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1er Escadron du 1er R.E.C.

Don Chau

Binh An

Vita von Capitaine Miloyevitch

Capitaine Svetozar Miloyevitch ist ein charismatischer und energischer Offizier. Seine Offizierskarriere begann bereits in seinem Heimatland Serbien.

Er wurde am 17. Januar 1906 in Belgrad als Sohn des Generals Dragomir Miloyevitch geboren. Der Familientradition folgend, wird er Offizier der serbischen Armee. Das Königreich Serbien hat enge Bindungen zu Frankreich und so erlernt Miloyevitch die französische Sprache in Perfektion auf einer französischen Offiziersschule und wird schließlich vor Eintritt des 2. Weltkriegs stellvertretender Militärattaché in Paris.

Capitaine Miloyevitch

wird mit Lieutenant Casati ausgezeichnet

Foto von Hermann N., 1° Escadron/1° R.E.C.


Als 1941 sein Heimatland von der deutschen Wehmacht angegriffen wird, kehrt Miloyevitch nach Jugoslawien zurück und kämpft als Kavallerieoffizier bis zur Kapitulation der jugoslawischen Armee und darüber hinaus im Untergrund gegen die deutschen Besatzer. Er wird aber schließlich von der GeStaPo verhaftet und in einem Konzentrationslager in Deutschland interniert.

Nachdem Miloyevitch dort 1945 befreit wird, entwickelt sich sein Heimatland zu einem kommunistischen Staat. Er entscheidet sich nicht zurückzukehren, sondern als Capitaine à titre étranger in der französischen Besatzungsarmee in Deutschland zu engagieren.
Nach Verrichtung von ungeliebten Stabsaufgaben, bittet er um die Versetzung in die Fremdenlegion, was ihm 1947 gewährt wird. Nach einer Periode in Sidi-Bel-Abbes, wird er schließlich nach Indochina entsandt, um jene Aufgabe zu erfüllen, die er sich gewünscht hatte - die Führung einer Kavallerieeinheit.

Im September 1948 übernimmt Capitaine Miloyevitch die Führung der 1° Escadron des 1er R.E.C.
Durch seine Persönlichkeit und seine schnellen Erfolge im Kampf macht er sich bald einen Namen unter den Legionären und wird hoch ausgezeichnet.

Den Vietminh ist Miloyevitch bald ein Dorn im Auge und so bereiten sie schließlich ein Attentat vor...

01. Juli 1949 - Binh An

Am 01. Juli 1949 muss Capitaine Miloyevitch zu einer Besprechung nach Saigon, zu Colonel Arnault von der 13e D.B.L.E.
Er begibt sich in einem Jeep von My Tho aus, nur in Begleitung von Lieutenant Casati und dem Legionär Hans Müller, auf den Weg.

Jeep der 1° Escadron

Foto von Hermann N., 1° Escadron/1° R.E.C.


Die Fahrt verläuft zunächst ohne Zwischenfälle und so macht man Halt im Quartier der 1er G.E. du 1er R.E.C. und der 2° Escadron in Tan An. Lieutenant Casati bleibt dort zurück, um mit dem Stab technische Probleme der Crabes zu klären.

Gegen 17 Uhr setzen Miloyevitch und Müller die Fahrt auf der R.C. 16 fort, überqueren den Vaico Occidental und erreichen kurz darauf die Kreuzung von Binh An, wo es links auf einer Nebenstraße nach Thu Thua ab geht.

Am rechten Straßenrand steht ein chinesischer Lastkraftwagen, der scheinbar eine Panne hat. Als der Jeep von Miloyevitch zur Vorbeifahrt ansetzt, wird von dem LKW aus ein Rad auf die Straße gerollt, welches den Weg blockiert.
Im gleichen Moment springen mehrere Vietminh aus der Deckung und eröffnen mit ihren Sten das Feuer auf den Jeep. Die Insassen haben keine Chance zu entkommen.

Capitaine Miloyevitch ist sofort tot. Die Vietminh ziehen ihn aus dem Jeep, enthaupten ihn und bringen die Trophäe am Straßenrand an.
Der Legionär Müller hat nach seinen Schussverletzungen das Bewusstsein verloren. Die Vietminh interessieren sich nicht für ihn. Sie halten ihn für tot und lassen ihn liegen. Sie haben es nun eilig, den Ort des Überfalls schnell zu verlassen, denn die Straße ist von französischem Militär relativ häufig frequentiert.

Etwa eine halbe Stunde später trifft ein ansässiger Händler im nur etwa 10 Kilometer entfernten Posten Tan An ein und berichtet aufgeregt von dem Überfall an der Kreuzung.
Umgehend macht sich ein Trupp der 2° Escadron unter der Führung von Capitaine De Blignières in Begleitung von Lieutenant Casati auf den Weg zum Ort des Geschehens.

Es ist ein grausames Bild, was die Legionäre nach Eintreffen erwartet. Die Täter sind längst geflüchtet und Zeugen finden sich nicht. Auch nicht im nahegelegenen Dorf Binh An, was seit geraumer Zeit als unsicherer Ort gilt.

Als Vergeltung soll das Dorf Binh An auf Befehl von Capitaine De Blignières nach Evakuierung der Zivilisten niedergebrannt worden sein.
Tatsache ist, dass sich das Dorf auf keiner der Karten mehr findet.

Karte Saigon und Mekong Delta mit My Tho und Tan An (6,2 MB)

Begräbnis in Saigon

Der Legionär Müller wird schwer verletzt in das Militärhospital von Saigon transportiert. Dort erliegt er seinen Verwundungen am 04. Juli 1949.

Der Leichnam von Capitaine Miloyevitch wird zunächst nach Tan An gebracht. Wenige Tage später findet das feierliche Begräbnis von Capitaine Miloyevitch in Saigon statt.
Sein Leichnam wird in einer mit Blumen verzierten Crabe aufgebahrt.

Capitaine Miloyevitch

wird in einer Crabe zu Grabe geleitet

Foto von Hermann N., 1° Escadron/1° R.E.C.


Begleitet von den Legionären der 1° Escadron und 2° Escadron in Paradeuniform defiliert der Trauerzug langsam durch die Straßen von Saigon bis zum Friedhof.

Dort wird Capitaine Miloyevitch schließlich im Beisein von Capitaine Ogier de Baulny und weiteren Offizieren des 1er R.E.C. beigesetzt.

Am Grab von Capitaine Miloyevitch

Foto von Hermann N., 1° Escadron/1° R.E.C.