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Chefs de Corps

2e Bataillon Étranger de Parachutistes

1948 - Aufstellung in Sétif

Abzeichen des 2e B.E.P.

Nach einem Befehl vom 27. März 1948 werden bei dem 4e R.E.I. in Fez in Marokko zwei Kompanien (2e und 3e Compagnie) aus Freiwilligen für ein neues Fallschirmjägerbataillon aufgestellt.

In Sidi Bel Abbès werden ab September 1948 zwei weitere Kompanien aufgestellt, die am 01. Oktober 1948 in Sétif, Algerien, als 2e Bataillon Étranger de Parachutistes zusammengeführt werden.

Das 2e B.E.P., zunächst unter der Führung von Chef de Bataillon Burgière, ist zunächst in drei Kampfkompanien und eine Stabskompanie aufgeteilt.

Die Springerausbildung findet ab 15. Oktober 1948 in Philippeville statt. Am 05. November 1948 stößt Capitaine Solnon zum 2e B.E.P. und übernimmt die Führung des Bataillons.

Mitte Dezember 1948 ist die Springerausbildung schließlich beendet und man erfährt von der baldigen Verlegung des Bataillons nach Indochina.
Nach der offiziellen Verleihung der Flaggen des 2e B.E.P. aus den Händen von Colonel Gaultier am 18. Dezember 1948 bereitet man sich auf die Abreise vor.

Am 05. Januar 1949 ist es soweit. Nach einer letzten Parade durch Sétif verlässt das Bataillon am Abend die Stadt. Über Nouvion geht es die nächsten Tage mit dem Zug nach Oran.

Dort findet am 13. Januar 1949 eine weitere Parade unter den Augen von Colonel Royer statt.
Dann besteigen die Männer des 2e B.E.P. am Nachmittag im französischen Marinestützpunkt Mers-el-Kébir die Maréchal Joffre mit Kurs auf Indochina.

Februar 1949 - Ankunft in Saigon

Nach 3-wöchiger Fahrt erreicht die Maréchal Joffre die Küste von Indochina. Am 09. Februar 1949 geht das 2e B.E.P. unter der Führung von Capitaine Solnon in Saigon von Bord.

Das Bataillon richtet sich im Collège Petrus Ky ein. Es wird zunächst die Basis für das 2e B.E.P. beiben.
Man hat aber bereits erfahren, dass das Bataillon schon bald sein Quartier verlässt und für seine ersten Einsätze nach Kambodscha verlegt werden soll.

Gebäude des Collège Petrus Ky in Saigon

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Unterdessen wird das 2e B.E.P. organisatorisch in die Demi-Brigade de Parachutistes Coloniaux eingegliedert.
Das Bataillon stellt dauerhaft eine Alarmkompanie, zunächst die 3e Compagnie von Lieutenant Verguet, welche auf dem Saigoner Flughafen Tan Son Nhut, der Base Aéroporté Sud, in Bereitschaft verbleibt.

1949 - Kambodscha

Erwartungsgemäß wird das Gros des 2e B.E.P. dann am 13. und 14. Februar 1949 nach Kambodscha verlegt.

Die B.A. wird in Phnom Penh eingerichtet, die Kompanien ziehen umgehend weiter.
Die 1re Compagnie von Lieutenant Caillaud verlegt zunächst nach Kampong Speu, die 2e Compagnie von Lieutenant Cazaumayou nach Kompong Luong am Tonle Sap und die C.C.B. mit dem P.C. unter Capitaine Solnon nach Kep, mit einer Abordnung in Takhmau bei Phnom Penh.

Karte der Region Phnom Penh mit Kg. Speu und Kg. Luong (5,8 MB)
Karte der Region östlich von Phom Penh mit Kg. Trabek un Kg. Cham (5,5 MB)
Karte der Region südlich von Phom Penh mit Kep (5,5 MB)
Karte der Region südwestlich von Phnom Penh mit Kampot (4,3 MB)

Capitaine Solnon, 1949 bei Kompong Speu

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Es folgt das Jahr 1949 über eine Phase hauptsächlich kleinerer Operationen im Süden Kambodschas, bei welchen die Kompanien einzeln und oft nur in Sectionsstärke in den verschiedenen Sektoren operieren.
Es gilt, die Sicherheit und Ordnung in der verhältnismäßig ruhigen Region zu gewährleisten. Die Vietminh sind in Kambodscha zu dieser Zeit kaum aktiv. Doch es gibt Rebellenbanden, wie die von Puth Chay, welche es gilt zu bekämpfen.
Diese Zeit ist als Akklimatisierung für das Bataillon gedacht, jedoch ist es für viele der Männer nicht die erste Séjour in Indochina.

Die Stationierungen der Kompanien vollziehen sich das Jahr über nach einem rotierenden Muster. Während eine Kompanie in Alarmbereitschaft in Tan Son Nhut verbleibt, ist eine Kompanie zur Intervention in Phnom Penh und eine Kompanie auf Operation in den verschiedenen Sektoren Kambodschas.
Zusätzlich werden auch immer wieder Konvois begleitet und regelmäßig werden Übungssprünge durchgeführt.

Die Operationen im Februar 1949 beginnen umgehend. Und so gibt es bereits am 19. Februar 1949 die ersten Verletzten bei einem Gefecht einer Section der 1re Compagnie in der Region Kompong Cham.

Ähnlich geht es weiter. Zusammen mit Käften der kambodschanischen Armee operiert die 1re Compagnie am 07. März 1949 am Prek Trabek in der Region von Kompong Trabek.
Die C.C.B. führt derweil unter der Führung von Lieutenant No Mura eine kleine Kommandoaktion in Kampot durch.

Am 09. März 1949 ist die 1re Compagnie wieder bei Kompong Trabek eingesetzt. Man schützt an der Route Coloniale 1 von Phnom Penh in Richtung Saigon.
Die 2e Compagnie unternimmt in ihrem Bereich Patrouillen ohne besondere Vorkommnisse.

2° Sion /1° Cie am 11. März 1949 in Phnom Penh

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


In Cochinchina nimmt die 3e Compagnie von Lieutenant Verguet derweil vom 09. bis zum 12. März 1949 an der Operation Tigre auf der Halbinsel von Go Cong südlich von Saigon am Saigon-Fluss teil.
Mit Kräften des 3e R.T.M. und des 2e B.C.C.P. wird die Region nach Rebellen durchkämmt, um so die spätere Errichtung von Posten zu ermöglichen. Es kommt dabei zu kleineren Schusswechseln.

Am 19. März 1949 ist die 3e Compagnie bei einer Operation am Rande der Plaine des Joncs eingesetzt. Die Gegner flüchten, aber es werden Dokumente und Munition aufgefunden.

Karte des Großraums Saigon und dem Mekong-Delta (6,2 MB)

24. März 1949 - Erster Einsatzsprung

Auf dem Flugplatz von Phnom Penh

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Am 24. März 1949 kommt es für das 2e B.E.P. zum ersten Einsatzsprung.
Die 1re und die 3e Compagnie werden zusammen mit einer Compagnie der kambodschanischen Armee im Rahmen der Operation Prestige im Süden Kambodschas, in der Region Kompong Trach am Rach Giang Thanh abgesetzt.
Ziel ist es, eine dort vermutete Bande Rebellen aufzustöbern. Die Operation ist ein Schlag ins Leere, es kommt zu keinem Kontakt.

Am 27. März 1949 führt die 3e Compagnie eine Operation auf Danak Chang zwischen Kampot und Kep im Süden Kambodschas durch.

Ähnlich geht es im April 1949 weiter. Wie verstreut das 2e B.E.P. eingesetzt ist, zeigt ein Blick auf die Einsätze am 23. April 1949.
So ist die 2e Section der 1re Compagnie auf Operation im Sektor des Postens An Nhon, die 3e Section jedoch auf Operation bei Siem Reap im nördlichen Kambodscha.
Die 2e Compagnie operiert derweil in Cochinchina, auf der Halbinsel Can Gio südlich von Saigon im Mekong-Delta, und die 3e Compagnie bei Sdach Reap, wiederum Kambodscha.

Am 01. Mai 1949 ist die 3e Compagnie des 2e B.E.P. in die Operation Glycine eingebunden, am 23. Mai 1949 operiert sie bei Sdach Kong.
Mitte Mai wird die 1re Compagnie als Alarmkompanie nach Saigon verlegt.
Am 30. Mai 1949 ist die 2e Compagnie in einer Operation am Vaico tätig, die C.C.B. in Veg Speu und die 3e Compagnie in Takeo.

Juni 1949 - Die Sprünge der 1° Compagnie

aus dem Carnet des services aeriens

von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Im Juni 1949 stellt die 1re Compagnie von Lieutenant Caillaud die Alarmkompanie in Saigon. Ihr bietet sich damit die Gelegenheit, als erste Kompanie des 2e B.E.P. einen wirklichen Einsatzsprung zu absolvieren.
Doch es kommt nicht nur zu einem Sprung - gleich drei Mal wird die 1re Compagnie im Juni 1949 Einsatzsprünge absolvieren...

Zunächst gibt es Erkenntnisse einer größeren gegnerischen Konzentration in der Plaine des Joncs, im Raum Nhon Ninh am Canal Lagrange.
Das Oberkommando der T.F.I.S. lässt daraufhin ab dem 02. Juni 1949 die Operation Jonquille durchführen. Neben der 1° Escadron und 2° Escadron des 1er R.E.C. und dem B.M./4e R.T.M. sind auch Fallschirmjäger des 2e B.C.C.P. und die 1re Compagnie des 2e B.E.P. beteiligt.
Am frühen Morgen des 02. Juni 1949 springt die 1re Compagnie über dem Canal Legrange ab. Es gelingt schnell, die vermuteten gegnerischen Camps auszumachen und zu zerstören.
Doch die Vietminh flüchten, lediglich das B.M./4e R.T.M. trifft auf Widerstand.

Crabe einer Escadron des R.E.C.

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Die nächsten Tage wird die Region erfolglos durchkämmt. Erst am 07. Juni 1949 gelingt es, die Gegner zwischen dem Canal Tong Doc Loc und Cai Lay aufzustöbern und einzukreisen.
Es kommt zu heftigen Gefechten, als die Vietminh versuchen auszubrechen. Bevor es ihnen schließlich gelingt, erleiden sie heftige Verluste, u.a. durch den Einsatz der Luftwaffe.

Im Rahmen der Operation Tan My springt die 1re Compagnie am 16. Juni 1949 nahe des Dorfes Ap Bao Cong, etwa 35km nordwestlich von Saigon, ab.
Zusammen mit Kräften der 13e D.B.L.E. wird die Region und das Dorf durchkämmt, man stößt jedoch auf keine Gegner.

Am 30. Juni 1949 beteiligt sich die 1re Compagnie an der Operation Alfa, zusammen mit dem Commando Bergerol und der 2e C.I.P.
Man springt auf einer Halbinsel südöstlich von Saigon - Cat Lai ab, nahe der Dörfer Xom Ba Bong und Phuoc An.
Die Vietminh flüchten, aber es gelingt, mehrere Basen der gegnerischen Bataillone 301 und 309 zu zerstören.

2° Sion /1° Cie nach Rückkehr aus dem Einsatz

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.

Juli bis August 1949

Am 10. Juli 1949 sind Legionäre des 2e B.E.P. erstmals in Süd-Annam eingesetzt. In der Operation Alpha operieren Teile der 1re Compagnie und des 2e B.C.C.P. zusammen mit dem Commando Jaubert der franzöischen Marine in der Küstenregion von Binh Nhon, zwischen Phan Thiet und Phan Ri.

Karte der Region Phan Rang mit Phan Ri und Binh Nhon (6,4 MB)

Der Juli 1949 setzt sich für das 2e B.E.P. ohne Einsatzsprünge, aber mit Patrouillen und Operationen fort. Weiter sind die Kompanien meist ohne nennenswerte Resultate in Kambodscha unterwegs.
Die 1re Compagnie trifft am 19. Juli 1949 nordöstlich von Srang auf eine Gruppe Rebellen und fügt diesen Verluste zu.
Nur zwei Tage später, am 21. Juli 1949, ist es erneut die 1re Compagnie, welche in der Region Samrong auf eine Gruppe Rebellen stößt und sich ein Gefecht liefert.

Im August 1949 ist die 1re Compagnie in der Region Kampong Speu eingesetzt.

Am 10. August 1949 fallen zwei LKW der 2e Compagnie in einen Hinterhalt, 25km von Bat Deng entfernt.
Man kann sich behaupten, die Rebellen lassen 9 Tote zurück. Ein Legionär erliegt später seinen Verletzungen.

Phnom Penh

Sprungübung am 10. August 1949


Unterdessen unternimmt fast die komplette C.C.B. in Phnom Penh einen Übungssprung.

September bis Oktober 1949

Im September 1949 stellt die 3e Compagnie von Lieutenant Verguet die Alarmkompanie in Saigon.
Die Compagnie kommt am 17. September 1949 in der Operation Quadrilatère II zum Einsatz, allerdings nur auf dem Boden.
Zusammen mit Teilen des 2e B.C.C.P., des B.M./22e R.I.C. und des 5e Cuirs geht es in die Region zwischen Lai Thieu, Thu Dau Mot und Bien Hoa.
Es gelingt, Einrichtungen un Material der Vietminh zu zerstören. Etwa 20 Vietminh werden getötet.

Teile der 3e Compagnie nehmen in der gleichen Region am 26. September 1949 an der Operation Engraissor teil.
Wieder können Einrichtungen der Vietminh, diesmal bei Phuoc Loc, nordöstlich von Thu Dau Mot, zerstört werden.

Der Rest des 2e B.E.P. ist unterdessen weiter in Kambodscha eingesetzt.
Bei ihren Patrouillen stößt die C.C.B. am 10. September 1949 südlich von Kompong Svay auf Widerstand.
Die 1re Compagnie nimmt am 22. September 1949 an einer Operation südlich von Kompong Trach im Bereich der R.C. 17 teil.

Operation in der Region Kampot 1949

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Ähnlich geht es den Oktober 1949 für das 2e B.E.P. weiter. Den 20. Oktober 1949 kommt es zu personellen Veränderungen. Captaine Cazaumayou übernimmt die C.C.B., während Lieutenant Cabiro dessen Platz an der Spitze der 2e Compagnie einnimmt.

Im November 1949 kommt es zum lange ersehnten Ortswechsel. Am 03. November 1949 wird der "Urlaub" in Kambodscha mit einer Sprungübung vor Prinz Sihanouk definitiv beendet und das 2e B.E.P. wird in den nächsten Tagen nach Saigon verlegt.

November 1949 - Saigon

Das 2e B.E.P. ist bis zum 14. November 1949 nun endlich wieder mit allen Kompanien komplett und stellt in Saigon das Interventionsbataillon für ganz Cochinchina, Kambodscha, Süd-Laos und Süd-Annam.
Eine Kompanie bleibt dabei in ständiger Alarmbereitschaft auf dem Flugplatz Tan Son Nhut, die anderen Kompanien müssen innerhalb von 12 bzw. 24 Stunden einsatzbereit sein und können so an Operationen teilnehmen.

Zunächst wird aber ein neues Quartier in Quan Tre, einem Dorf nordwestlich von Tan Son Nhut, durch das 2e B.E.P. ausgebaut und bezogen.

Ab 16. November 1949 nimmt die 3e Compagnie mit Teilen der 2e Compagnie an der Operation Datura bei Phu My, zwischen Saigon und Baria, teil.
Der Sprung wird frühzeitig bemerkt und die Gegner fliehen, aber es können wieder zahlreiche Verstecke der Vietminh ausgehoben werden.

Die 1re Compagnie beteiligt sich am 29. November 1949 an einer Operation im Raum südlich des Rach Tra am Song Saigon, zusammen mit Elementen der 13e D.B.L.E.
Es kommt zu mehreren Schusswechseln mit Vietminh.

Auf dem Rückweg

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Bis in den Dezember 1949 ziehen sich die Arbeiten am neuen Quartier in Quan Tre. Dazwischen werden zahlreiche Übungsprünge unternommen.
Zusätzlich werden regelmäßig Abordnungen nach Lai Thieu entsandt, um den dortigen Posten zu unterstützen.

Dezember 1949 - Die 2° Compagnie in Annam

Im Dezember 1949 wird die 2e Compagnie von Lieutenant Cabiro nach Süd-Annam entsandt, um den dortigen Sektor zu unterstützen.
Am 07. Dezember 1949 wird die Kompanie von Saigon nach Nha Trang in Süd-Annam geflogen. Von Nha Trang geht es per LKW weiter nach Ninh Hoa.

Am 08. Dezember 1949 bricht man mit einer Kompanie des III/2e R.E.I. in die Region östlich von Ninh Hoa auf.
Für drei Tage durchkämmen die Legionäre erfolglos die Gegend, es regnet Tag und Nacht.
Erst am 11. Dezember 1949 kehrt man nach Ninh Hoa zurück und die Compagnie Cabiro wird mit dem Trains Blindé nach Nha Trang verlegt, wo man sich die nächsten Tage erholt.

Am 14. Dezember 1949 bricht man erneut auf. Die 2e Compagnie wird südlich von Nha Trang in der Gegend von Vinh Phu an die Bahnstrecke verlegt.
Man will dem Gegner, welcher dort die Bahnstrecke bedroht, einen Hinterhalt legen.
Doch es tut sich nichts und so wird die Kompanie am 16. Dezember 1949 über Khanh Hoa an einen neuen Einsatzort verlegt.

Für die nächsten beiden Tage durchstreift man die bewaldeten Hänge des mamelon vert, einem Berg der Region.
Es kommt zu einigen Schusswechseln, auch ein Lager der Vietminh kann dort ausgehoben werden.
Am Abend des 19. Dezember 1949 geht es zurück nach Nha Trang.

Bereits am Morgen des 20. Dezember 1949 bricht die 2e Compagnie erneut auf. Diesmal geht es zusammen mit einer Kompanie des B.M.E.O. in das Dong Bo Massiv.
Wie so oft flüchten die Gegner, aber ihre Lager können zerstört werden.

Am 22. Dezember 1949 geht es erneut nach Vinh Phu, an die Bahnstrecke von Nha Trang in Richtung Süden.
Diesmal ist man erfolgreicher. Am 23. Dezember 1949 kommt es zu zwei Gefechten in denen man dem Gegner Verluste zufügen kann.

Zu Weihnachten verlegt man die 2e Compagnie schließlich wieder nach Saigon. Am Abend des 23. Dezember 1949 ist diese wieder in ihrem Quartier in Quan Tre.

Karte der Region Nha Trang und Ninh Hoa (6,6 MB)

26. Dezember 1949 - Hieu Tu

aus dem Carnet des services aeriens

von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Unterdessen wurde im Dezember 1949 die Region um Tra Vinh, Cau Khe und Tieu Can im Mekong-Delta durch starke gegnerische Kräfte bedroht. Mindestens zwei Bataillone der Vietminh haben dort Posten und Konvois angegriffen.

Bereits am 11. Dezember 1949 wird die 3e Compagnie in die Region verlegt. Für mehrere Tage unterstützt die Kompanie die örtlichen Truppen. Man schützt die Instandsetzung von sabotierten Straßen und unternimmt Patrouillen um den Gegner aufzuspüren, aber es kommt nur zu kleineren Schusswechseln.
Am 20. Dezember 1949 bricht die 3e Compagnie schließlich wieder nach Saigon auf.

Weihnachten ist das 2e B.E.P. komplett in Quan Tre versammelt. Doch die Vietminh gönnen den französischen Truppen die Feiertage nicht. In der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 1949 werden wieder Posten im Raum Tra Vinh angegriffen.

Das Wehrdorf Hieu Tu, 12km südwestlich von Tra Vinh, an der Straße nach Tieu Can, wird von zwei gegenerischen Bataillonen angegriffen und benötigt am Morgen des 26. Dezember 1949 dringend Unterstützung. Auch Tra Vinh ist dadurch unmittelbar gefährdet.
Capitaine Caillaud erklärt sich trotz widriger Witterungsbedingungen bereit, mit seiner 1re Compagnie über dem Posten abzuspringen.

Kameraden der 1° Compagnie

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Um 17:30 Uhr starten die sechs C47 Dakota mit der 1re Compagnie an Bord von Tan Son Nhut. Gegen 18:30 Uhr hat man schließlich das Zielgebiet erreicht. In niedriger Höhe, nur 500 Meter von Hieu Tu entfernt, springt die erste Welle bei anhaltend starkem Wind und Regen ab. Dazu werden die Maschinen noch vom Boden aus unter Feuer genommen.
Unglücklicherweise muss die letzte Section, die 2e Section von Lieutenant De Stabenrath, fast über Hieu Tu abspringen. Die Männer geraten direkt in das Feuer der Vietminh und werden beschossen, bevor sie den Boden erreichen.

Sofort entwickelt sich das Gefecht. Die 2e Section hat drei Tote und mehrere Verletzte zu beklagen. Trotz allem gelingt es der 1re Compagnie, sich in der anbrechenden Dunkelheit zu sammeln und das Dorf unter Feuer zu halten, so dass die 2e Section ihre Männer bergen kann.

Die 1° Compagnie im Kampf

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Auf einen Angriff des Dorfes muss Capitaine Caillaud verzichten, da sich die Vietminh dort unter die Bevölkerung gemischt haben.
Man nimmt eine Position an der Straße ein und verhindert so, dass die Vietminh in Richtung Tra Vinh vorstoßen können.
Bis um 21:00 Uhr währt der Kampf, dann nutzen die Vietminh die Dunkelheit und ziehen sich aus dem Dorf zurück. In der Nacht ist es unmöglich, ihnen zu folgen.

Doch die Vietminh kommen nicht weit. Am nächsten Morgen laufen sie zwei anrückenden Infanteriebataillonen sowie der 1° Escadron des 1er R.E.C. mit ihren Crabes in die Arme. Etwa 300 Vietminh werden getötet.

210km von Saigon entfernt...

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Die 1re Compagnie hat ihre Mission erfolgreich gemeistert, Tra Vinh ist gerettet.
Am Morgen des 27. Dezember 1949 birgt man die Toten und evakuiert die Verletzten.
In Xom O Dung verbringt man die Nacht, bevor man am 28. Dezember 1949 die drei Gefallenen auf dem Friedhof von Tra Vinh beerdigt.

Karte der Region um Tra Vinh im Mekong Delta (5,7 MB)

1950 - Zentral-Annam

aus dem Carnet des services aeriens

von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Mit Beginn des Jahres 1950 endet für das 2e B.E.P. zunächst die Zeit in Saigon und im Süden Indochinas.
Vom 02. bis zum 04. Januar 1950 wird das komplette Bataillon per Flugzeug über 800km nach Norden verlegt, nach Dong Hoi an der Küste Zentral-Annams.
Das 2e B.E.P. wird dort für die nächsten drei Monate dem örtlichen Oberkommando unterstellt. Grund ist, dass zwei Regimenter Vietminh die Küstenregion von Dong Hoi über Quang Tri bis nach Hue zunehmend bedrohen.

Karte der Region Dong Hoi (4,7 MB)
Karte der Region Hue und Quang Tri (6,4 MB)

Januar 1950 - Dong Hoi und Quang Tri

Bereits am 05. Januar 1950 ist das 2e B.E.P. südlich von Dong Hoi im Einsatz. Zunächst auf der Halbinsel westlich des Kinh Giang. Bei Trung Quan setzt man über den Kinh Giang in Richtung Süden. Dort werden weitere Dörfer durchkämmt, es wird einiges an Munition aufgefunden.
Am Abend lagern die Kompanien in verschiedenen Dörfern westlich des Dai Giang.
Am Morgen des 06. Januar 1950 bricht man weiter in Richtung Süden auf. Gegen 06:30 Uhr fällt die den Marsch schließende 1re Compagnie südlich von Xuan Duc in einen Hinterhalt.
Es kommt zu einem schweren Gefecht, es gibt schnell mehrere Verletzte, darunter Capitaine Caillaud. Lieutenant De Stabenrath organisiert mit Lieutenant Rolin die Verteidigung, bis die anderen Kompanien unterstützend eingreifen können.
Die Vietminh werden in die Flucht geschlagen und haben zahlreiche Verluste. Das 2e B.E.P. verliert neben den Verletzten vier tote Kameraden, darunter Sergent Henri Vuidepot.

Die nächsten Tage verbleibt das 2e B.E.P. noch auf Operation in der Region. Entlang der Bahnlinie durchstreift das Bataillon die Gegend in Richtung Süden bis zum Khe Cam Ly.
Erst am Abend des 10. Januar 1950 verlegt man wieder nach Dong Hoi.

Bereits am Morgen des 11. Januar 1950 wird die 3e Compagnie mit Teilen der C.C.B. unter der Führung von Capitaine Dussert nach Süden in Richtung des Untersektors Quang Tri verlegt.
Das Groupement Dussert verbleibt zunächst in Dong Ha und bricht am 14. Januar 1950 in Richtung des Postens Nam Dong auf, wo ein gegnerisches Bataillon vermutet wird.
Es kommt jedoch zu keinem Feindkontakt, so dass man 15. Januar 1950 von Nam Dong wieder nach Dong Ha verlegt.

Unterdessen wurden auch die 1re und 2e Compagnie in Richtung Quang Tri verlegt. Von Dong Ha geht es für das Groupement Dussert am 17. Januar 1950 nach Quang Tri, um von dort aus die Versorgung des Postens Thuong Trach zu schützen.
Nachdem das Groupement Dussert am 17. Januar 1950 erfolgreich die Versorgung des Postens gesichert hat, trifft es am Abend in Quang Tri auf die dort bereits eingetroffene 2e Compagnie.
Die 1re Compagnie erreicht Quang Tri am Folgetag. Das 2e B.E.P. ist damit am 18. Januar 1950 komplett in Quang Tri.

Die Verlegung hat seinen Grund. Am 19. Januar 1950 bricht man auf der Straße von Quang Tri in Richtung Norden auf, um sich für die bevorstehende Operation Brigitte in Position zu bringen.
Die Operation Brigitte beginnt am Morgen des 20. Januar 1950. Von Vinh Hoa aus werden die Dörfer der Küstenregion in Richtung Südosten durch das 2e B.E.P. in Zusammenarbeit mit dem 6e B.C.C.P. durchkämmt. Über Gia Dang und Tan An geht es die nächsten Tage durch die Dünen bis nach Van Trinh. Der Erfolg ist mäßig.

Am 26. Januar 1950 ist die Operation schließlich fast beendet und die 1re und die 2e Compagnie werden bereits über My Chanh nach Hue verlegt.
Doch am 27. Januar 1950 gerät das G.C. 2 des 6e B.C.C.P. südlich von Pho Trach in einen Hinterhalt in ein schweres Gefecht. Es gibt 18 Tote und 26 Verletzte. Die noch im Einsatz befindlichen Männer des 2e B.E.P. unterstützen erfolgreich, aber zwei Legionäre werden dabei getötet.

Januar 1950 - Hue

Am 28. Januar 1950 ist das 2e B.E.P. endlich komplett in Hue und wird dort von General Monclar besucht.
Bis zum 30. Januar 1950 können sich die Legionäre des 2e B.E.P. nach einem Monat auf Operation nun in Hue ausruhen. Doch es müssen auch in dieser Zeit Wachdienste und der Eskort von Konvois übernommen werden.

Hue

frisch geduscht und rasiert...


Nach zwei Tagen Repos in Hue möchte der Commandant des Sektors von der Anwesenheit des 2e B.E.P. profitieren und lässt am 31. Januar 1950 die Operation Saint Germain durchführen.
Die Region südlich von Cau Mai wird ohne besondere Vorkommnisse durchkämmt.

Februar 1950 - Zentral-Annam

Am 01. Februar 1950 verlegt das 2e B.E.P. von Hue nach Tourane. Von Tourane geht es am 02. Februar 1950 weiter nach Süden in die Region Quang Nam.
Hier, am südlichen Ende des französisch-kontrollierten Bereiches in Zentral-Annam geht man erneut auf Operation.
Die Region östlich von Quang Nam wird vom 2e B.E.P. durchkämmt, jedoch ohne Resultate.

Karte der Region Quang Nam (5,3 MB)

Am frühen Morgen des 03. Februar 1950 ist das Bataillon wieder zurück in Tourane und verbleibt dort für zwei Tage, bevor es am 05. Februar 1950 wieder in Richtung Norden verlegt wird.
Man passiert Hue per Zug und erreicht in der Nacht den Posten PK 29, nahe An Lo, etwa 20km nordwestlich von Hue an der R.C. 1.

Am frühen Morgen des 06. Februar 1950 bricht das 2e B.E.P. von dort aus wieder zu einer Operation auf, diesmal in Zusammenarbeit mit dem 21e R.I.C.
Zunächst trifft die C.C.B. in Bo Dien am Song Bo auf Vietminh. In dem Gefecht werden 15 Vietminh getötet. Unweit von dort kann durch die 1re Compagnie in Pho Ninh ein Munitionsdepot ausgehoben werden.
Von dort marschiert man in die Dünen in Richtung Norden. Weitere Munitionslager wie in Bac Vong können zerstört werden.
Durch die Dörfer geht es unter vereinzelten Schusswechseln weiter über Loung Mai, bis nach Phuong Dai und Phuong Trung, wo man die Nacht verbingt.

Am Morgen des 07. Februar 1950 marschiert man weiter. Die Gegner fliehen und gehen Gefechten aus dem Weg. Über Pho Trach erreicht man bis zum Abend My Chanh an der R.C. 1.
Während die Verletzten von dort per Zug nach Hue vebracht werden, verlegt der Großteil des 2e B.E.P. per LKW auf der R.C. 1 nach Südosten bis nach An Lo am Song Bo.

Von dort geht die Operation in den Morgenstunden des 08. Februar 1950 weiter. In grober Richtung Südosten werden die Dörfer durchkämmt, wieder fliehen die Gegner.
Am Abend gruppiert man sich in Van Xa an der R.C. 1 und wird per LKW nach Hue verlegt.

Karte der Region Hue und Quang Tri (6,4 MB)

Februar 1950 - Repos in Tourane

Während die 1re Compagnie zunächst in Hue verbleibt, verlässt der Rest des 2e B.E.P. die Stadt am 09. Februar 1950 und fährt per Zug nach Tourane.

In Tourane hat das Bataillon die Gelegenheit, sich nach den Strapazen der vergangenen Wochen zu erholen.
Eine Woche lang geht es nicht auf Operationen, man hat lediglich eine Interventionskompanie zu stellen.

Am 18. Februar 1950 besteigt das 2e B.E.P. dann in der Bucht von Tourane die Espérance. Auf dem Schiff geht es zurück nach Saigon.

Februar bis März 1950 - Cochinchina

Im Anschluß der Rückkehr nach Saigon, am 20. Februar 1950, wird das 2e B.E.P. für seine bisherigen Leistungen ausgezeichnet.

Die Einsätze des ersten Jahres in Indochina haben aber auch ihren Tribut gefordert, das Bataillon hat bislang 41 Gefallene, sowie 77 Verletzte verloren.

Es folgt im März 1950 eine relative ruhige Phase für das 2e B.E.P. Die Unterkunft in Quang Tre wird verlassen und man bezieht ein neues Quartier, direkt am Flugplatz Tan Son Nhut.
Zunächst werden nur kleinere Operationen im Raum Saigon unternommen. So am 18. März 1950 eine Strafoperation bei Chi Hoa.

April 1950 - Die 2° Compagnie bei Tra Vinh

Ende März 1950 spitzt sich die Lage im Sektor Tra Vinh im Mekong-Delta erneut zu. Die dortigen Posten werden durch starke gegnerische Kräfte des Regiments 95 bedroht.
Ab dem 28. März 1950 ist die Lieutenant Cabiros 2e Compagnie des 2e B.E.P. neben drei Infanteriebataillonen und einer Escadron der Crabes des 1er R.E.C. in der Region, etwa 30 km südlich von Tra Vinh, im Einsatz. Am 29. März 1950 springen Fallschirmjäger bei Tra Cu ab und können den Posten am nächsten Tag nach einem heftigen Gefecht befreien.

Am 01. April 1950 kommt es nördlich der Stellung der 2e Compagnie zu einem schweren Gefecht, bei dem zwei Kompanien des B.M.E.O. bei Ba Cum in Bedrängnis geraten sind.
Lieutenant Cabiro entschließt sich trotz Bedenken der Führung für einen Angriff auf die zahlenmäßig überlegen Gegner, welche sich in Ba Cum verschanzt haben.
Auf den Crabes des 1er R.E.C. unter Lieutenant Casati stößt die 2e Compagnie vor. Der Widerstand ist erbittert, aber nach zwei Attacken kann Ba Cum am späten Nachmittag durch die Legionäre eigenommen werden.
Man findet 49 tote Vietminh im Dorf. Der Rest der Gegner ist auf der Flucht, sie können jedoch durch eine erfolgreiche Luftunterstützung der King-Cobras aus Tan Son Nhut aufgespürt und weiter dezimiert werden.

Noch bis zum 04. April 1950 verleibt die 2e Compagnie in der Region, dann geht es per L.C.M. nach Can Tho und von dort aus per LKW nach Saigon zurück.
Eine Citation à l´ordre de l´Armée ist der Lohn der Compagnie Cabiro für ihren erfolgreichen Einsatz

Karte der Region um Tra Vinh im Mekong Delta (5,7 MB)

April bis Mai 1950 - Cochinchina

Wieder komplett in Saigon verbleibt das 2e B.E.P. im April und Mai 1950 im Großraum um die Stadt und unternimmt meist nur kleinere Operationen.
Zwischendurch werden Trainingsprünge absolviert, etc.

Vom 22. bis 24. April 1950 sind die 1re und 2e Compagnie des 2e B.E.P. unter Capitaine Dussert in der Operation Bernadette südöstlich von Bien Hoa eingesetzt.

Am 14. Mai 1950 nehmen die C.C.B. und die 1re Compagnie in Saigon an einer Parade teil.

Die 1° Compagnie am 14. Mai 1950 in Saigon

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.

Mai 1950 - Die 2° Compagnie in Zentral-Annam

Am 21. Mai 1950 wird die 2e Compagnie des 2e B.E.P. in Tan Son Nhut in Alarmbereitschaft versetzt. In der Operation Minos soll die Compagnie Cabiro mit einer A.C.P. nahe des Postens My Trach in Zentral-Annam abspringen, um die Versorgung einer in einen Hinterhalt geratenen Einheit der 8e G.S.A. zu ermöglichen.
Am späten Nachmittag erreichen die Maschinen den Zielort, die Männer springen nahe des Postens My Trach, welcher sich ca. 40 km südlich von Dong Hoi an der Eisenbahnbrücke über den Song Kim Giang befindet.
Am Morgen des 22. Mai 1950 wird der Fluss überquert und das Dorf Xuan Bo durchsucht, wo sich der Überfall zugetragen hatte. Es gelingt, noch Überlebende aufzufinden.
Am 23. Mai 1950 geht es weiter bis Thuong Phong in Richtung Norden. Die Verwundeten werden über Hoa Luat Nam an der R.C. 1 evakuiert.
Durch die 2e Compagnie des 2e B.E.P. wird am 24. Mai 1950 noch das Dorf Man Xa Ha zerstört, bevor man am 25. Mai 1950 über My Trach nach Dong Hoi zurück verlegt.
Am 27. Mai 1950 besteigt die 2e Compagnie zusammen mit der A.C.P. bei Dong Hoi die St. Michel und es geht zurück nach Saigon.

Karte der Region Dong Hoi mit My Trach (4,7 MB)

Défilé des 2° B.E.P. am 18. Juni 1950 in Saigon

Foto von Hans-Georg W., 2e B.E.P.

Juni 1950 - Die 2° Compagnie in Zentral-Annam

Nach gut zwei Wochen in Saigon ist die 2e Compagnie von Lieutenant Cabiro im Juni 1950 erneut in Zentral-Annam eingesetzt.

Sie springt am 20. Juni 1950 ca. 40 km südlich von Dong Hoi bei Hoa Luat Nam an der R.C. 1 ab. Von dort aus geht es die R.C. 1 weitere 30 km in Richtung Süden herunter. Es gilt, einen Konvoi, welcher auf der R.C. 1 zwischen Thuy Lien Ha und Chap Le in einen massiven Hinterhalt des Regiments 95 geraten ist, zu unterstützen.

Die 2e Compagnie befindet sich bereits auf der R.C. 1 zwischen den beiden Posten, als sie unter heftiges Feuer gerät. Der von Lieutenant Cabiro initiierte Angriff wird auf Befehl des örtlichen Colonel abgebochen. Denn gleichzeitig wird der Posten Thuy Lien Ha angegriffen, wo der Colonel sich aufhält.
Die Chance, das Regiment 95 nachhaltig zu schädigen, wird vertan und man muss sich nach Thuy Lien Hoa zurückziehen.

Bis in den Juli 1950 verbleibt die 2e Compagnie des 2e B.E.P. noch in der Region, dann geht es wieder zurück nach Saigon.

Karte der Region Dong Hoi mit Thuy Lien Ha und Chap Le (4,7 MB)

Juni bis August 1950 - Die 1° Compagnie in Laos

Unterdessen ist ab 26. Mai 1950 auch die 1re Compagnie des 2e B.E.P. wieder auf Operation in Zentral-Annam, zunächst in der Region von Hue.

Im Juni 1950 geht es für die Compagnie Caillaud nach Westen in die unwirtlichen laotischen Berge, vermutlich über die R.C. 9.

Karte der Region Hue mit der R.C. 9 (6,4 MB)

Laos

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


In der Bergregion des Volkes der Rhade ist die 1re Compagnie die Monate Juni und Juli 1950 im Einsatz. Details dazu sind leider nicht bekannt.

Aber es kommt zu Gefechten, wie am 22. Juni 1950 bei Kien Hgong, in dem Caporal-Chef René Allie, Caporal Raymond Nys, Caporal Rudolph Spliesgart und die Legionäre Johann Danilewicz und Francesco Tudico fallen.

Laos

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Schließlich wird die 1re Compagnie auf dem Landweg über hunderte von Kilometern über Savannakhet und Pakse in den Süden von Laos und von dort wieder nach Saigon verlegt.
Am 08. August 1950 ist man wieder in Tan Son Nhut.

August bis September 1950 - Cochinchina

Nach der Rückkehr der 1re Compagnie ist das 2e B.E.P. im August 1950 wieder komplett in Saigon.

Ab 23. August 1950 nimmt die 3e Compagnie an einer Operation in der Region von Baria, an der Küste Süd-Annams, teil.
Von dort aus wird die 3e Compagnie auf L.C.M. und L.C.V.P. am 26. September 1950 auf die Insel Nui Nua verbacht, welche komplett durchsucht wird. Gegnerische Lager können zerstört werden. Am Abend geht es wieder zurück nach Baria.

Karte der Region Saigon mit Baria und der Insel Nui Nua (6,2 MB)

Operation Rouleaux

von Jacques Oxenaar

Am 29. August 1950 werden die anderen Kompanien des 2e B.E.P. ebenfalls in die Region verlegt.
Zunächst nach Cho Phuoc Hai, östlich von Baria.

Am Morgen des 30. August 1950 bricht man gemeinsam auf zur Operation Rouleaux.
Es geht von Cho Phuoc Hai in Richtung über Loc An und Thuan Bien nach Phuoc Buu. Nur die 2e Compagnie trifft auf leichten Widerstand.
Den 31. August 1950 operiert man weiter in der Gegend um Phuoc Buu.
Am 01. September 1950 trifft man in der Region östlich von Phuoc Buu auf Camps der Vietminh, welche zerstört werden. Es entwickeln sich stärkere Gefechte.
Am 02. September 1950 rückt man auf Xuyen Moc vor. Den 03. September 1950 geht es zurück nach Loc An, wo der Großteil des 2e B.E.P. am 04. September 1950 an Bord der Giraud und der Digitale nach Saigon zurück verlegt wird.
Nur die 3e Compagnie verbleibt noch bis zum 07. September 1950 in Baria.

Karte der Region Phan Thiet mit Cho Phuoc Hai, Phuoc Buu, Xuyen Moc, etc. (4,9 MB)

September 1950 - Verlegung nach Tonkin

Während sich in Tonkin im September 1950 das Drama an der Route Coloniale 4 ankündigt, feiert das 2e B.E.P. in Saigon zunächst noch seine erste Palme. Diese hat das Bataillon für seine bisherigen Leistungen verliehen bekommen.

Am 16. September 1950 bekommt Commandant Solnon die Nachricht, dass er zwei Kompanien des 2e B.E.P. zur Unterstützung nach Tonkin entsenden muss.

Den 18. September 1950 brechen ca. 250 Mann der 1re und der 2e Compagnie unter Capitaine Dussert per Flugzeug nach Hanoi in den Norden auf.

Nach der Ankunft beziehen die Legionäre des 2e B.E.P. die Unterkünfte des 1er B.E.P. in Bach Mai, welches Hanoi einen Tag zuvor verlassen hatte und über That Khe an der Route Coloniale 4 abgesprungen war.

September 1950 - Sin Ma Kai

aus dem Carnet des services aeriens

von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Man bereitet sich beim 2e B.E.P. ebenfalls auf einen Einsatz an der Route Coloniale 4 vor, erfährt dann aber am 22. September 1950, dass es in eine andere Region in Tonkin gehen soll, an den Oberlauf des Roten Flusses.

In der Bergregion nordwestlich von Lao Kay bedrohen starke Kräfte der Vietminh den Partisanenposten Hoang Su Phi und den Posten Pa Kha, gehalten vom III/4e R.T.M.
Die Posten sollen aufgegeben werden und die Truppen müssen sich in das 35 Kilometer entfernte Lao Kay zurückziehen. Das 2e B.E.P. soll dabei den Rückzug decken.

Karte der Region Lao Kay mit Sin Ma Kai, Pa Kha und Hoang Su Phi (7,1 MB)

23. September 1950 - Hanoi

Fertigmachen vor dem Abflug

Foto von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.


Am 23. September 1950 springen die beiden Kompanien des 2e B.E.P. bei Sin Ma Kai ab. Es ist ein kleines Dorf nördlich von Pa Kha, nur fünf Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt.

In Sin Ma Kai richtet sich das Bataillon ein, um die Ankunft der Tirailleurs Marocaines aus Pa Kha zu erwarten. Bei einer Aufklärungspatrouille stößt die 2e Compagnie von Lieutenant Cabiro auf Vietminh und es kommt zu einem Schusswechsel, welcher glücklicherweise keine Verluste fordert.

Man ist gewarnt, dass die Vietminh in der Nähe sind und so bricht man umgehend nach Ankunft des III/4e R.T.M. am Abend des 27. September 1950 auf. Im Schutz der Dunkelheit in Richtung Pha Long, an der Grenze zu China, auf.
Es geht zunächst bis an den Song Chay, welcher noch in der Nacht erreicht wird. Im Mondlicht versucht man den Fluss, welcher durch die Regenfälle der vergangenen Tage stark angestiegen ist, mittels eines kleinen Bambusfloßes zu überqueren.
Die erste Überfahrt endet dramatisch, das Floß kentert und Lieutenant Neveu von der 2e Compagnie ertrinkt in den Fluten. Trotzdem muss der Fluss überquert werden, denn die Vietminh sitzen dicht auf den Fersen.
Im weiteren Verlauf des 28. September 1950 gelingt schließlich die Überquerung des Song Chay mit der kompletten Kolonne ohne weitere Zwischenfälle.

Am nächsten Morgen führt der Marsch Richtung Norden weiter, es gibt nur einen kurzen Schusswechsel.
Pha Long wird schließlich am Nachmittag des 29. September 1950 erreicht.

In Pha Long erwartet man das Eintreffen der Partisanen aus Hoang Su Phi, um mit ihnen gemeinsam den Rückzug nach Lao Kay anzutreten.
Doch als diese am 30. September 1950 eintreffen, muss man weiter vor Ort ausharren, da die Lebensmittel zur Neige gegangen sind und wegen der schlechten Wetterbedingungen noch kein Abwurf aus der Luft möglich war.
Erst am späten Nachmittag des 03. Oktober 1950 lässt das Wetter die Versorgung der Kolonne zu und so bricht man am Morgen des 04. Oktober 1950 in Richtung des noch gut 40 Kilometer entfernten Lao Kay auf.

Der mehrtägige Marsch über Muong Kuong und Ban Lao, mit den Vietminh im Nacken, gelingt und am 06. Oktober 1950 erreicht die Kolonne Lao Kay am Roten Fluss. Von dort aus werden die Legionäre den 06. und 07. Oktober 1950 nach Hanoi geflogen.

aus dem Carnet des services aeriens

von Harry H., 1re Cie., 2e B.E.P.

Oktober 1950 - Hanoi

Nur einen Tag nach seiner Rückkehr steht das 2e B.E.P. am 08. Oktober 1950 auf dem Flugplatz von Hanoi bereit, um über der Route Coloniale 4 abzuspringen.
Das Los fällt jedoch auf das 3e B.C.C.P. mit der Compagnie Loth des 1er B.E.P., und das 2e B.E.P. kehrt in seine Unterkünfte zurück.

Den 09. Oktober 1950 erfährt das Bataillon von der Vernichtung des 1er B.E.P. und macht sich erneut für einen Einsatz an der Route Coloniale 4 bereit. Doch man hält das 2e B.E.P. weiter als Reserve zurück.
Den gleichen Tag erreicht auch die 3e Compagnie des 2e B.E.P. Hanoi und nimmt am 10. Oktober 1950 an einer Operation südlich von Bach Mai teil, da es dort zu Sabotageakten gekommen ist.

Der Rest des 2e B.E.P. bricht am 20. Oktober 1950 in Saigon auf der Duguay Trouin in Richtung Tonkin auf. In Hai Phong geht man am 22. Oktober 1950 von Bord und erreicht Hanoi am 24. Oktober 1950 auf dem Schienenweg.
Das 2e B.E.P. übernimmt nun die Unterkünfte des verlorenen 1er B.E.P. in Bach Mai.

Die Dienstzeit von Commandant Solnon neigt sich gleichzeitig dem Ende zu, er war direkt in Saigon verblieben, und provisorisch übernimmt Capitaine Dussert das 2e B.E.P. am 30. Oktober 1950.

November 1950 - Capitaine Raffalli

Capitaine Dussert muss das 2e B.E.P. allerdings am 18. November 1950 verletzt verlassen, nach einem unglücklichen Unfall mit einem Jeep.

Am 22. November 1950 trifft ein neuer Commandant ein, Capitaine Rémy Raffalli. Obwohl die Anciens eigentlich gerne Dussert an der Spitze gesehen hätten, gewinnt Raffalli bald das 2e B.E.P. für sich.

Unterdessen beginnen für das 2e B.E.P. die Operationen im Tonkin-Delta.

November 1951 - Thai Binh

aus dem Carnet des services aeriens

von Karl H., 1re Cie., 2e B.E.P. (Sammlung Pierre Legoubé)


Am 24. November 1950 springen drei Kompanien des 2e B.E.P. über An Liem und Chiep Dong, im Sektor von An Le, etwa 12 km nordwestlich von Thai Binh, ab.
Bis zum 31. November 1950 sind die Legionäre dort mit dem 6e G.C.C.P. und dem III/4e R.T.M. in der Operation Flore zur Befriedung des Sektors Thai Binh eingebunden.
Es kommt zu Gefechten in Kim Son, Lap Bay und Phoung Bai.

Karte des südlichen Deltas mit Thai Binh (6,1 MB)

Sprung bei Thai Binh

Foto von Hans-Georg W., 2e B.E.P.

Dezember 1950 - Hanoi

Der Dezember 1950 verläuft, abgesehen von keineren Patrouillen, sehr ruhig.

Am 19. Dezember 1950 nimmt das 2e B.E.P. in Hanoi an einer Parade vor General De Lattre De Tassigny teil, dem neuen Oberkommandierenden der französischen Truppen in Indochina.
An Heiligabend erhält das Bataillon Besuch von General De Lattre, in Begleitung von Minister Letourneau.
Weihnachten und Silvester können in den Unterkünften in Bach Mai verbracht werden.

Januar 1951 - Bac Ninh und Son Tay

Ab 14. Januar verlegt das 2e B.E.P. in den Sektor Bac Ninh, nördlich von Hanoi. Dort wird das 2e B.V.N. aus seinen Posten herausgelöst.
Es werden in den folgenden Tagen diverse kleine Posten entlang der R.C. 1 besetzt, von der Pont des Rapides über Bac Ninh bis nach Dap Cau. Dazu werden kleinere Patrouillen und Straßenöffnungen durchgeführt.
Doch der Aufenthalt im Raum Bac Ninh währt nur kurz. Am Abend des 18. Januar 1951 wird das 2e B.E.P. durch ein Bataillon Tirailleurs Algeriens abgelöst und verlegt zurück nach Hanoi.

Im Alarmzustand erwartet das 2e B.E.P. auf seinen Einsatz in der Schlacht von Vinh Yên.
Doch erst am Morgen des 22. Januar 1951 wird das Bataillon in die Gegend nordwestlich von Son Tay an die R.L. 11 verlegt, um eine der Flanken von Vinh Yên zu schützen.
Nach Patrouillen in der Nacht operiert das Bataillon am 23. Januar 1951 entlang der R.L. 11 und dem Bereich parallel zum Westufer des Roten Flusses. Man kommt bis zum Abend in die Region Quang Huc und Vinh Phe, wo es zu leichten Gefechten kommt.
Am Morgen des 24. Januar 1951 geht es in Richtung Westen über Vat Lai bis Ngoc Nhi, dann Richtung Norden bis Phu Huu.
Den 25. Januar 1951 marschiert das Bataillon entlang der R.L. 11 über Dong Vien wieder nach Son Tay.
Am 26. Januar 1951 eskortiert die 2e Compagnie des 2e B.E.P. eine Batterie 105er die R.L. 11 hinauf bis nach Dong Vien. Am Nachmittag verlässt das Bataillon die Region Son Tay und kehrt nach Hanoi zurück.

Nach einem Tag Pause in Hanoi bricht das 2e B.E.P. am 28. Januar 1951 per LKW auf der R.C. 5 in Richtung Osten auf, bis nach Hai Duong.
Von dort folgt man der Provinzstraße in Richtung Süden bis kurz vor Ninh Giang am Canal des Bambous.
Das letzte Stück geht es zu Fuß in kleinen Gruppen bis nach Ninh Giang, was erst im Laufe der Nacht erreicht wird.
Ein für den Morgen des 29. Januar 1951 vorgesehener Angriff wird aber abgebrochen und das 2e B.E.P. verlegt per L.C.M. nach Haiphong, wo man die Nacht verbringt.
Am 30. Januar 1951 geht es dann per LKW von Haiphong zurück nach Hanoi.

Karte des nördlichen Deltas mit Bac Ninh Vinh Yen und Son Tay (6,6 MB)

Februar 1951 - Ke Sat an der Route Coloniale 5

Ab 02. Februar 1951 ist das 2e B.E.P. in der Region von Ke Sat an der R.C. 5 eingesetzt.
Am 03. Februar 1951 wird eine Patrouille östlich von Ke Sat, nahe der Dorfes Ly Dong, angegriffen. Die Compagnie Verguet greift aus Ke Sat ein und stößt auf einen übermächtigen Gegner. Gleichzeitig kommt die C.C.B. von Capitaine Longeret bei Dong Xa in Bedrängnis.
Es wird schnell klar, das man es mit einem kompletten Vietminh-Regiment zu tun hat, welches sich dort für die Têt-Offensive vorbereitet.
Capitaine Raffalli unterstützt die C.C.B. mit der Compagnie Caillaud und die Compagnie Verguet mit der Compagnie Cabiro. Gleichzeitig lässt er den Gegner mit Artillerie aus dem nahen Posten My Trach und mit M24 Panzern von der R.C. 5 aus unter Feuer nehmen.
Nach einer Stunde zieht sich der Gegner zurück und hinterlässt 40 Gefallene. Auch das 2e B.E.P. musste vier Tote und sieben Verletzte hinnehmen.
Doch Raffalli hat sich mit der erfolgreichen Führung des Gefechts den Respekt seiner Männer erworben.

Bis Ende Februar 1951 werden noch weitere Operationen und nächtliche Hinterhalte in der Region unternommen. So vom 05. bis zum 12. Februar 1951 um Ke Sat, am 13. Februar 1951 bei Ly Dong und am 20. Februar 1951 im Dreieck zwischen Ke Sat, My Trach und Tien Cau.

Karte des südlichens Deltas mit Ke Sat an der R.C. 5 (6,1 MB)

Mitte des Monats Februar 1951 verlässt ein großer Teil der Legionäre und auch der Offiziere das 2e B.E.P. Sie haben das Ende ihrer zweijährigen Sejour in Indochina erreicht.
Darunter sind auch Capitaine Caillaud, welcher die 1re Compagnie zum 14. Februar 1951 an Capitaine Coat übergibt und Capitaine Cabiro, welcher die Führung der 2e Compagnie zum 15. Februar 1951 an Lieutenant Louis-Calixte abgibt.

März 1951 - 1. Reorganisation

Feuerzeug des 2e B.E.P.

Die personellen und organisatorischen Veränderungen setzen sich im März 1951 fort.

So verlassen zum 01. März 1951 insgesamt 4 Offiziere, 11 Unteroffiziere und 69 Legionäre aus der 3e Compagnie das 2e B.E.P. und werden in das wieder neu aufzustellende 1er B.E.P. eingegliedert.
Die fehlenden Männer in der 3e Compagnie von Lieutenant Verguet werden im März 1951 durch vietnamesische Freiwillige ersetzt.
Denn im Rahmen der von General De Lattre geplanten "Vietnamisierung" des Konflikts, soll auch im 2e B.E.P. eine C.I.P.L.E. aufgestellt werden.
Während beim 1er B.E.P. die 1re C.I.P.L.E. aufgestellt wird, wird die C.I.P.L.E. des 2e B.E.P. zur 2e C.I.P.L.E. benannt.
Die Führung der 2e C.I.P.L.E. wird ab 01. April 1951 von Capitaine Bertoleaud übernommen.

Um eine künftig fortlaufende Nummerierung der Kompanien der beiden B.E.P. zu gewährleisten, müssen die Kompanien des 2e B.E.P. zum 01. April 1951 umbenannt werden.
So wird die 1re Compagnie von Capitaine Coat zur 3e Compagnie, und die 2e Compagnie von Lieutenant Louis-Calixte wird zur 4e Compagnie.

Bedingt durch die Reorganisation geht es operationell im März 1951 zunächst nur im kleinen Rahmen weiter.
Nur vom 06. bis zum 09. März 1951 ist das 2e B.E.P. in der Region westlich von My Duc - Ngai Khe im Rahmen der Operation D´Artagnan eingesetzt.
Weitere Operationen sind bis Ende März 1951 nicht bekannt.

März bis Mai 1951 - Dong Trieu

Ab dem 23. März 1951 kommt es zu einer zweiten Offensive von Giap auf das Delta, der Schlacht von Dông Trieu an der Route Coloniale 18.

Das 2e B.E.P. wird am 29. März 1951 einer Kampfgruppe unter Colonel Sizaire zugeteilt, welche den Raum Dông Trieu unterstützen soll.
Am Morgen des 30. März 1951 geht das 2e B.E.P. an Bord eines L.C.T., welches das Bataillon über den Song Kinh Thay bis in die Nähe von Dông Trieu transportiert.
Gegen 14:00 Uhr geht es von Bord und die letzten Kilometer bis Dông Trieu werden zu Fuß zurückgelegt.

Während das 6e B.P.C. aus der Kampfgruppe Sizaire am gleichen Tag über Dông Trieu nach Mao Khe vorstößt, dessen Besatzung sich seit der Nacht gegen einen übermächtigen Gegner erbittert verteidigt, bleibt das 2e B.E.P. zunächst als Reserve in Dông Trieu.

In der Nacht auf den 31. März 1951 muss sich das 6e B.P.C. heftigen Kämpfen um Mao Khe aussetzen und erleidet gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Vietminh starke Verluste.
Das 2e B.E.P. bricht am Morgen des 31. März 1951 nach Mao Khe auf. Nach der Ankunft am Nachmittag lösen die Legionäre das angeschlagene 6e B.P.C. in Mao Khe heraus.

Das Dorf Mao Khe ist nach den heftigen Kämpfen größtenteils zerstört. Die Vietminh haben sich zurückgezogen und so sind die Toten zu bergen und zu begraben. Allein 400 gefallen Vietminh werden aufgefunden.
Die Beerdingung findet am 02. April 1951 unter dem Beisein von General Lineares statt.

Der Gegner bricht nach einem weiteren Angriff auf mehrere Posten nordwestlich von Dông Trieu ab 06. April 1951 seine zweite Offensive auf das Tonkin-Delta ab.

Das 2e B.E.P. verbleibt zunächst in der Region Dông Trieu, wird aber nicht geprüft.
Es führt im April und Mai 1951 noch mehrere Operationen in der Region durch, bis es am 25. Mai 1951 für eine Ruhepause nach Ha Dong, westlich von Hanoi, verlegt wird.

Karte der Region um Dông Trieu an der R.C. 18 (6,4 MB)

Juni 1951 - Song Day im südlichen Delta

Die Ruhepause in Ha Dong endet abrupt am 30. Mai 1951. Die Vietminh haben ihre dritte Offensive auf das Delta im Bereich des Song Day gestartet.

Das 2e B.E.P. verlegt umgehend in das südliche Delta, zunächst mit der G.M. 4 in die Region von Phu Ly.
Von Phu Ly geht es weiter nach Nam Dinh. In der Region sollen Einheiten der Vietminh aufgespürt werden, welche während der Offensive in das Delta infiltriert sind.

Für die Operationen wird zum 03. Juni 1951 eine 5e Compagnie de Marche unter Lieutenant Longeret aufgestellt. Deren Existenz ist allerdings nur von kurzer Dauer, da sie am 30. Oktober 1951 wieder aufgelöst wird.

Zunächst bricht das 2e B.E.P. jedoch am 04. Juni 1951 zu einer Operation bei Nam Dinh auf.
Bei der Einnahme des Dorfes Phu Hei werden zwei Legionäre getötet.

Den 06. Juni 1951 verlässt das 2e B.E.P. den Bereich Nam Dinh und verlegt weiter nach Süden, in die Region von Phat Diem.
Auch hier sind Vietminh in großer Anzahl eingedrungen und sollen gestellt werden.

Karte des südlichen Deltas mit Phu Ly, Nam Dinh, Ninh Binh und Phat Diem (6,1 MB)

Juni bis Juli 1951 - Phat Diem am Song Day

Am 07. Juni 1951 wird das Bataillon von Phat Diem aus zunächst vier Kilometer nördlich nach Duc Hau verbracht. Von dort geht es zu Fuß weiter nach Norden, in grobe Richtung Ninh Binh und Yen Cu Ha.
Gegen 14:00 Uhr stößt die 5e Compagnie bei Co Da auf zahlreiche Vietminh, welche sich dort verschanzt haben.
Mit Hilfe der 2e C.I.P.L.E. hält die 5e Compagnie den Kontakt zum Gegner und stößt auf Co Da vor. Dabei werden sie von Kampfflugzeugen unterstützt.
Die Gegner fliehen in Richtung der rettenden Kalkfelsen im Westen, die anderen Kompanien des 2e B.E.P. versuchen den Weg abzuschneiden und sichern den Rückzug der 5e Compagnie und der 2e C.I.P.L.E.
Gegen 20:00 Uhr sind die Kampfhandlungen beendet und man campiert zwischen Duc Hau und Duyen Phuc.
Es werden 57 gefallene Vietminh gezählt, zahlreiche Waffen werden sichergestellt.
Das 2e B.E.P. hat fünf Gefallene und zahlreiche Verletzte.

Die Operationen setzen sich auch in den folgenden Tagen in der Region zwischen Ninh Binh und Phat Diem fort.
Am 13. und 14. Juni 1951 beteiligen sich das 2e B.E.P. sowie das 1er B.E.P. an Operationen um Phuc Nhac.

Den 15. Juni 1951 geht es abermals nach Co Da, das Dorf kann nach einem kurzen Gefecht eingenommen werden.
Die 5e Compagnie installiert sich mit dem P.C. in Co Da, die 2e C.I.P.L.E. klärt in Richtung des Dorfes Bo Vi auf.
Plötzlich geraten beide Kompanien von Bo Vi aus unter heftigen Mörserbeschuss und die 2e C.I.P.L.E. muss sich zurückziehen, die angreifenden Vietminh auf den Fersen.
Die 3e und die 5e Compagnie starten einen Gegenangriff und die Vietminh fliehen schließlich, von Kampfflugzeugen und der Artillerie unter Beschuss genommen.
Erneut hat das 2e B.E.P. sechs Gefallene und mehrere Verletzte, darunter Capitaine Raffalli.
Unter den Verletzten befindet sich auch Capitaine Bertoleaud, der Commandant der 2e C.I.P.L.E. welcher evakuiert werden muss und eine Woche später seinen Verletzungen erliegt.

Den 16. Juni 1951 wird das 2e B.E.P. vor Ort durch das B.M.I. herausgelöst und verlegt nach Phat Diem, wo die Gefallenen der letzten Tage begraben werden.
Capitaine Raffalli wird am gleichen Tag wegen seiner Kopfverletzung nach Hanoi evakuiert.
Capitaine Kalck übernimmt zunächst Zeit die Führung des 2e B.E.P.
Er übergibt am 22. Juni 1951 die 2e C.I.P.L.E. des verstorbenen Capitaine Bertolaud an Lieutenant De Saint-Marc.

In den folgenden Tagen und Wochen setzen sich die Operation um Phat Diem ohne Capitaine Raffalli fort.
Es gibt täglich Patrouillen, doch es kommt nicht mehr zu den großen Gefechten.
Am 02. Juli 1951 ist die 2e C.I.P.L.E. und die 3e Compagnie auf einer Operation im Nordosten von Phat Diem.
Am 08. Juli 1951 unternimmt die 4e Compagnie einen Handstreich auf das vom Vietminh kontrollierte Dorf Loc Giap.

Bis zum 17. Juli 1951 verbleibt das 2e B.E.P. noch in der Region Phat Diem, dann wird es durch das 1er B.E.P. herausgelöst und kehrt nach Hanoi zurück.

Juli 1951 - Repos in Hanoi

Nach den sechs Wochen auf Operation im südlichen Delta bekommt das 2e B.E.P. für zwei Wochen eine Ruhepause in Hanoi.

Commandant Raffalli kehrt in dieser Zeit nach seiner Verletzung aus dem Hospital zum Bataillon zurück. Er ist inzwischen zum Chef d´Escadrons befördert worden.
Capitaine Coat gibt die Führung der 3e Compagnie an Lieutenant Lemaire ab.

Doch die Ruhephase endet am 08. August 1951, das 2e B.E.P. wird in Alarmbereitschaft versetzt um Tonkin zu verlassen und im Hochland von Zentral-Annam abzuspringen.
In der Region von Kon Tum wurden zwei Posten nach Angriffen der Vietminh verloren.

August 1951 - Kon Tum in Zentral-Annam

Die 4e Compagnie fliegt direkt am 08. August 1951 von Hanoi bis nach Zentral-Annam und springt im Hochland über Kon Tum ab.
Der Großteil des 2e B.E.P. fliegt zunächst nach Tourane an der Küste Zentral-Annams und springt von dort aus am 09. August 1951 ab.

aus dem Carnet des services aeriens

von Karl H., 1re Cie., 2e B.E.P. (Sammlung Pierre Legoubé)


Nur die 3e Compagnie wird erst am 09. August 1951 nach Tourane geflogen und springt am 10. August 1951 über Kon Tum ab. Bei dem Sprung gibt es mehrere Verletzte und einen Toten. Capitaine Kalck, den Stellvertreter von Commandant Raffalli.

Das 2e B.E.P. soll in der Region um Kon Tum die Posten Kon Piong und Kon Pong einnehmen.
Einer wurde bei einem Angriff der Vietminh überrannt, der zweite Posten musste evakuiert werden.
Als das 2e B.E.P. am 14. August 1951 in die Gegend der beiden Posten vorstößt, sind die Vietminh aber bereits wieder verschwunden.

Während die 3e Compagnie als Reserve in Kon Tum verbleibt, baut der Rest des Bataillons bis zum 02. September 1951 den Posten von Kon Piong neu auf.

Karte der Region Kon Tum im Zentralen Hochland (6,0 MB)

September 1951 - Quang Tri und Hue, Zentral-Annam

Nach verrichteter Arbeit in Kon Tum wird das 2e B.E.P. auf dem Landweg über Plei Ku und Ban Me Thuot bis nach Saigon verlegt. Die Stadt wird am 07. September 1951 erreicht.
Von Saigon aus geht es den 10. und 11. September 1951 per Schiff die Küste Annams entlang in Richtung Norden, bis in die dem 2e B.E.P. bekannte Region von Quang Tri.

In Quang Tri führt das 2e B.E.P. mehrere Operationen durch, eskortiert Konvois, usw. Am 23. September 1951 verlegt das Bataillon schließlich in die Stadt Hue.

Um Hue werden in den nächsten Tagen mehrere Operationen zur Unterstützung bedrohter Posten unternommen. Es kommt jedoch zu keinen nennenswerten Gefechten.
Am 27. September 1951 sammelt sich das 2e B.E.P. wieder in Tourane, von wo aus es am 28. September 1951 in Richtung Haiphong verschifft wird.

Karte der Region Hue und Quang Tri (6,4 MB)

Oktober 1951 - Nghia Lo im Hochland der Thai

Nach dem Einsatz in Zentral-Annam währt die Ruhepause des 2e B.E.P. in Hanoi erneut nur sehr kurz...

Da die Offensiven von Vinh Yên, Dông Trieu und Song Day im Delta keinen Erfolg brachten, greift Giap nun im Bergland der Thai an. Mit der Division 312 setzt er Ende September 1951 von Yen Bay aus an, die französischen Posten bei Nghia Lo anzugreifen, welche vom 1er Bataillon Thai gehalten werden.
Am 01. Oktober 1951 werden die ersten Vorposten von Nghia Lo durch die Vietminh angegriffen. Der Posten Ban Tu fällt.
Als der Plan erkannt wird, fasst General Salan seinen Entschluss, den Gegner bei Nghia Lo zu fixieren, um ihn aus der Luft zu vernichten. Gleichzeitig will er die Nachschubwege durch den Absatz von Parabataillonen stören.
Das 8e B.C.P. wird daraufhin am 02. Oktober 1951 in der Operation Remy über dem Posten Gia Hoi, etwa 20 Kilometer nördlich von Nghia Lo, abgesetzt.
Auch Nghia Lo selbst wird in der Nacht vom 02. auf den 03. Oktober 1951 heftig angegriffen, kann aber durch Einsatz der Luftwaffe gehalten werden. 110 Vietminh werden getötet.
Das 8e B.P.C. trifft bei seinem Vorstoß am 03. Oktober 1951 auf ein gegnerisches Bataillon und es kommt zu einem verlustreichen Gefecht.

Die Lage ist kritisch und so kommt das 2e B.E.P. am 04. Oktober 1951 zu seinem Einsatz bei Nghia Lo.
Es soll sich mit dem 8e B.C.P. vereinigen und unter der Gesamtführung von Lieutenant-Colonel De Rocquigny im Rücken des Gegners agieren, um dessen Versorgungswege zu stören.

Karte des Thai-Berglands mit Nghia Lo (6,7 MB)

Operation Thérèse

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

Der Sprung ins Tal von Gia Hoi am 04. Oktober 1951


In der Operation Thérèse wird das 2e B.E.P. am Nachmittag des 04. Oktober 1951 über Gia Hoi abgesetzt.
Die Section von Lieutenant Clementin wurde als erstes abgesetzt, da man den Kontakt nach Gia Hoi verloren hatte und nicht wußte, ob der Gegner dort bereits wartet. Die gefährliche Mission ging aber gut und das restliche Bataillon wurde ebenfalls abgesetzt.

Die 5e Compagnie von Lieutenant Longeret bleibt mit den schweren Mörsern zunächst als Reserve in Gia Hoi und führt Patrouillen in eigener Regie durch, während der Rest des Bataillons am 05. Oktober 1951 über Ban Van nach Bac Co marschiert. Die Strecke von nur 6 Kilometern kann in dem unwegsamen Gelände erst in 9 Stunden bewältigt werden.

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

Erschöpfter F.M.-Schütze


Am 06. Oktober 1951 soll das 2e B.E.P. über Bo Sieng nach Nam Muoi vorstoßen, um sich dort mit dem 8e B.C.P. zu treffen, welches einem anderen Weg nach dort folgt.
Aber bereits gegen 10:00 Uhr morgens kommt es bei der Passage des von seinen Bewohnern verlassenen Dorfes Bo Sieng zu einem ersten Gefecht, als die 4e Compagnie von Lieutenant Louis-Calixte auf einen Trupp Vietminh trifft.
Auch die anderen Kompanien geraten gegen Mittag in schwere Gefechte, insbesondere die 3e Compagnie.
Die 2e C.I.P.L.E. erkämpft sich eine Anhöhe, von der aus der für den Nachschub der Vietminh wichtige Khau Vac Pfad kontrolliert werden kann.
Das 2e B.E.P. zieht sich bis zum Abend unter weiteren Kämpfen auf die Flanken der Anhöhe zurück.
Den Tag über konnte man dem Gegner schwere Verluste beibrigen, 53 tote Vietminh wurden gezählt.
Das 2e B.E.P. hat jedoch auch bereits 4 Tote und 16 Verletzte zu beklagen.

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

An einer dicht bewachsenen Anhöhe


Der Reaktion der Vietminh lässt nicht lange auf sich warten, der Gegner führt am Abend des 06. Oktober 1951 weitere Kräfte aus Nam Muoi heran und das 2e B.E.P. wird bald erbittert angegriffen, vom kompletten Regiment 209.
Ab Mitternacht versuchen die Vietminh insgesamt vier Mal, das 2e B.E.P. zu überrennen. Dem 2e B.E.P. geht langsam die Munition und die Verpflegung aus, und die Vietminh dringen gegen 04:00 Uhr in die Positionen der 4e Compagnie ein.
Commandant Raffalli, der keinen Funkkontakt zum 8e B.C.P. hat, entschließt sich für den Ausbruch um 04:30 Uhr in Richtung Süden, wo man das 8e B.C.P. vermutet.

Trotz der Verletzten stößt man erfolgreich durch den überraschten Gegner bis zum Fluß Nam Muoi vor, wo man sich gegen 07:30 Uhr sammelt.

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

Pause am Fluss


Den Morgen des 07. Oktober 1951 marschiert das 2e B.E.P. auf dem Gipfel von Tan Kouen vor, den man gegen 13:30 Uhr erreicht.
Hier kann der Funkkontakt mit dem 8e B.C.P. hergestellt werden. Dieses ist jedoch von Gia Hoi nur bis zur Höhe 405 gekommen, da das darunter liegende Tal von Vietminh wimmelt.
Das 2e B.E.P. setzt darauf seinen Marsch an der Bergkette von Tan Kouen fort. Gegen 18:00 Uhr fällt die Vorhut der 4e Compagnie in einen Hinterhalt.
Aber mit Hilfe der Luftwaffe kann man sich befreien und den Marsch fortsetzen.
In der Nacht vom 07. auf den 08. Oktober 1951 wird auf dem Hügel 858 halt gemacht.
Der Tag kostet erneut drei Tote und elf Verletzte. 19 Mann werden vermisst.

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

Aufbruch am Morgen


Am nächsten Morgen geht der Marsch mit der 3e Compagnie von Lieutenant Lemaire an der Spitze weiter. Gegen 13:30 Uhr erreicht man den Nam Min.
Bis zum Nachmittag des 08. Oktober 1951 gelingt schließlich der Marsch zum 8e B.C.P., welches mit der 5e Compagnie des 2e B.E.P. nahe Ban Van auf dem Hügel 405 liegt.
Das 2e B.E.P. hat seine Mission erfüllt, obwohl es die letzten zwei Tage komplett ohne Verpflegung auskommen musste und der Einsatz sieben Tote, 19 Vermisste und 27 Verletzte gekostet hat.
Leider verstirbt am Abend des 08. Oktober 1951 auch noch Lieutenant Lecoeur von der 2e C.I.P.L.E., welcher am 06. Oktober 1951 verletzt wurde und seither getragen werden musste.

Unterdessen wurde das 10e B.C.P.C. über Nghia Lo abgesetzt und in schwere aber siegreiche Kämpfe verwickelt.
Letztlich brechen die Vietminh ihre Angriffe um Nghia Lo ab und ziehen sich angeschlagen in Richtung des Roten Flusses zurück.

Der Einsatz ist aber für das 2e B.E.P. noch nicht beendet und so bricht das Bataillon nach drei Tagen Repos mit Patrouillen um Gia Hoi am 12. Oktober 1951 erneut in Richtung Bac Co auf.
Das 2e B.E.P. verbleibt zunächst in der Gegend von Bac Co. Man trifft dort jedoch auf keine Vietminh mehr.

Den 13. Oktober 1951 unternimmt die 5e Compagnie eine erfolglose Auklärungspatrouille in die Region von Boi Soi Long.
Am 14. Oktober 1951 legt man einen Ruhetag ein.

Erst am 15. Oktober 1951 setzt das 2e B.E.P. seinen Weg in Richtung Nghia Lo fort. Durch einen Unfall beim Abwurf von Nachschub wird am Nachmittag Capitaine Coat getötet.

Den 16. Oktober 1951 stößt man weiter in Richtung Nghia Lo am Nam Muoi vor und trifft am 17. Oktober 1951 auf die Spuren der Kämpfe vom 06. Oktober 1951.

2° B.E.P., Oktober 1951 - Nghia Lo

Flussdurchquerung auf dem Weg nach Nghia Lo


Den 18. Oktober 1951 setzt das 2e B.E.P. den Marsch in Richtung Nghia Lo fort und campiert am Abend in Ban Heo, bevor man am 19. Oktober 1951 Nghia Lo erreicht.

Teile der angeschlagenen 4e Compagnie werden von dort aus noch am gleichen Tag nach Hanoi geflogen, der Rest des 2e B.E.P. kehrt bis zum 25. Oktober 1951 nach Hanoi zurück.
Nghia Lo bleibt zunächst weiter in französischen Händen.

November 1951 - Repos in Hanoi

Vom 26. Oktober bis zum 20. November 1951 verbringt das 2e B.E.P. eine fast vierwöchige Ruhepause in Hanoi.

11. November 1951 in Hanoi

Lieutenant Des Rieux vor Legionären der 3° Cie.

Foto von Hans-Georg W., 3e Cie., 2e B.E.P. (1. von rechts)


In dieser Zeit wird die 5e Compagnie de Marche wieder aufgelöst und Lieutenant Longeret übernimmt erneut die Führung der C.C.B.

Für den verstorbenen Capitaine Kalck trifft ein neuer stellvertretender Bataillonskommandeur ein, Capitaine Merglen.
Er nimmt bald eine wichtige Rolle im 2e B.E.P. ein.

November bis Dezember 1951 - Saigon

Ab 20. November 1951 wird das 2e B.E.P. den F.T.S.V. als Eingreifreserve zur Verfügung gestellt und verlegt den 22. und 23. November 1951 per Flugzeug nach Saigon.
Einige Legionäre folgen erst am 25. November 1951 mit einer Maschine der Air France.

aus dem Carnet des services aeriens

von Karl H., 1re Cie., 2e B.E.P. (Sammlung Pierre Legoubé)


Nach seiner Ankunft richtet sich das Bataillon in Ba Queo, am Stadtrand von Saigon ein.
Die nächsten zwei Wochen sind bestimmt von Übungssprüngen, Ausbildung, aber auch Operationen in der Region um Saigon.

Bei der 4e Compagnie gibt es zum 01. Dezember 1951 einen Führungswechsel. Lieutenant Noel übernimmt die Compagnie von Lieutenant Louis-Calixte.

Unterdessen fordert die Offensive in der Region Hoa Binh weitere Kräfte und das 2e B.E.P. soll dort unterstützen.
Am 11. Dezember 1951 wird das 2e B.E.P. daher bereits wieder nach Tonkin zurückbeordert und verlegt per Flugzeug nach Hanoi.

aus dem Carnet des services aeriens

von Karl H., 1re Cie., 2e B.E.P. (Sammlung Pierre Legoubé)

Dezember 1951 - Mont Bavi

Im Rahmen der französischen Offensive von Hoa Binh setzen sich starke gegnerische Kräfte über den Schwarzen Fluss hinweg und nisten sich in das dicht bewaldete Bergmassiv des Mont Ba Vi ein. Dort bedrohen sie die Verkehrswege und es kommt zu schweren Gefechten.
Nun soll auch das 2e B.E.P. beim Aufspüren des Gegners am Ba Vi unterstützen.

Karte der Region um Sontay mit dem Ba Vi, Yen Cu und Ap Da Chong (6,6 MB)

Nach mehreren Tagen in Einsatzbereitschaft in Hanoi bricht das 2e B.E.P. Abend des 15. Dezember 1951 per LKW auf, um direkt auf den Ba Vi zu verlegen.
Bis zum Nachmittag des 16. Dezember 1951 erreicht das 2e B.E.P. in gepanzerter Begleitung das auf 564 Metern Höhe gelegene Mexicoville.

In gepanzerter Begleitung geht es den Ba Vi hinauf

Foto von Hans-Georg W., 3e Cie., 2e B.E.P.


Es handelt sich um ein ehemaliges Erholungscamp, welches das alte 5e R.E.I. vor dem japanischen Einmarsch eingerichtet hatte. Hier wird nun eine Stellung besetzt.

Von dort aus muss das 2e B.E.P. untätig die Kämpfe am Fuß des Ba Vi beobachten, bei denen auch Napalm eingesetzt wird.

Blick vom Mont Ba Vi

Foto von Hans-Georg W., 3e Cie., 2e B.E.P.


Den 17. Dezember 1951 unternimmt das 2e B.E.P. eine Operation, die Westflanke des Ba Vi in Richtung Lang Gi hinab.
Es kommt zu einem Schusswechsel, als man auf eine Patrouille der Vietminh trifft.
Am Abend geht es wieder hinauf auf den 564.

Am 18. Dezember 1951 geht es erneut auf Operation, diesmal wieder die Westflanke herunter, aber in Richtung des Rocher Notre Dame am Schwarzen Fluss bei Xom Go.
Als man auf der Cote 72 campiert, gerät man von einer höher gelegenen Position aus unter Mörserbeschuss. Dies kann jedoch durch Einsatz von Artillerie schnell unterbunden werden.

Rocher Notre Dame

am Schwarzen Fluss

Auch den 19. Dezember 1951 wird weiter in der Region des Rocher Notre Dame patroulliert, u.a. in Zusammenarbeit mit dem 1er B.E.P.

Am 20. Dezember 1951 stößt das 2e B.E.P. in das Tal von Xom Sui vor. Hier werden die sterblichen Überreste der 1re Compagnie des 1er B.P.C. aufgefunden, welche dort am 10. Dezember 1951 komplett aufgerieben wurde.
Am Abend geht es zurück zu Cote 72.

Nachdem sich die Vietminh scheinbar aus der Region um den Rocher Notre Dame zurückgezogen haben, soll das 2e B.E.P. am 21. Dezember 1951 zurück nach Hanoi verlegen.
Bis zur Straße nahe Ap Da Chong geht es zu Fuß, dort besteigt man LKW in Richtung Yen Cu. Etwa zwei Kilometer vor Yen Cu nahe der Höhe 81 gerät der Konvoi unter Beschuss, es gibt zwei Verletzte.
Man bricht daraufhin den Weg nach Hanoi ab und verlegt nach Son Tay.

Da an der Straße zwischen Ap Da Chong und Yen Cu offenbar starke gegnerische Kräfte liegen, beschließt man die Öffnung der Straße am 24. Dezember 1951.
Neben dem 2e B.E.P. beteiligt sich an der Operation auch das 1er B.E.P. und das 5e B.P.C.
Bereits am Morgen verliert sich die 2e C.I.P.L.E. in der dichten Vegetation entlang der Straße und trifft plötzlich auf gut getarnte Vietminh.
Es entwickelt sich ein verlustreicher Nahkampf. In der Compagnie von Capitaine De Saint-Marc gibt es schnell die ersten Toten und Verletzten.
Nach dem vier Stunden währenden Gefecht kann man sich in einer Pagode sammeln, allerdings gibt es zahlreiche Vermisste, darunter Lieutenant Beaurel.
Auch die 4e Compagnie von Lieutenant Noel trifft, als sie die 2e C.I.P.L.E. unterstützen will, auf heftigen Widerstand.
Nach den schweren Gefechten zieht sich das 2e B.E.P. am Abend auf die Cote 61 zurück und geht dort in Stellung.

Auf der Straße zwischen Ap Da Chong und Yen Cu

Foto von Hans-Georg W., 3e Cie., 2e B.E.P. (2. von links)


Am 25. und 26. Dezember 1951 unternimmt man von der Cote 61 aus Aufklärungspatrouillen in das Gebiet der Kämpfe von Heiligabend.
Es gelingt tatsächlich noch einen verletzten Legionär aufzufinden. Die restlichen Vermissten, u.a. Lieutenant Beaurel, können nur noch tot geborgen werden.
Insgesamt zählt das 2e B.E.P. 12 Tote und 31 Verletzte. Dazu werden 127 gefallene Vietminh und zahlreiche Waffen aufgefunden.

Die folgenden Tage bis zum Jahreswechsel verbleibt das 2e B.E.P. in der Stellung Dong Bua am Fuß des Ba Vi, um eine dortige Batterie 105mm Geschütze zu schützen.

In der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 1951 wird die Höhe 564 vom Gegner eingenommen und das 2e B.E.P. muss dem aussichtslosen Kampf der 12e Compagnie des III/2e R.E.I. aus der Ferne untätig beiwohnen, ohne eingreifen zu können.
Nach dem Verlust der Stellung 564 muss das 2e B.E.P. das im Sichtfeld darunter liegende Dong Bua verlassen, um nicht von oben beschossen zu werden.


Fortsetzung unter 2e B.E.P. (2/2)