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Nam Dinh

Operation Ceinture

Thai Binh

In Thai Binh ist die französische Bevölkerung bereits geflohen. Die Stadt am Song Tra Ly wird Anfang April 1947 nur von einer kleinen marokkanischen Einheit gehalten.

Dies nutzen die Vietminh für einen Überfall, bei dem die Marokkaner schwere Verluste haben.
Das im nahegelegenen Nam Dinh stationierte I/3° R.E.I. wird daraufhin am 11. April 1947 nach Thai Binh entsandt, um die Marokkaner zu unterstützen.

Karte des Tonkin-Deltas mit Thai Binh und Nam Dinh (6,1 MB)

Thai Binh

Bunker am Ortseingang

Foto von Robert R., P.C. du I/3° R.E.I.


Von Nam Dinh bis Thai Binh sind es nur 20 Kilometer. Zwar ist die Straße sabotiert, aber die Vietminh haben sich zurückgezogen und leisten kaum Widerstand.
So erreichen die Legionäre des I/3° R.E.I. die stark zerstörte Stadt bereits gegen Mittag.

Thai Binh

Verwüstung in den Straßen

Foto von Robert R., P.C. du I/3° R.E.I.


In den Straße von Thai Binh bietet sich ein Bild der Verwüstung. Wohn- und Geschäftshäuser sind geplündert. Einige Leichen liegen in den Straßen.
Die Kirche von Thai Binh hat dem Überfall standgehalten. Dort wartet auf die Legionäre eine spezielle Aufgabe.

Thai Binh

Eglise

Foto von Robert R., P.C. du I/3° R.E.I.


Denn allein zurückgeblieben in Thai Binh sind zahlreiche katholische Nonnen. Die Soeurs de St. Vincent de Paul leiten dort u.a. ein Waisenhaus, was sie nicht aufgeben möchten.
Es ist aber beschlossen, dass die Nonnen mit den Waisenkindern unter dem Schutz des I/3° R.E.I. nach Nam Dinh verbracht werden.
Nach kurzen Diskussionen mit der Oberin, ist diese schließlich bereit, den Legionäre zu folgen und es wird alles Nötige gepackt.

Thai Binh

Exodus der Bevölkerung

Foto von Robert R., P.C. du I/3° R.E.I.


Den Nonnen und Waisen schließen sich zahlreiche Bewohner von Thai Binh an. Insbesondere die Vietnamesen katholischen Glaubens.

Es formiert sich eine Kolonne, die am Morgen des 12. April 1947 den Rückweg nach Nam Dinh antritt.
Glücklicherweise verläuft auch der Rückweg ohne Angriffe der Vietminh. Teile des I/3° R.E.I. waren auf dem Hinweg dort in Stellung gegangen und hatten die Straße gesichert.

Thai Binh

Legionäre helfen Flüchlingen

Foto von Robert R., P.C. du I/3° R.E.I.


Es kommt allerings zu einem tragischen Unglück, als versehentlich fünf Granaten am Gürtel von Caporal Marcel Lamaison explodieren. Für den 21-jährigen Franzosen aus Mont-de-Marsan kommt jede Hilfe zu spät.
Vier Gefangene sind ebenfalls tot, drei Legionäre verletzt.

Die Nonnen werden bei der 4° Compagnie des I/3° R.E.I. von Lieutenant Mattei in Thu Dien einquartiert.
In Thu Dien verbleiben die Nonnen bis zum 10. Juni 1947. Dann werden mit einem Konvoi nach Hanoi evakuiert.