach Dinh Lap vor.
Die Stadt ist mittlerweile von starken Kräften der Vietminh besetzt. Die Compagnie harrt mehrere Tage, bis zum Eintreffen des II/5e R.E.I., vor Ort aus und stößt darauf wieder zum Bataillon in Mon Cay.
Das II/5e R.E.I. kann Dinh Lap schließlich am 30. Oktober 1950 einnehmen.

Ab November 1950 ist das I/5e R.E.I. zunächst wieder komplett im Raum Mon Cay stationiert, während im Dezember 1950 die anderen Bataillone des 5e R.E.I. in die G.M. 6 integriert werden.

Nach einigen Scharmützeln in und um Mon Cay, insbesondere am 19. November 1950, wird die 2e Compagnie des I/5e R.E.I. ab 23. Dezember 1950 über das Meer nach Quang Yen verlegt, wo die Compagnie mit vietnamesischen Soldaten aufgefüllt wird.
Die 3e Compagnie wird derweil nach Cho Troi, ca. 25 km von Cam Pha etfernt, verlegt.

Ende Dezember 1950 stößt das I/5e R.E.I. in der letzten Operation des Jahres noch kurzzeitig in die Region Binh Lieu an der chinesischen Grenze vor.

Karte der nördl. Küstenregion mit Dinh Lap, Tien Yen, Ha Coi und Mon Cay (6,4 MB)
Karte der mittleren Küstenregion mit Haiphong, Quang Yen und Hon Gay (5,9 MB)

1951 - De Lattre Linie

Am 17. Februar 1951 verlegt das I/5e R.E.I. unter Chef de Bataillon Beaumont im Anschluß der Schlacht von Vinh Yen nach Vietri am Roten Fluss.
Dort werden Bunker für die De-Lattre-Linie gebaut. Oft ist man dabei dem Störfeuer der Vietminh ausgesetzt, welches in der Nacht zerstört, was am Tage gebaut wurde.
Sind die Bunker fertiggestellt, ziehen die Legionäre weiter, um an anderer Stelle am Rande des Deltas weiter zu arbeiten.

Im Mai 1951 ist man wieder im östlichen Teil des Deltas. In Uong Bi, an der R.P. 18 baut man die Befestigung der Stadt aus. Die 3e Compagnie, welche bis dato im Raum Cho Troi verblieben war, stößt wieder zum Bataillon.
Anfang Juni 1951 ist das komplette I/5e R.E.I. in der Region südlich des Dong Trieu Massivs. Entlang der R.P. 18, hält das Bataillon die De-Lattre-Linie und baut dort Posten aus.
Bei den Patrouillen kommt es immer wieder zu Gefechten mit den Vietminh. Am 14. Juli 1951 fällt eine Patrouille der 3e Compagnie auf der R.P. 18 in einen Hinterhalt. Von den 18 Legionären unter Sergent Werner überlebt nur einer.

Im weiteren Verlauf des Jahres 1951 wird das I/5e R.E.I. weiter durch zahlreiche vietnamesische Soldaten verstärkt, da einige europäische Legionäre in das neu aufgestellte IV/5e R.E.I. versetzt werden und andere nach ihren zwei Jahren in Indochina nun nach Nordafrika zurückkehren.

Zu den neuen Offizieren zählt Lieutenant Jacques Servranckx, welcher im September 1951 die Funktion des Aufklärungsoffiziers im I/5e R.E.I. übernimmt.

Karte mit der R.P. 18 von Dong Trieu über Mao Khe und Uong Bi bis Hon Gay (6,4 MB)

1951 - Hoa Binh

Am 07. November 1951 wird das I/5e R.E.I., mittlerweile unter Capitaine Masselot, in die Groupe Mobile 2 integriert und nach Du Ka Thong am Day-Fluss verlegt.
Zur Vorbereitung der Großoperation auf Hoa Binh, startet die G.M. 2 am 09. November 1951 gegen 21:00 Uhr ihren Vormarsch auf Cho Ben.
Dort wird das I/5e R.E.I. schon am Folgetag durch das II/3e R.E.I. ersetzt und verlegt an die Route Coloniale 6, welche nach Hoa Binh führt.

Am 13. und 14. November 1951 stößt das I/5e R.E.I. mit dem III/5e R.E.I. in der Operation Lotus auf Hoa Binh vor.
Die 2e Compagnie muss sich dabei über das Bavi-Massiv vorarbeiten und gelangt erst am 21. November 1951 nach Hoa Binh.
Das I/5e R.E.I. besetzt das Zentrum von Hoa Binh, direkt am Schwarzen Fluss. Die 2e Compagnie wird auf auf die Cote 196, einen Felsen am gegenüberliegenden Ufer des Flusses, verlegt und besetzt damit einen der exponiertesten Außenposten der Truppen um Hoa Binh.
Dieser werden nun immer dichter von den Vietminh bedrängt.

Am 13. Dezember 1951 unterstützt die 1ère Compagnie des I/5e R.E.I. die Groupe Mobile 3 bei einem Vorstoß in Richtung Lang Mo, die R.C. 6 entlang, in Richtung Westen.
Der Col de Kun wird ohne Zwischenfall erreicht, und so arbeitet man sich weiter in Richtung Lang Mo vor.
Plötzlich fällt man in einen Hinterhalt und sieht sich einem Bataillon Vietminh gegenüber, welches auch den Weg zurück zu den anderen Kräften blockiert hat. Ein Teil der 1ère Compagnie kann sich mit Hilfe leichter Schützenpanzer aus der unglücklichen Lage retten, doch mindestens vier Legionäre fallen, während 57 Legionäre verletzt oder vermisst werden.

Karte der Region Hoa Binh mit Lang Mo (6,4 MB)

1952 - Hoa Binh

Das I/5e R.E.I. verbringt auch den Rest des Jahres 1951, sowie den Januar und Februar 1952 in Hoa Binh.
In dieser Zeit unternimmt das Bataillon zahlreiche offensive Patrouillen, immer auf Tuchfühlung mit dem Gegner, welcher sich in den umliegenden Höhen verbirgt.

Es kommt immer wieder zu Gefechten. Dazu wird das Bataillon in seinen Stellungen auch immer wieder unter schweren Beschuss genommen, insbesondere ab dem 08. Januar 1952.
Auch am 11. Februar 1952 kommt es zu einem Gefecht mit den Vietminh, welches Tote und Verletzte fordert.

Die Truppen in Hoa Binh mussten im Januar und Februar 1952 fast ausschließlich per Luftabwurf versorgt werden, da die Landverbindung über die Route Coloniale 6 durch die Vietminh immer wieder unterbrochen wird.
Die starken Kräfte, welche zur Freihaltung der R.C. 6 eingesetzt werden müssen, fehlen im Delta. Dazu sieht man in der weiteren Besetzung von Hoa Binh bald keinen praktischen Sinn mehr, und so wird letztendlich die Aufgabe von Hoa Binh beschlossen.

Am 23. Februar 1952, ab 06:00 Uhr, kommt es schließlich zum planmäßigen Rückzug der Truppen aus Hoa Binh.
Das I/5e R.E.I. übernimmt dabei am Morgen des 23. Februar 1952 erfolgreich die Sicherung der Truppen, welche aus Hoa Binh kommend, den Schwarzen Fluss in Richtung Osten übersetzen müssen. Der Brückenkopf am östlichen Ufer wird bis gegen 12:30 Uhr, unter dem Feuer der nun stark nachrückenden Vietminh, gehalten.
Die letzten Fähren wurden bis zu diesem Zeitpunkt von den Marinetruppen zerstört. Einige Männer, hauptsächlich vom III/13e D.B.L.E., mussten daraufhin am gegenüberliegenden Ufer zurückgelassen werden.
Nun kann sich auch das I/5e R.E.I. über den noch vom II/13e D.B.L.E. gehaltenen Posten Xom Pheo und die R.C. 6 in Richtung Delta zurückziehen.
Der Weg dauert noch weitere zwei Tage und läuft nicht ohne weitere Feindberührungen ab. Trotzdem bleiben die Verluste beim I/5e R.E.I. gering. Während des Rückzugs aus Hoa Binh verlor das Bataillon nur 2 Legionäre, dazu wurden 3 Unteroffiziere und 19 Legionäre verletzt.

Siehe dazu auch den Bericht Hoa Binh aus dem Buch von Karl-Heinz Krause.

März 1952 - Operationen im Delta

Nach Hoa Binh, wird das I/5e R.E.I. zunächst nach Bac Ninh, nördlich von Hanoi, verlegt.
Der Aufenthalt dort währt nicht lange, schon am frühen Morgen des 10. März 1952 bricht das Bataillon in den Süden des Deltas auf.
Nahe des Postens Han My, zwischen Phu Ly und Nam Dinh kann man noch am gleichen Tag einen von den Vietminh befestigten Damm einnehmen. Die 3e Compagnie von Capitaine Barbier lockt dabei die Vietminh aus ihren Stellungen.
Es werden zahlreiche Waffen gesichert und Gefangene gemacht.

Das I/5e R.E.I. ist in den folgenden Tagen in Operation Amphibie, im Raum nördlich von Nam Dinh, eingesetzt. Die Operation hat zum Ziel, dort in das Delta eingesickerte Vietminh der Division 320 aufzuspüren. Die Vietminh werden von Dorf zu Dorf getrieben, entziehen sich zunächst weiteren Gefechten.

Erst in der Operation Mercure, welche sich anschließt, können am 6. April 1952 durch die 2e Compagnie des I/5e R.E.I. größere Kräfte der Vietminh an einem Fluss gestellt werden.
In der Schlacht, zunächst allein geführt durch die 2e Compagnie unter Capitaine Fruchaud, werden die Legionäre, als ihnen die Munition ausgeht, noch durch ein Bataillon Senegalesen unterstützt. Diese erleiden einige Verluste und die Vietminh können in der Nacht entkommen, aber in der verlassenen Stellung werden ca. 200 tote Vietminh gezählt.

Am 12. April 1952 geht es für das I/5e R.E.I. zunächst wieder auf die B.A. nach Bac Ninh.

April 1952 - Operation Polo

Schon am 18. April 1952 folgt die Operation Polo. Am frühen Morgen bricht das I/5e R.E.I. in die Region zwischen der R.C. 1 und der R.C. 6, nur 30 Kilometer von Hanoi entfernt, auf.
Im Rahmen der Operation gegen die Division 316, rückt das I/5e R.E.I. durch zahlreiche frisch von den Vietminh verlassene Stellungen auf das Dorf Dai Vi Thuong vor. Geschätzte zwei Bataillone Vietminh des Regiments 98 der Division 316 haben sich dort in soliden Stellungen verborgen.
In einem benachbarten Dorf wird derweil die 2e Compagnie unter Beschuß gehalten.
Man schöpft Verdacht beim I/5e R.E.I. und fordert Artilleriebeschuß auf Dai Vi Thuong an. Im Dorf regt sich dabei nichts.
Nach dem Beschuß, gegen 13.15 Uhr, rückt die 4e Compagnie von Capitaine Bramoulle auf das Dorf vor. Sie muss sich aber unter plötzlich einsetzendem schweren Feuer und mit ca. 30 Verletzten wieder zurückziehen.

Erneut wird das Dorf unter Artilleriebeschuß genommen. Am Nachmittag gegen 17:00 Uhr folgt ein weiterer Angriff, mit allen Compagnien des I/5e R.E.I. von verschiedenen Seiten. Es gelingt der 2e Compagnie unter schwerem Granatwerfer- und Infanteriebeschuss, in das Dorf vorzustoßen.
Die Lieutenants Rudloff und Mie fallen an der Spitze ihrer Kompanien. Lediglich der 1ère Compagnie von Lieutenant Robin gelingt ebenfalls der Vorstoß in das Dorf.
In den zahlreichen unterirdischen Stellungen im Dorf halten sich die Vietminh versteckt und greifen immer wieder im Rücken der Legionäre an.
In dieser Situation bricht die Dämmerung ein und aus einem weiteren Dorf, nähern sich weitere Vietminh zum Gegenangriff auf Dai Vi Thuong. Dieser kann zurückgeschlagen werden, doch in der Dunkelheit muss man sich aus dem Dorf nach Van Chai Thuong, dem P.C. des Bataillons, zurückziehen.
Einige Verwundete mussten zurückgelassen werden. In der Nacht kommt es zu Schußwechseln bei den Versuchen, Vermisste aus den Reisfeldern zu bergen.

Am nächsten Morgen wird Dai Vi Thuong eingenommen, auch den Vietminh war es in der Nacht nicht gelungen, alle Verletzten zu bergen. Auch die weiteren umliegenden Dörfer können in den nächsten zwei Tagen eingenommen und die Stellungen ausgehoben werden.
Das I/5e R.E.I. hat einen herausragenden Erfolg mit dem Angriff erzielt. Die Zahl der gefallenen und gefangenen Vietminh geht in die Hunderte.

Aber auch das I/5e R.E.I. hat einen Großteil seiner Schlagkraft verloren. 36 Legionäre und drei Offiziere sind gefallen, 105 Legionäre fallen verletzt aus.

Auf nur drei Kompanien reduziert, trifft das I/5e R.E.I. am 28. April 1952 an der R.P. 39 auf Vietminh der Division 320.
Zwei Sections unter der Führung von Lieutenant Jacques Servranckx fallen in einen Hinterhalt. Sie können das Blatt aber wenden, zwei gegnerische Züge werden dabei vernichtet.

Mai bis Dezember 1952 - Bac Ninh

Nach den zehrenden Operationen wird das I/5e R.E.I. schließlich am 20. Mai 1952 aus der G.M. 2 gelöst und wieder auf Posten im Sektor Bac Ninh versetzt.

Das Bataillon verlebt dort eine Phase relativer Ruhe, unterbrochen von zahlreichen kleinen Patrouillen und Aktionen.

Den 14. Juli 1952 bekommt das I/5e R.E.I. unter Chef de Bataillon Masselot von General Cogny in Hai Duong das Croix de guerre des T.O.E. an die Fahne verliehen.

Diese relativ ruhige Periode endet am 20. Dezember 1952, als das I/5e R.E.I. das stark geprüfte II/5e R.E.I. im Sektor Phat Diem, im äußersten Süden des Deltas, herauslöst.

Dezember 1952 - Phat Diem

In der Ablösephase kommt es in der Nacht zum 21. Dezember 1952 zu einem tragischem Gefecht.
Die 2e Compagnie des I/5e R.E.I. wird von den Vietminh angegriffen, gerade nachdem sie am Vortag die 8e Compagnie des II/5e R.E.I. am Posten Van Bong herausgelöst hatte.
Van Bong kann nicht gehalten werden und fällt. Die umliegenden Posten wurden ebenfalls unter Feuer gehalten und konnten nicht eingreifen.

Ab 29. Dezember 1952 ist das I/5e R.E.I. schließlich komplett auf verschiedenen Posten der Region verteilt.

1953 - Südliches Delta

Das I/5e R.E.I. verbleibt auch den Anfang des Jahres 1953 im Raum des südlichen Deltas. Hier werden u.a. ab März 1953 jene Posten wieder errichtet, die im Vorjahr den Angriffen der Vietminh zum Opfer gefallen waren.

Den 14. Juli 1952 bekommt das I/5e R.E.I. unter Chef de Bataillon Masselot in Phuc Nhac von General De Linarès das Fourragère des Croix de guerre des T.O.E. an die Fahne verliehen.

Erst am 30. August 1953 verlässt das I/5e R.E.I. die Region Phat Diem und Phuc Ngac in Richtung Ninh Binh.
Am 17. September 1953 wird das Bataillon dort in die G.M. 1 integriert.

Ab 15. Oktober 1953 nimmt das I/5e R.E.I. mit zahlreichen weiteren Einheiten, u.a. dem III/13e D.B.L.E., an der Operation Mouette teil. Es ist ein Vorstoß in die Ebene von Phu Nho Quan, das Gebiet der Vietminh Division 320.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1953 wird das I/5e R.E.I. bei Chi Phuong angriffen. Es gibt fünf Tote und 25 Verletzte zu beklagen.

Am 02. November 1953 trifft es erneut das I/5e R.E.I. Das Bataillon hält die Route Provenciale 59, einzige Rückzugsmöglichkeit für die gepanzerten Verbände welche bis nach Phu Nho Quan vorgestoßen sind, gegen einen starken Gegner. Dabei verliert das I/5e R.E.I. sechs Tote, 49 Vermisste und 25 Verletzte.
Die Operation Mouette ist am 07. November 1953 abgeschlossen. Nach französischen Schätzungen war es ein voller Erfolg, der die Division 320 etwa 4.000 Mann und deren Kriegsmaterial gekostet hat.

Ab 08. November 1953 nimmt das I/5e R.E.I. wieder Posten ein. Diesmal in der Gegend von Yen Cu Ha am Day-Fluss.
Man verbleibt dort bis 20. Dezember 1953, dann verlegt das I/5e R.E.I. auf seine B.A. nach Dinh Bang.
Der Aufenthalt dort ist von kurzer Dauer. Über Haiphong bricht das Bataillon am 30. Dezember 1953 in Richtung Saigon auf.

Karte des südlichen Deltas mit Phat Diem, Phuc Ngac, Ninh Binh und Pho Nho Quan (6,4 MB)

1954 - Laos

Bald nach der Ankunft in Saigon, am 02. Januar 1954, verlässt das I/5e R.E.I. die Stadt in Richtung Laos.
Es gilt, den Vorstoß der Vietminh in der Region am Mekong zu stoppen.

Nach Überschreiten der laotischen Grenze, erreicht man am 07. Januar 1954 und nach 780 Kilometern auf dem Landweg den Flugplatz SENO.
Von dort aus geht es am nächsten Tag weiter in Richtung Thakhek.
Am 22. Januar 1954 erreicht man nach schwierigen Vorstößen Ban Poung, nur wenige Kilometer südlich von Thakhek am Se Bang Fai gelegen.

Das I/5e R.E.I. in Ban Poung zunächst in Stellung und erfährt am Morgen des 31. Februar 1954 einen heftigen Angriff von zwei Bataillonen Vietminh.
Der Angriff kann abgewehrt werden, 86 Vietminh verlieren dabei ihr Leben. Doch auch beim I/5e R.E.I. gibt es Verluste. Lieutenant Neu fällt und zahlreiche Verletzte, darunter Lieutenant Servranckx, müssen das I/5e R.E.I. verlassen.

Am 04. Februar 1954 stößt das Bataillon weiter vor. Am 15. März 1954 erreicht man Ban Sa Ang.
Dort wird das I/5e R.E.I. am 22. März 1954 beim Durchqueren einer Schlucht von einer großen Anzahl Vietminh angegriffen.
Es gelingt, sich in Gegenangriffen durchzusetzen, aber das Bataillon verliert mit 48 Toten und 125 Verletzten einen Großteil seiner Kampfkraft.
Die 3e Compagnie verliert mit Lieutenant Vaugrente ihren Commandant. Unter den Verletzten befindet sich auch der Commandant des I/5e R.E.I., Chef de Bataillon Buretel De Chassey. Er erliegt mehrere Tage später seinen Verletzungen.

Vermisstenmeldung

des Caporal Heinz P., 1ère Cie., I/5° R.E.I.

welcher am 22. März 1954 in Ban Sa Ang in Gefangenschaft geriet


Es folgen in den nächsten Wochen zahlreiche weitere schwere Gefechte in der Region.
So beispielsweise am 18. April 1954, als die 4e Compagnie beim Öffnen der Straße nahe Ban Sa Ang durch Elemente des 18. Regimentes der Vietminh angegriffen wird und sich nur knapp retten kann.

1954 - Tonkin

Im Mai 1954 wird das I/5e R.E.I. schließlich, vom Flugplatz Seno aus, wieder nach Tonkin verlastet.
Ab 12. Mai 1954 unterstützt das Bataillon die G.M. 5 bei der Überwachung der Route Coloniale 5, zwischen Hanoi und Haiphong.
Unter Capitaine Pepin Le Halleur ist das I/5e R.E.I. in Ha Hai stationiert. Dort, im Raum Tieu Kieu, setzt das Bataillon seine Tätigkeiten bis zum Eintritt des Waffenstillstandes fort.
Noch am 16. Juli 1954 kommt es beim Öffnen der Straße zwischen Cam Ly und Luc Nam zu einem Gefecht. Das Bataillon hat seine letzten Verluste.

Beerdingung beim I/5° R.E.I.

1954 - Waffenstillstand

Der Waffenstillstand tritt am 27. Juli 1954 in Kraft. Am 08. August 1954 wird das I/5e R.E.I. der G.M. 5 unterstellt und verlegt nach Hanoi zum Rest des 5e R.E.I., wo verschiedene Aufgaben wahrgenommen werden müssen.

Die G.M. 5 verlässt Hanoi schließlich am 09. Oktober 1954, als die Vietminh in die Stadt einmarschieren.
Die Reise geht zunächst nach Hai Duong an der R.C. 5.

Von dort aus geht es am 30. Oktober 1954 weiter nach Kien An bei Haiphong. Von Kien An aus wird das Regiment schließlich ab dem 04. November 1954 nach Tourane in Zentral-Annam verlegt.

1955 - Annam und Cochinchine

In Zentral-Annam verlebt das I/5e R.E.I. im Jahr 1955 eine Phase der Erholung. Es werden weiterhin Patrouillen und Manöver durchgeführt, dazu baut man Posten aus.
So wird am 22. März 1955 das Camp de Chassey bei Tourane vom I/5e R.E.I. fertiggestellt.

Karte der Region Tourane in Annam (5,1 MB)

Während die anderen Bataillone des 5e R.E.I. im Laufe des Sommers nach Cochinchine verlegt werden, folgt das I/5e R.E.I. erst im September 1955.

Das I/5e R.E.I. wird darauf in Ba Ria stationiert und verbringt dort den Rest des Jahres 1955.

Aber zunächst, ab 15. September 1955, nimmt das komplette 5e R.E.I. mit dem 1er R.E.C. und dem 2e B.E.P. an dem Manöver Clotaire teil.

Karte des Mekong Deltas mit Ba Ria und Rach Dua (6,2 MB)

Flagge des I/5° R.E.I.

1956 - Abschied aus Indochina

Am 13. Januar 1956 verlässt das I/5e R.E.I. schließlich Indochina. Per L.S.T. wird das Bataillon von Rach Dua aus auf die Pasteur gebracht.

Auf der Pasteur geht es dann am 14. Januar 1956 mit dem III/5e R.E.I. und der C.C.R. in Richtung Nordafrika.

Man geht dort am 09. März 1956 in Mers-el-Kébir von Bord. Ein neuer Konflikt wartet.