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Ordre de Bataille

Operation Pomone II

Operation Pomone I

Einleitung

Im Rahmen der Operation Pomone hat das 1° B.E.P. endlich seinen lange ersehnten ersten großen Luftlandeeinsatz.

Die Operation Pomone unter der Führung von Lieutenant-Colonel Carbonel gliedert sich in zwei Phasen.
In der ersten Phase soll die Region von Phu Tho, ca. 70 Kilometer nordwestlich von Hanoi zwischen dem Roten Fluss und dem Klaren Fluss, von Vietminh gesäubert werden.

Neben den Fallschirmjägern sind an der Operation auch zahlreiche Truppenteile am Boden beteiligt, darunter das 10° Tabor, das II/24° R.T.S. und das B.M.I.
Während die Infanterie vom Roten Fluss aus in das Operationsgebiet vorstößt, sollen die Fallschirmjäger den Fluchweg der Vietminh in Richtung Norden abschneiden. Und zwar auf der Linie zwischen Ha Tach, Phu Lo und Lo Chi.

Karte des nördl. Deltas mit Vietri und Phu Tho (6,1 MB)

29. April 1949 - Phu Lo

Am Morgen des 29. April 1949 sind die Fallschirmjäger bereits gegen 06:00 Uhr auf dem Flugplatz Gia Lam in Bereitschaft.
Es sind die und die 3° Compagnie mit zwei Sections der C.C.B. des 1° B.E.P. unter Capitaine Ségretain, sowie die 7° Compagnie des II/1° R.C.P., die Section Génie der B.A.P.N. und der P.C. des G.L.A.P. unter Colonel Chavatte.

Foto von Aribert F., C.C.B./1░ B.E.P.


Nach kurzer Vorbereitung besteigt man die JU´s und es geht los in Richtung Nordwesten.
Nach etwa eineinhalb Stunden Flug erreicht man das Operationsgebiet, wo französische Kampflugzeuge bereits ihren Beitrag zur Absicherung geleistet haben.

Die Dropping Zone, liegt nahe der Route Coloniale 2 bei Phu Lo. Der Absprung wird in zwei Wellen, um 08:00 Uhr und 09:00 Uhr morgens durchgeführt.
Es gibt dabei Probleme, denn ein Teil des 1° B.E.P. wird über felsigem Gebiet abgesetzt.
Dies fordert das Leben des Legionnaire Armando Fiori, sowie neun Verletzte beim 1° B.E.P. Unter den Verletzen ist auch Médecin-Capitaine Bonnel, welcher das 1° B.E.P. auf der Operation begleiten sollte und sich beim Sprung das Bein bricht.

Zunächst muss sich das 1° B.E.P. am Boden sammeln. Die Verletzten werden geborgen, dazu auch die Fallschirme und einiges an Material, was mehrere Stunden kostet.

Foto von Aribert F., C.C.B./1░ B.E.P.


Während die 3° Compagnie des 1° B.E.P. von Capitaine Robert De Saint-Etienne schließlich nach Lo Chi aufbricht, sichern die 1° Compagnie des 1° B.E.P. und die 7° Compagnie des II/1° R.C.P. die Route Coloniale 2 und die Hügel nördlich der D.Z.
Für die Evakuierung der Verletzten wird unterdessen eine Flugpiste hergerichet.

Die Vietminh zeigen keine Reaktion auf den Einsatz und die umliegenden Dörfer findet man verlassen vor.

30. April 1949 - Phu Lo

Den 30. April 1949 durchkämmt die 3° Compagnie des 1° B.E.P. von Capitaine Robert De Saint-Etienne von Lo Chi aus die Gegend Richtung Kim Day in der Biegung des Klaren Flusses.
Die 1° Compagnie des 1° B.E.P. von Lieutenant Guy De Carvalho zieht derweil nach Lo Chi nach.

Die 7° Compagnie des II/1° R.C.P. kann in Tien Kien den Kontakt zum 10° Tabor herstellen. Man erhält von den Marokkanern eine Gruppe Maultiere und kehrt mit diesen am Abend zurück nach Phu Lo.

Unterdessen können schließlich auch die Verletzten vom Vortag mit einer Morane ausgeflogen werden.

01. Mai 1949 - Tu Da

Am 01. Mai 1949 verlegt der Hauptteil der Fallschirmjäger von Phu Lo nach Tu Da, am Klaren Fluss.

Da man Material und Fallschirme auf den Maultieren mitschleppen muss, kommt man nur langsam vorwärts.
In Tu Da angekommen, kann man die Fallschirme aber schließlich einem L.C.M. der Marine übergeben.

02. Mai 1949 - Duu Lao

Den 02. Mai 1949 geht es von Tu Da in Richtung Vietri weiter. Auf dem Weg nimmt man auch wieder 3° Compagnie des 1° B.E.P. von Capitaine Robert De Saint-Etienne auf.

Es werden mehrere Dörfer durchkämmt, darunter Duu Lao. Man trifft zwar auf keinen Widerstand der Vietminh, allerdings gibt es immer wieder Verletzte durch versteckten Minenfallen.
Am Abend bezieht das 1° B.E.P. in Lang Ha Stellung.

03. Mai 1949 - Vietri

Am 03. Mai 1949 setzt das 1° B.E.P. in Vietri über den Roten Fluss.
Am Posten Chieu Dong wird man von LKW aufgenommen und über Sontay nach Hanoi zurücktransportiert.

Die erste Phase der Operation Pomone ist damit beendet. Die Operation brachte keine nennenswerten Ergebnisse, lediglich etwa 50 potentielle Vietminh werden insgesamt bei der Operation gefangengenommen.

Dagegen stehen die Verluste beim 1° B.E.P. Durch den Unfall beim Absprung, sowie den versteckten Minen in manchen Dörfern, hat das 1° B.E.P. zwei Tote und etwa 20 Verletzte verloren.