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Operation Ceinture

Na Fac

Col de Deo Giang

Einleitung

Am 20. Februar 1948 kehren die Colonels Royer und Simon von einem Besuch in Bac Kan nach Cao Bang zurück.
Für den Konvoi müssen die gefährlichen Passagen der Route Coloniale 3 durch die Kräfte des R.I.C.M. und des I/3° R.E.I. geöffnet werden.
Dies gilt insbesondere auch für die Passage über den Col de Deo Giang, zwischen Phu Tong Hoa und Na Fac.

Am frühen Morgen des 20. Februar 1948 lässt Capitaine Rambaud vom R.I.C.M., Commandant von Na Fac, die ersten Kräfte gegen 07:00 Uhr starten.
Es ist die Section von Adjudant-Chef Caderon aus der 3° Compagnie des I/3° R.E.I. Die Section Caderon hat die Aufgabe, die ersten sieben Kilometer von Na Fac aus in Richtung Süden zu überprüfen.

Eine zweite Gruppe, bestehend aus dem Peloton Pioniers der 3° Escadron des R.I.C.M. unter Adjudant-Chef Trumel und der Section von Sergent Lacazes aus der 3° Compagnie des I/3° R.E.I., soll um 08:30 Uhr folgen und dann ab Kilometer 7 die Straßenöffnung bis zum Col de Deo Giang durchführen.

Karte der Region Cao Bang mit der R.C. 3 und Na Fac (5,9 MB)

20. Februar 1948 - Col de Deo Giang

Führer der Operation ist Lieutenant Maurice Viard von der 3° Compagnie des I/3° R.E.I. Er bricht mit der Section Caderon auf.

Zunächst verläuft der Weg bis Kilometer 5,5 ohne Probleme. Dann machen zwei Späher auf einem hundert Meter von der Straße entfernten Hügel zwei Vietminh aus, die dort auf der Lauer liegen.
Man greift sie an und kann sie überwältigen. Einer der Vietminh überlebt schwer verletzt. Ein Zugführer bei dem man Dokumente findet.

Mittlerweile ist es 08:30 Uhr. Lieutenant Viard möchte den Verletzten umgehend vernehmen und verlangt nach einem Übersetzer aus Na Fac. Capitaine Rambaud entsendet ein Scout-Car, was den Verletzten aufnimmt und nach Na Fac bringt.
Auf dem Rückweg wird das Scout-Car leicht beschossen, erreicht aber unbeschadet Na Fac. Dort verstirbt der Gefangene jedoch kurz darauf.

Derweil ist auch die zweite Gruppe bei Kilometer 5,5 eingetroffen und übernimmt nun die Vorhut, hinauf zum Col de Deo Giang.

Bald darauf gerät man in einen Hinterhalt. Automatische Waffen beschießen die Fahrzeuge des R.I.C.M., Mörser und Granaten fallen.
Während die schweren Waffen der Fahrzeuge das Feuer erwidern, schlägt sich die Section Lacazes von der Straße herunter in den Busch, um die Angreifer auf der östlichen Flanke zu attackieren.
Auch die Section Caderon kommt hinzu und stößt über eine Anhöhe auf die Vietminh vor.

Aufgrund des schnellen Gegenangriffs erleiden die Vietminh starke Verluste und ziehen sich bald zurück. Die Pioniere des R.I.C.M. können ihre acht Verletzten bergen und mit einem Half-Track nach Na Fac evakuieren.
Derweil suchen die Legionäre den Kampfraum ab. Die Verluste der Vietminh belaufen sich auf 25 Gefallene. Ihre Verletzten haben sie mitgenommen.
Die Section Lacazes kann vier Gewehre sicherstellen, hat allerdings vier Verletzte zu beklagen, hauptsächlich durch versteckte Minen. Die Section Caderon kann ihrerseits noch fünf Gewehre auffinden.

Nachdem auch die verletzten Legionäre der Section Lacazes per LKW evakuiert werden und Unterstützung in Form eines weiteren Peloton des R.I.C.M. aus Na Fac eingetroffen ist, setzt Lieutenant Viard die Operation fort.

Es gelingt schließlich am Col de Deo Giang der Zusammenschluss mit Kräften aus Phu Tong Hoa, welche die Straßenöffnung aus der südlichen Richtung betrieben hatten.

Bilanz

Der Konvoi kann schließlich passieren und das Gefecht ist für die Legionäre des I/3° R.E.I. glimpflich ausgegangen.
Doch allein die Straßenöffnung auf diesem Teilabschnitt der Route Coloniale 3 hat das R.I.C.M. acht Verletzte gekostet, von denen einer seinen Verwundungen erliegen wird.
Hinzu kommen die vier verletzten Legionäre aus der 3° Compagnie des I/3° R.E.I.
Zusätzlich wurde auch das Material in Mitleidenschaft gezogen, denn ein Half-Track wurde schwer beschädigt.

Es zeigt sich bereits im Februar 1948, dass jedes Fortkommen auf der Route Coloniale 3 hart erkämpft werden muss.
Dies wird sich auch die kommenden Monate so fortsetzen und für stetige Verluste beim I/3° R.E.I. sorgen. Und auch immer wieder am Col de Deo Giang...